DJ PRESSESPIEGEL/Unternehmen
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
KNDS - Der Staatseinstieg des Bundes beim deutsch-französischen Panzerhersteller KNDS droht zu platzen. Berlin plant, sich an dem deutsch-französischen Unternehmen zu beteiligen, bevor es an die Börse geht, um nationale Sicherheitsinteressen zu wahren. Doch ein internes Regierungspapier, das dem Handelsblatt vorliegt, sowie die Aussagen mehrerer Insider zeigen, dass die Regierung zu spät sein könnte, weil zentrale Fragen weiterhin nicht geklärt sind und KNDS schon im Juni an die Börse gehen will. (Handelsblatt)
COMMERZBANK/UNICREDIT - Unicredit-Chef Andrea Orcel wirft der Commerzbank weiter eine Verweigerungshaltung vor. Er sieht im Übernahmeangebot für das Frankfurter Geldhaus von Dienstag aber noch nicht das letzte Wort. "Die Commerzbank hat es bislang abgelehnt, Annahmen gemeinsam zu prüfen. Das macht es schwierig, Vorschläge umfassend zu beurteilen", sagte der CEO der italienischen Großbank in einem Interview mit dem Finanzmagazin Börse Online. Gleichzeitig deutete Orcel in dem Interview an, die vielfach als unzureichend kritisierte Übernahmeofferte für die freien Commerzbank-Aktionäre nochmal zu überdenken. "Unicredit hat bereits deutlich gemacht, dass sie grundsätzlich offen dafür ist, die Angebotskonditionen potenziell zu überprüfen, sollte die Commerzbank in einen konstruktiven, detaillierten Dialog eintreten, der verschiedene Bedenken ausräumen könnte." (Börse Online)
OHB - Die Eigentümer des Satellitenkonzerns OHB steuern auf eine milliardenschwere Aktienplatzierung samt Kapitalerhöhung zu. "Allein die Bundeswehr will in den Jahren bis 2030 jedes Jahr um die 7 Milliarden Euro für Raumfahrt ausgeben", sagt OHB-CEO und Haupteigentümer Marco Fuchs der Börsen-Zeitung. "Damit wir an diesem Aufschwung teilhaben können, müssen wir investieren. Deshalb prüfen wir verschiedene Finanzierungsoptionen. Zu diesen Optionen zählt neben Krediten auch die Möglichkeit einer Kapitalerhöhung in den kommenden Monaten." In Finanzkreisen wird über ein Volumen von bis zu 2 Milliarden Euro für 20 Prozent der Aktien spekuliert. Der Miteigentümer KKR würde dabei seinen Anteil von 29 Prozent durch den Verkauf bestehender Aktien verringern. Der Anteil der Familie Fuchs von 65 Prozent würde durch den Verkauf neuer Aktien verwässert. Beides zusammen würde den Freefloat von derzeit nur 6 Prozent erhöhen. Fuchs selbst ließ die Spekulationen unwidersprochen. (Börsen-Zeitung)
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May 07, 2026 00:07 ET (04:07 GMT)
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