DJ PRESSESPIEGEL/Unternehmen
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
VOLKSWAGEN - Der Chef der US-amerikanischen VW-Tochter Scout, Scott Keogh, hat gegenüber dem Handelsblatt Fehler bei der Kommunikation über die Kosten einer neuen Fabrik in South Carolina eingeräumt und diese erläutert. Zunächst hatte der Elektroauto-Ableger die Kosten auf zwei Milliarden Dollar beziffert, später wurde die Zahl auf drei Milliarden erhöht. Die erste Angabe waren laut dem Manager "eine Mindestzusage, um die Fördermittel zu sichern" - und nicht die tatsächlichen Ausgaben. Das sei "etwas völlig anderes" als das tatsächliche Projektbudget. Der Manager kündigte zudem Pläne an, frisches Geld einzusammeln. Außenkapital sei "eine Option, die auf dem Tisch liegt": Scout sei bewusst als eigenständige Einheit aufgebaut worden - mit der Möglichkeit, Investoren von außen aufzunehmen oder strategische Partner. Außerdem sagte er, die Wette auf US-Trucks mit Range-Extender sei trotz aller Kritik aus dem Konzern aufgegangen. (Handelsblatt).
VOLKSWAGEN - Angesichts der Krise im Volkswagen-Werk Zwickau hat Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter (SPD) vorgeschlagen, chinesische Elektroautohersteller in die dortige Produktion einzubinden. Ziel sei es, den Standort zu sichern und Arbeitsplätze zu erhalten. "Es ist besser, industrielle Kompetenz bei VW in Sachsen weiterzuentwickeln und die Produktion abzusichern, als auf verlorenem Posten zu kämpfen und Wertschöpfung zu verlieren. Wir müssen mit der Zeit gehen. Deswegen: China ist eine Chance für Zwickau", sagte Panter gegenüber Bild. Konkret brachte der Minister ein Joint Venture zwischen Volkswagen und einem chinesischen Hersteller ins Gespräch. Diese könnten eine oder mehrere derzeit nicht ausgelastete Produktionslinien nutzen und Fahrzeuge in Sachsen fertigen. Voraussetzung seien klare europäische Regeln und Standards. "Unser Maßstab ist nicht Ideologie, sondern industrielle Zukunftsfähigkeit und sichere Arbeitsplätze bei VW in Sachsen", betonte Panter. (Bild)
HELSING - Das deutsche Drohnen-Startup Helsing steht vor einer Finanzierungsrunde, in der es mit bis zu 18 Milliarden US-Dollar bewertet werden könnte. Die Finanzierungsrunde in Höhe von 1,2 Milliarden US-Dollar werde von der US-Firma Dragoneer Investment Group angeführt, wobei der bestehende Geldgeber Lightspeed Venture Partners als Co-Lead fungiert, wie die Financial Times berichtet. (Financial Times)
MTU AERO ENGINES - Der Münchner Triebwerkhersteller MTU Aero Engines strebt mit der Anfang April angekündigten Übernahme von Aero Design Works an die Spitze der europäischen Hersteller von Drohnenantrieben. "Unser Ziel ist es, der führende europäische Anbieter zu sein", sagt Finanzchefin Katja Garcia Vila im CFO-Interview der Börsen-Zeitung. Einer der Konkurrenten ist die deutsche Sobek Group, die der Motorenhersteller Deutz übernommen hat. Insgesamt sieht die Managerin für den Konzern trotz des Iran-Kriegs keine Abschwächung der Nachfrage: "Wir haben ein sehr gut gefülltes Auftragsbuch und eine gute Balance von OEM- und MRO-Geschäft." OEM steht für den Neubau von Triebwerken, MRO für Wartung und Instandhaltung. (Börsen-Zeitung)
THALIA - Der Chef der Buchhandelskette Thalia, Ingo Kretzschmar, hat eine massive Expansion in den Spielwarenhandel angekündigt. "Perspektivisch sehe ich ein Potenzial von rund 150 Spielwarenläden", sagte Kretzschmar im Gespräch mit dem Handelsblatt. Der Umsatzanteil könnte bei Thalia insgesamt bei rund 18 Prozent liegen. Das wäre ein Umsatzpotenzial von fast 400 Millionen Euro. Thalia hat bereits 40 Spielwarenläden übernommen, die meisten davon laufen bisher unter den Namen Krömer und Toysino. "Mittelfristig werden wir alle Läden unter dem Namen Spielzeit führen", sagte Kretzschmar. Eine Ausnahme macht er bei dem Kinderkaufhaus Mukk in Münster, weil es eine sehr etablierte Marke habe. "Und wir prüfen jetzt, ob es nicht noch weitere Städte gibt, wo sich so ein großes Kinderkaufhaus lohnen könnte", sagte der Thalia-Chef. Das werde nicht an hundert Standorten gehen, "aber zehn bis 15 könnte ich mir schon vorstellen". (Handelsblatt)
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May 11, 2026 00:30 ET (04:30 GMT)
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