DJ Carl Zeiss Meditec will nach schwachem Halbjahr bis zu 1.000 Jobs streichen
DOW JONES--Carl Zeiss Meditec hat im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres bei leicht rückläufigen Umsätzen deutlich weniger verdient und will nun mit einem umfangreichen Kostensenkungsprogramm gegensteuern. Der Medizintechnikkonzern kündigte ein "umfassendes Maßnahmenpaket zur Zukunftssicherung" an. Bis zum Geschäftsjahr 2028/29 werden Ergebnisverbesserungen von über 200 Millionen Euro pro Jahr angestrebt. In den nächsten drei Jahren könnten von den weltweit knapp 5.800 Beschäftigten bis zu 1.000 Stellen betroffen sein.
Im ersten Halbjahr per Ende März sank der Umsatz um knapp 6 Prozent zum Vorjahreszeitraum auf 991 Millionen Euro. Bereinigt um Währungseffekte liegt das Minus bei 1 Prozent. Das bereinigte EBITA sackte den weiteren Angaben zufolge deutlich auf 60,5 Millionen von 112,6 Millionen Euro ab. Die bereinigte EBITA-Marge rutschte auf nur noch 6,1 von 10,7 Prozent im Vorjahr ab.
"Belastend wirkten sich neben deutlich negativen Währungseffekten insbesondere Rückgänge im Intraokularlinsengeschäft (IOL) aus", so das Unternehmen. Hinzu sei ein zunehmend schwächeres Investitionsumfeld in der Region Americas vor dem Hintergrund gestiegener geopolitischer Unsicherheiten gekommen.
Für das laufende Geschäftsjahr rechnet Carl Zeiss Meditec mit einem Umsatz von mindestens rund 2,15 Milliarden bis 2,20 Milliarden Euro. Das wären 1 bis 3,5 Prozent weniger als im Vorjahr. Die bereinigte EBITA-Marge sieht das Unternehmen zwischen 8 bis 10 Prozent.
Carl Zeiss Meditec hatte im Januar nach einem schwachem Start in das neue Geschäftsjahr den damaligen Jahresausblick kassiert.
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May 12, 2026 02:01 ET (06:01 GMT)
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