KÖLN (dpa-AFX) - Der Werbevermarkter Ströer hat im ersten Quartal Umsatz und operatives Ergebnis im Tagesgeschäft gesteigert. Treiber war vor allem die digitale Außenwerbung. Die Prognose für 2026 bestätigte der Konzern. Bei den Anlegern kam das gut an.
Für die Aktie ging es zuletzt um rund drei Prozent nach oben auf 39,92 Euro. Seit Jahresbeginn hat sie um fast acht Prozent zugelegt. Mit Blick auf die vergangenen zwölf Monaten liegen die Papiere jedoch etwas über ein Fünftel im Minus.
Für Marcus Diebel von der US-Bank JPMorgan hat Ströer ein solides erstes Quartal hinter sich. Der Außenwerbebereich habe gut abgeschnitten - mit fortgesetzten Marktanteilsgewinnen in Deutschland. Der Umsatz und das operative Ergebnis (Ebitda) hätten etwas über den Erwartungen gelegen. Eine anhaltende Schwäche in den Bereichen DaaS (Data as a Service) und E-Commerce trübe aber etwas das Bild.
Die Erlöse stiegen im Jahresvergleich um vier Prozent auf 496 Millionen Euro, wie das im MDax gelistete Unternehmen am Dienstag in Köln mitteilte. Organisch, also ohne Währungs- und Portfolioeffekte, verbesserte sich der Umsatz um 1,1 Prozent. Im Kerngeschäft mit Außenwerbung (OOH Media) erhöhte sich der Umsatz insgesamt um gut fünf Prozent auf 221 Millionen Euro. Das Geschäft mit digitaler Außenwerbung legte dabei um zwölf Prozent zu, während die klassische Werbung leicht rückläufig war.
Bereinigt um Sondereffekte sowie vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) verdiente Ströer 119 Millionen Euro und damit knapp zwei Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Unter dem Strich sank das Konzernergebnis von 12,7 auf 8,8 Millionen Euro.
Für das laufende Jahr stellt das Management weiter ein organisches Umsatzwachstum im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich in Aussicht. Beim bereinigten Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) wird zum Vorjahr eine "weitgehend stabile" Entwicklung erwartet./err/mne/jha/




