DJ RWE beurteilt Prognose "deutlich" optimistischer als im März
DOW JONES--Der Versorger RWE ist mit Blick auf die eigene Ergebnisprognose für 2026 nach den Worten von Finanzvorstand Michael Müller optimistischer als noch am Tag der Bilanzvorlage für 2025 Mitte März, als diese Prognose genannt wurde. Ein Grund dafür sei die Entschädigungszahlung in Höhe von 332 Millionen Euro, die RWE im abgelaufenen Quartal für die Einschränkung der Kohleverstromung im niederländischen Kraftwerk Eemshaven aus Den Haag erhalten hat. Dieser positive Effekt sei nicht in der Prognose berücksichtigt und insofern zusätzlich, sagte Müller.
Allerdings sei bei RWE das erste Quartal üblicherweise nicht der Zeitpunkt, wo "wir unsere Guidance anpassen", fügte Müller hinzu. Angesichts einer Situation, wo RWE schon 33 Prozent des geplanten Ergebnisses eingefahren habe, sei er aber "natürlich deutlich zuversichtlicher, was die Guidance für dieses Jahres anbetrifft", so Müller. Das werde er auch den Analysten klar sagen.
Müller rechnet überdies damit, dass sich die aktuelle Gasknappheit als Folge des Nahostkonflikts länger hinziehen wird. Es handele sich hierzulande zwar nicht um eine physische Knappheit, weil anders als im Ukrainekrieg nicht Europa sondern Asien mit geringeren Mengen zurechtkommen müsse. "Aber dass das so Druck auf die Gasspreise erzeugt und damit auch auf die Strompreise nach vorne hinaus, das sehen wir durchaus." Also rechne er mit steigenden Strompreisen.
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May 13, 2026 05:15 ET (09:15 GMT)
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