DJ PRESSESPIEGEL/Unternehmen
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
ANTHROPIC - Anthropic hat sich auf die Bedingungen für eine Finanzierungsrunde in Höhe von 30 Milliarden US-Dollar geeinigt, die das Unternehmen mit 900 Milliarden Dollar bewerten und voraussichtlich noch in diesem Monat abgeschlossen werden soll. Damit würde das Unternehmen seinen Rivalen OpenAI bei der Bewertung überholen. Die Investoren Dragoneer, Greenoaks, Sequoia Capital und Altimeter Capital haben vereinbart, die Runde gemeinsam anzuführen, was die Bewertung des KI-Labors - das frische Kapital nicht eingerechnet - fast verdreifachen würde, wie die Financial Times berichtet. (Financial Times)
KNDS/MERCEDES - Der deutsch-französische Panzerbauer KNDS verhandelt mit Mercedes-Benz darüber, das Werk des Stuttgarter Autoherstellers in Ludwigsfelde südlich von Berlin zu übernehmen. Mercedes-Benz produziert in Ludwigsfelde seine sogenannten offenen Baumuster, insbesondere Fahrgestelle, für den Transporter Sprinter. Allerdings soll der Sprinter voraussichtlich von 2030 an im polnischen Jawor hergestellt werden. Damit liefe die Fertigung in Ludwigsfelde aus. Mit KNDS soll Mercedes nun darüber sprechen, das Werk sowie einen Teil der rund 2.000 Mitarbeiter zu übernehmen. Im Gespräch ist offenbar auch, vor einer Komplettübernahme zunächst einen Teil des Werks zu mieten und Militärfahrzeuge von KNDS sowie Vans von Mercedes parallel zu produzieren. Eine Entscheidung über die Zukunft des Standorts ist jedoch noch nicht gefallen. (Spiegel)
ADIDAS - Adidas-Chef Björn Gulden gibt sich angesichts des schwachen Verlaufs der Adidas-Aktie gelassen. "Man muss das aktuelle Umfeld betrachten. Wenn man nicht gerade Waffen oder KI verkauft, vertritt man zurzeit keine attraktive Branche am Kapitalmarkt", sagte Gulden im Gespräch mit der Wirtschaftswoche. "Der gesamte Konsumgütersektor ist angesichts der zahlreichen Unsicherheiten derzeit nicht sehr beliebt." Er sei überzeugt: "Wenn wir unser Geschäft weiterhin so erfolgreich betreiben, bekommen wir den Aktienkurs nach oben." Die Sorge um höhere Inflation und Konsumzurückhaltung spielte Gulden, der seit Anfang 2023 an der Spitze des Sportartikelkonzerns steht, herunter. Man sei im ersten Quartal um 14 Prozent gewachsen. "Wir verkaufen in vielen Ländern, in denen die Inflation gigantisch ist, die aber super gut laufen: Türkei, Argentinien, Brasilien. Adidas musste damit schon immer umgehen - und die Kollektion und Preislagen anpassen." (Wirtschaftswoche)
REVOLUT - Revolut plant die Gründung einer Privatbank in Großbritannien und hat die Lizenz erhalten, Kunden komplexe Finanzinstrumente anzubieten. Damit will das wertvollste Fintech Großbritanniens seine Attraktivität bei wohlhabenden Kunden steigern. Das in London ansässige Unternehmen hofft, seine Private-Banking-Dienste im Laufe dieses Jahres für Kunden mit Einlagen von mindestens 500.000 Pfund einführen zu können, wie die Financial Times berichtet. (Financial Times)
NASDAQ - Die US-Technologiebörse Nasdaq rüstet sich für die Aufnahme des Rund-um-die-Uhr-Handels. "Mit tokenisierten Aktien können wir in den 24/7-Modus gehen - oder 23/5, wo immer eine Stunde kein Handel stattfindet, um die Systeme zu pflegen", so Nasdaq Europe-CEO Roland Chai im Gespräch mit der Börsen-Zeitung. Chai führt für den Konzern den Bereich Digital Assets mit einem Team in New York und gestaltet damit eines der zentralen Zukunftsprojekte. (Börsen-Zeitung)
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May 15, 2026 00:32 ET (04:32 GMT)
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