DJ S&P Global: Deutsche Wirtschaft schrumpft im Mai
Von Andreas Plecko
DOW JONES--Die deutsche Wirtschaft ist im Mai aufgrund der abgeschwächten Nachfrage und des gestiegenen Inflationsdrucks den zweiten Monat in Folge geschrumpft. Der von S&P Global erhobene Sammelindex für die Produktion in der Privatwirtschaft - Industrie und Dienstleister zusammen - stieg zwar auf 48,6 von 48,4 Punkten im Vormonat, blieb damit aber unter der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten einen stabilen Stand von 48,4 erwartet.
Der Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes ermäßigte sich auf 49,9 von 51,4 Punkten im Vormonat. Volkswirte hatten einen Stand von 51,0 erwartet. Der Index für den Servicesektor legte zu auf 47,8 von 46,9 Punkten. Hier hatte die Prognose auf 47,0 gelautet.
"Mit dem von den Mai-Flashes signalisierten zweiten Wachstumsrückgang in Folge ist die deutsche Wirtschaft im zweiten Quartal 2026 auf Schrumpfkurs", erklärte Phil Smith, Economics Associate Director bei S&P Global Market Intelligence. "Angesichts des neuerlichen Auftragsrückgangs und dem nahezu stagnierenden Produktionswachstum im verarbeitenden Gewerbe scheint der dortige Aufschwung - ausgelöst durch Lageraufstockungen, um Preissteigerungen und Lieferengpässen zuvorzukommen, nachzulassen."
Außerdem schlügen sich die Störungen durch die faktische Sperrung der Straße von Hormus abermals in den Preisen nieder. So habe sich der Kostenauftrieb aufgrund von Dominoeffekten aus höheren Energiepreisen und Lieferengpässen weiter erhöht, ergänzte Smith.
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May 21, 2026 03:47 ET (07:47 GMT)
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