DJ S&P Global: Euroraum-Wirtschaft beschleunigt Talfahrt im Mai
Von Andreas Plecko
DOW JONES--Die Wirtschaft der Eurozone ist im Mai noch tiefer in die Schrumpfungszone abgesackt. Der Sammelindex für die Produktion in der Privatwirtschaft - Industrie und Dienstleister zusammen - fiel auf 47,5 Zähler von 48,8 im Vormonat, wie S&P Global im Zuge der ersten Veröffentlichung berichtete. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten einen Rückgang auf 48,6 Punkte vorhergesagt.
Oberhalb von 50 Zählern signalisiert das Konjunkturbarometer ein Wachstum, darunter deutet es auf eine Schrumpfung. Der Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes fiel auf 51,4 Punkte von 52,2 im Vormonat. Volkswirte hatten einen Rückgang auf 51,6 Zähler prognostiziert. Der Index für den Servicesektor fiel auf 46,4 Punkte von 47,6 im Vormonat. Ökonomen hatten einen Anstieg auf 47,7 Punkte erwartet.
"Der Flash-PMI für Mai zeigt, dass die Wirtschaft der Eurozone immer stärker unter den Auswirkungen des Krieges im Nahen Osten leidet", kommentierte S&P-Global-Chefvolkswirt Chris Williamson. "Die Produktion ist nicht nur den zweiten Monat in Folge gesunken, sondern sogar so stark wie seit knapp über zweieinhalb Jahren nicht mehr. Die Umfragedaten deuten darauf hin, dass die Eurozone-Wirtschaft im zweiten Quartal 2026 um 0,2 Prozent schrumpfen dürfte."
Auch der Arbeitsplatzabbau breite sich in Besorgnis erregendem Maße aus, da die Hoffnung der Unternehmen auf eine rasche Wende des negativen Geschäftsklimas schwinde, erläuterte Williamson. Besonders stark betroffen sei der Dienstleistungssektor, der unter den kriegsbedingt steigenden Lebenshaltungskosten leide.
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May 21, 2026 04:14 ET (08:14 GMT)
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