FRANKFURT (dpa-AFX) - Die jüngste Erholung hat bei Puma vorerst ihren Zenit erreicht. Einen Anreiz für Gewinnmitnahmen am Donnerstag gab nach dem zuletzt guten Lauf der Papiere die Bank of America (BofA) mit ihrer Abstufung. Inzwischen sei zu viel Optimismus eingepreist, begründete Analyst Thierry Cota sein neues Votum "Underperform".
Dem Konkurrenten Adidas traut Cota dagegen noch etwas zu und die Papiere knüpften am Donnerstag entsprechend mit einem Anstieg um ein Prozent an ihre jüngste Erholung an. Sie blieben aber noch knapp unter ihrem Vortagshoch von gut 169 Euro und auch unter ihrem Jahreshoch von 171,30 Euro, das von Anfang Januar stammt. Für Adidas hat der Experte sein Urteil von "Underperform" auf "Neutral" verbessert.
Beide Aktien hatten zuletzt im Vorfeld der Fußball-Weltmeisterschaft von der Hoffnung auf eine positive Wende profitiert. Vor allem galt dies für Puma, die 2026 mittlerweile ein Drittel an Wert gewonnen haben in der Aussicht, dass umfangreiche Restrukturierungen die Lage in einem ansonsten schwierigen Verbraucherumfeld verbessern. Die Aktien hatten am Vortag erstmals seit mehr als einem Jahr wieder die 30-Euro-Marke erreicht.
Fantasie brachte bei Puma ab Ende Januar auch der Einstieg des chinesischen Konzerns Anta Sports, der einen 29-prozentigen Anteil von der französischen Milliardärsfamilie Pinault übernimmt. Dazu schrieb Cota jedoch nun, dass er nicht mit einer Komplettübernahme durch den neuen Großaktionär rechne.
Adidas-Aktien waren zuletzt zwar auch angezogen, liegen aber 2026 noch knapp im Minus. Cota sieht bei dem Dax-Mitglied noch mehr Aufholpotenzial, zumal er nun von einem Wachstumsrückgang ausgeht, der langsamer verlaufen dürfte als bisher angenommen. Das träge Branchenwachstum werde am Markt mittlerweile verstanden./tih/ag/men
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