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Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
HSH NORDBANK - Die Staatsanwaltschaft Köln will die Cum-Ex-Ermittlungen im Umfeld der HSH Nordbank an die Staatsanwaltschaft Hamburg abgeben - acht Jahre, nachdem sie die Akte zu dem Fall angelegt hat. Es handelt sich um einen Großkomplex mit 26 Beschuldigten und einer mutmaßlichen Steuerhinterziehung von 112 Millionen Euro. Die Staatsanwaltschaft Hamburg bestätigte, dass sie gebeten worden sei, einen Fall zu übernehmen. "Am 21. Mai 2026 ist ein entsprechendes Ersuchen der Staatsanwaltschaft Köln um Prüfung der Übernahme eines Verfahrens eingegangen", sagte eine Sprecherin auf Nachfrage. Grund für das Abgabeersuchen ist offenbar, dass die Staatsanwaltschaft Köln sich als nicht zuständig ansieht. Die HSH Nordbank beantragte die Steuererstattungen bei einem Hamburger Finanzamt. Potenzieller Tatort ist aus Sicht der Kölner damit Hamburg. (Handelsblatt)
GENOSSENSCHAFTSBANKEN - Genossenschaftsbanker fürchten mit fortschreitender Konsolidierung eine Zwei-Klassen-Gesellschaft in der Finanzgruppe. Weil der Mittelbau fusionsbedingt in besonderem Maße schrumpfe, drohe das Scharnier zwischen großen und kleinen Genossenschaftsbanken wegzubrechen, mahnt die Interessengemeinschaft (IG) kleiner und mittlerer Genossenschaftsbanken. Sie vertritt rund die Hälfte der mehr als 600 genossenschaftlichen Primärinstitute in Deutschland - vor allem aber Häuser, die unter der durchschnittlichen Bilanzsumme einer Genobank von 1,9 Milliarden Euro liegen. "Die Mittelschicht verschwindet langsam", beobachtet IG-Bundessprecher Hendrik Freund. Betroffen sind Institute mit Bilanzsumme zwischen 1,9 und 3 Milliarden Euro. Von ihnen gab es Ende vergangenen Jahres nur noch 74. Sie stehen zwischen 458 Banken, die kleiner als der Durchschnitt sind, und 112 Großbanken mit mehr als 3 Milliarden Euro. (Börsen-Zeitung)
MONTE DEI PASCHI/BPM - Italiens Bankenlandschaft steht offenbar vor einer weiteren Fusion. Angeblich stehen die Monte dei Paschi di Siena und die Mailänder BPM, derzeit die Nummer drei und Nummer vier im Land, vor einem Zusammenschluss. Damit würde eine dritte große Bankengruppe mit einem Börsenwert von etwa 50 Milliarden Euro entstehen. "Ich habe den Eindruck, dass es nicht mehr lange dauern wird", sagte Stefano Caselli, Dekan der renommierten Mailänder SDA Bocconi School of Management, der Börsen-Zeitung. "Das Börsenumfeld ist derzeit sehr günstig, und es ist unklar, wie lange es so bleibt." Beide Institute hätten ein Interesse daran, durch eine Fusion zu wachsen. (Börsen-Zeitung)
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June 01, 2026 01:10 ET (05:10 GMT)
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