11.06.2026 -
Morgen geht SpaceX an die Börse und nimmt vermutlich rund 75 Milliarden US-Dollar frisches Kapital auf. Folgen dürften in diesem Jahr noch OpenAI und Anthropic, alle drei zusammen wollen rund 200 Milliarden Dollar einsammeln. Damit schlägt wieder die Stunde der Crash-Propheten: Sie sehen jetzt die entscheidende Parallelität zur Dotcom-Blase und rufen den "letzten Tanz der Bullen" aus.Nicht mit der Dotcom-Blase vergleichbar Allein schon der Vergleich der Zahlen zeigt, dass die Argumentation nicht hält: 200 Milliarden Dollar sind zwar zweifelsohne viel Geld, betrachtet man dies aber real, so sind es lediglich ca. 0,25 % der gesamten US-Marktkapitalisierung. Dies wiederum sind keine ungewöhnlichen Zahlen, die auch unter den Spitzenwerten von 2010 liegen. Zwischen 1995 und 2000 drängten Hunderte Firmen an die Börse, teilweise um unsaubere Tech-Träume zu finanzieren, und sorgten in der Summe über diese Jahre für eine viel höhere Liquiditätsabsorption als heute, zumal der Markt jetzt aus einem dreijährigen IPO-Winter aufwacht. Auch im Vergleich zur Kapitalabsorption durch neue ETFs sind die Volumen gering.
Intakte Investmentstory Letztlich ist aber das Argument auch in sich nicht logisch, dass die nun anstehenden IPOs das Ende des Bullenmarktes markieren. Es liegt vielmehr in der Natur der Sache, dass solche Mengen an Kapital nur in einem Umfeld aufgenommen werden können, in dem die AI-Investmentstory absolut intakt ist. Daraus aber eine solche Kausalität ableiten zu wollen, ist vollkommen spekulativ.
Ein Nullsummenspiel Wir sagen damit aber nicht, dass die bevorstehenden IPOs keine Marktrelevanz haben. Wahrscheinlich sind es aber eher relative Performanceverschiebungen und weniger ein Marktcrash. Sobald die neuen Giganten via Fast-Track in die großen Indizes rutschen, müssen passive ETFs kaufen. Da kein frisches Geld in die Fonds fließt, ist das ein Nullsummenspiel. Die logische Folge: ETFs müssen bestehende Positionen liquidieren. Über 60 % dieses Volumens dürfte die bisherigen Top-Schwergewichte (Apple, Nvidia, Microsoft & Co.) treffen. Das Risiko einer temporären Underperformance dieser Namen steht im Raum.
Gold & Bitcoin als "Geldautomaten" Wir vermuten, dass die Schwäche der Kryptowährungen und Edelmetalle in den vergangenen Tagen nicht von ungefähr kommt. Dies sind die ultimativen liquiditätsgetriebenen Assets, und diese Märkte werden gerne als "Geldautomat" für solche Mega-IPOs genutzt. Insgesamt bestärkt dies allerdings unsere zurückhaltende Sicht auf diese Asset-Klassen.
Erfolg der IPOs dennoch wichtig Alles in allem denken wir nicht, dass die anstehenden IPOs das Ende des Bullenmarktes einläuten. Aber ohne Frage ist der Erfolg der Börsengänge wichtig, um die Vitalität der AI-Investmentstory zu bestätigen. Am Ende aber sehen wir die Dinge positiv: Zugang zu diesen innovativen Marktführern zu schaffen, ist die Kernaufgabe des Kapitalmarktes und unter dem Strich ein leichtes Netto-Positiv für US-Aktien. In jedem Fall aber sind die daraus erfolgenden relativen Verschiebungen an den Märkten in den Investitionsentscheidungen zu berücksichtigen.
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Über die MainSky Asset Management AG
Seit 2001 steht die MainSky Asset Management AG für bankenunabhängige Vermögensverwaltung mit dem Fokus auf Familienvermögen, Family Offices und institutionelle Investoren. MainSky ist spezialisiert auf das Management von liquiden Assets. Mehrwert wird generiert, indem das Performancepotenzial für einzelne Märkte bzw. Marktsegmente aus makroökonomischen Fundamentalanalysen abgeleitet und die Portfoliostruktur aktiv auf die erwarteten Marktbedingungen ausgerichtet wird. Analyse und Meinungsbildung werden durch eigens entwickelte quantitative Modelle unterstützt. Dennoch gibt es keine Modellgläubigkeit und es erfolgt immer eine ökonomische Interpretation aller Informationen hin zu einem ökonomisch plausiblen Marktbild. Insgesamt verwaltet die Gesellschaft mit einem Team von acht Mitarbeitern rund 680 Millionen Euro in mehreren Spezialfonds, Managed Accounts und dem vermögensverwaltenden MainSky Macro Allocation Fund.
Über den MainSky Macro Allocation Fund
Der MainSky Macro Allocation Fund bietet Investoren Zugang zu den globalen Aktien- und Rentenmärkten und orientiert sich an der gleichnamigen und seit 2007 mit einem Track Record und einem herausragendem Rendite-Risiko-Verhältnis ausgestatteten Anlagestrategie. Der Investmentansatz konnte in der Vergangenheit durch konstant gute Ergebnisse überzeugen. Gerade in schwierigen Marktphasen wie der Finanzmarkt- und der Corona-Krise 2008 zeigte sich die Überlegenheit der Strategie durch erfolgreichen Kapitalerhalt. Grundlage des Ansatzes ist eine Makro- bzw. Top-Down-Analyse, aus der heraus das Management die jeweiligen Asset-Klassen und Marktsegmente allokiert. Die Finanzmärkte sind weitgehend mikro-effizient, aber makro-ineffizient. Das Fondsmanagement nutzt diese makroökonomischen Ineffizienzen durch eine flexible Assetklassen-, Sektor-, Faktor- & Länderallokation aus. Die Umsetzung der Aktienquote über ETFs ermöglicht zudem eine Partizipation an verschiedenen Faktorprämien (z.B. Low Volatility, Growth). Mit einer Aktienquote zwischen 25 und 75 Prozent strebt der Fonds eine mittelfristige absolute Wertentwicklung von 5-6 Prozent über der Geldmarktrendite sowie eine jährliche Ausschüttung von drei Prozent an. Der MainSky Macro Allocation Fund ist ein Artikel 8-Fonds gemäß der EU-Offenlegungsverordnung.
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