FRANKFURT/PARIS (dpa-AFX) - Autoaktien haben am Dienstagnachmittag spürbar nachgegeben. Die Vorzüge von Volkswagen sackten dabei sogar auf ein Tief seit 2010, nachdem die Daten des europäischen Branchenverbandes Acea Sorgen über wachsende chinesische Konkurrenz auf dem europäischen Markt weckten. Die Marktanteile chinesischer Autobauer sind zwar nach wie vor überschaubar, nehmen aber zu.
VW gaben zuletzt um 2,8 Prozent nach auf 78,04 Euro. Stellantis verloren sogar 5,8 Prozent und Renault 3,8 Prozent. BMW und Mercedes, die beide Absatzzuwächse im Mai verbuchten, gaben moderat nach. Der Branchenindex Stoxx Europe 600 Autos & Parts gab zuletzt um 1,5 Prozent nach und war zuvor zeitweise auf den tiefsten Stand seit März gefallen. Sollte es in den kommenden Tagen weiter abwärts gehen, droht ein Tief seit dem Jahr 2020.
VW, mit Abstand EU-weiter Marktführer, musste im Mai den deutlichsten Absatzrückgang verkraften. Doch auch der Absatz von Stellantis und Renault, den Nummern zwei und drei in Europa, ging zurück. Obendrein legte hierzulande der Autoabsatz kaum zu.
Auch wenn die Neuzulassungen insgesamt gesehen den vierten Monat in Folge gestiegen seien, hätten europäische Hersteller mit Ausnahme von BMW schlechter abgeschnitten als der Gesamtmarkt, schrieb etwa UBS-Analyst Patrick Hummel. Zudem seien die meisten von ihnen im Jahresvergleich im negativen Terrain./ck/jsl/jha/
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