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MÄRKTE USA/Uneinheitlich - Preiserhöhungen belasten Apple

DJ MÄRKTE USA/Uneinheitlich - Preiserhöhungen belasten Apple

DOW JONES--Im Verlauf des Donnerstagshandels setzt sich an den US-Börsen keine einheitliche Tendenz durch. Etwas Rückenwind kommt von Micron Technology und beruhigenden Inflationsdaten. Einen Dämpfer erhält die Stimmung jedoch von Apple, die die Preise einiger Produkte erhöht. Der Dow-Jones-Index gewinnt gegen Mittag (Ortszeit New York) 0,6 Prozent auf 52.170 Punkte. Der S&P-500 notiert 0,2 Prozent höher. Der Nasdaq-Composite gibt um 0,4 Prozent nach. Für den Nasdaq-100 geht es dagegen um 0,8 Prozent aufwärts.

Der Speicherchiphersteller Micron Technology haucht der KI-getriebenen Rally am Aktienmarkt neues Leben ein. Das Unternehmen hat die Markterwartungen bei praktisch allen wichtigen Finanzkennziffern klar übertroffen und den Ausblick mit einer beeindruckenden Prognose angehoben - die Aktien haussieren um 15,7 Prozent.

Marktakteure werten den Zahlenausweis als Vertrauensbeweis für das Geschäft mit Künstlicher Intelligenz. Die Geschäftszahlen "haben die Hoffnungen auf KI-getriebenes Wachstum neu entfacht und dazu beigetragen, die Angst vor einer möglichen Blase zu zerstreuen", urteilt Marktstratege Henry Allen von der Deutschen Bank. Im Schlepptau von Micron klettern im Sektor Sandisk um 18,1 Prozent, Western Digital um 7,5 Prozent und Qualcomm um 7,8 Prozent. Qualcomm hat auf seiner Investorenveranstaltung eine neue Partnerschaft mit Meta Platforms zur Entwicklung von Prozessoren für den Social-Media-Konzern angekündigt und das Umsatzziel 2029 für das Non-Handset-Geschäft (Umsätze abseits von Smartphone-Chips) auf 40 von 22 Milliarden Dollar erhöht.

Ein weiterer den Markt stützender Faktor kommt vom Ölmarkt, wo sich die Preise wieder in etwa auf dem Niveau von vor dem Iran-Krieg bewegen, auch wenn sie aktuell etwas zulegen. Tendenziell fallen die Erdölpreise jedoch mit Fortschritten bei den Friedensverhandlungen und der offenbar sicheren Passage von Tankern durch die Straße von Hormus.

Mit Erleichterung dürften auch Inflationsdaten aufgenommen werden. Der im Zusammenhang mit den Daten zu den Persönlichen Einkommen und Ausgaben veröffentlichte PCE-Index deckte sich im Mai im Großen und Ganzen mit der Konsensschätzung von Volkswirten. Der Index ist das bevorzugte Inflationsmaß der US-Notenbank. Daneben ist die Beschäftigungslage in den USA noch immer gut: Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sank in der vergangenen Woche von einem ohnehin recht niedrigen Niveau noch etwas stärker als angenommen. Das Bruttoinlandsprodukt der USA wuchs in dritter Lesung im ersten Quartal stärker als erwartet und als zunächst gemeldet. Dagegen fiel der Auftragseingang bei langlebigen Gütern im Mai etwas deutlicher als erwartet, und der Chicago Fed National Activity Index rutschte im Mai geringfügig in negatives Terrain.

Die Inflationsdaten lindern Zinserhöhungsängste, was am Anleihemarkt die Renditen leicht nachgeben lässt. Die Zehnjahresrendite sinkt um 2 Basispunkte auf 4,38 Prozent. Der Dollar gibt anfängliche Gewinne ab und tendiert knapp behauptet. Davon profitiert das Gold: Der Preis für die Feinunze steigt um 1,0 Prozent auf 4.041 Dollar. Das Edelmetall, das keine Zinsen abwirft, wird bei fallenden Zinsen für Anleger interessanter.

Die Apple-Aktie fällt um 5,7 Prozent. Der Konzern erhöht die Preise für seine Macs und iPads wegen der stark steigenden Speicherchippreise.

Bio-Techne Corporation schießen um fast 20 Prozent in die Höhe. Das Life-Science-Unternehmen wird von der deutschen Merck KGaA geschluckt. ARS Pharmaceuticals teilte mit, dass keine privaten Krankenversicherer das Neffy-Nasenspray im aktuellen Versicherungszyklus in ihre Pläne aufgenommen hätten. Die Aktien stürzen um 25 Prozent ab.

MillerKnoll verbuchten im vergangenen Quartal zwar höhere Umsätze, der designierte Interims-CEO Jeff Stutz sagte jedoch, das Unternehmen sei mit den Ergebnissen nicht zufrieden. Anleger sind offenbar anderer Meinung - der Kurs steigt um 17,7 Prozent. Passage Bio sacken um 41 Prozent ab, das Pharma-Unternehmen fusioniert mit Remix Therapeutics per Aktientausch.

=== 
INDEX          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA          52.170,46  +0,6  +321,56    51.848,90 
S&P-500         7.370,34  +0,2   +12,12    7.358,22 
NASDAQ Comp      25.379,35  -0,4   -97,29    25.476,64 
NASDAQ 100       29.454,84  +0,8  +234,78    29.220,06 
 
US-Treasuries      Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre           4,10 -0,03    4,16      4,09 
5 Jahre           4,14 -0,04    4,20      4,14 
10 Jahre          4,38 -0,02    4,42      4,36 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Mi, 19:00 Uhr 
EUR/USD          1,1385  +0,3   0,0028     1,1357     1,1360 
EUR/JPY          184,08  +0,2   0,3300     183,75    183,7300 
EUR/CHF          0,921  -0,2  -0,0015     0,9225     0,9220 
EUR/GBP          0,8612  -0,1  -0,0012     0,8624     0,8623 
USD/JPY          161,66  -0,1  -0,1100     161,77    161,7500 
GBP/USD          1,3217  +0,4   0,0052     1,3165     1,3170 
USD/CNY          6,7976  -0,2  -0,0130     6,8106     6,8106 
USD/CNH          6,7984  -0,2  -0,0140     6,8124     6,8138 
AUS/USD          0,6925  +0,4   0,0026     0,6899     0,6900 
Bitcoin/USD      59.676,18  -2,0 -1.224,73    60.900,91   59.831,91 
 
ROHOEL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         71,61  +1,8    1,27      70,34 
Brent/ICE         74,71  +1,3    0,97      73,74 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.041,47  +1,0   41,05    4.000,42 
Silber           58,64  +2,1    1,21      57,44 
Platin         1.610,51  +2,0   32,26    1.578,25 
 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/cln/mgo

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June 25, 2026 12:37 ET (16:37 GMT)

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