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Die Anteile von Rheinmetall haben sich nach ihrem historischen Crash zuletzt steil erholt, doch einen noch besseren Job dürfte jetzt Lockheed Martin machen.
Wer Rüstung will, sollte nicht Rheinmetall, sondern Lockheed Martin kaufen!
Nach dem schlimmsten Crash der Aktie seit über einem Vierteljahrhundert befindet sich Rheinmetall wieder im Aufwind. Von ihrem 52-Wochen-Tief bei rund 900 Euro haben die Anteile inzwischen fast ein Viertel zulegen und die Kurslücke damit vollständig schließen können. Anlegerinnen und Anleger hoffen darauf, dass es nach dem Gap-Close weitergeht und es nicht zu einem Fill-Return kommt, also zu neuen Verlusten unmittelbar nachdem Lückenschluss.
In den vergangenen Tagen waren jedoch auch andere Rüstungswerte gefragt. Darunter nach einer ganzen Reihe von neuen Großaufträgen auch US-Luft- und Raumfahrtkonzerns Lockheed Martin. Zwar zog die Aktie nicht ganz so dynamisch an, sie war zuletzt aber auch nicht so stark gefallen - wodurch das Chartbild insgesamt sehr viel konstruktiver ist und gegenüber Rheinmetall die bessere Ausgangslage bietet. Gleichzeitig ist die Aktie wesentlich günstiger bewertet. Wer eine aussichtsreiche Rüstungsaktie im Depot haben will, sollte jetzt besser hier zuschlagen.

Im Chart der Aktie wird eine Trendwende immer klarer zu erkennen
Langfristig befindet sich die Aktie des Herstellers namhafter Verteidigungssysteme wie dem Mehrzweckkampfflugzeug F-35, das künftig auch im Dienst der deutschen Bundeswehr stehen wird, dem Raketenartilleriesystem HIMARS und dem Luftverteidigungssystem Patriot in einem Aufwärtstrend. Im vergangenen Jahr ging es jedoch überwiegend seitwärts, erst zum Jahreswechsel und mit dem Beginn der Spannungen im Nahen Osten kam es schließlich zu einer Rallye und einem Ausbruch auf neue Allzeithochs.
Diese konnten jedoch nicht verteidigt werden, aus technischer Perspektive waren hierfür bearishe Divergenzen im Relative-Stärke-Index (RSI) verantwortlich. Fundamental ließ das Kaufinteresse nach, je größer die Friedenshoffnungen im Iran-Konflikt wurden. Die in den vergangenen Wochen steile Korrektur führte schließlich zu einer Reihe von Verkaufssignalen, wie dem Unterschreiten der gleitenden Durchschnitte sowie einem Death Cross.
Im Bereich von 500 bis 510 US-Dollar stieß Lockheed Martin schließlich auf neues Kaufinteresse. Hier traf die Aktie auf einen früheren Widerstand, der nun als Unterstützung fungiert. Gleichzeitig konnte zuletzt die Aufwärtstrendlinie gegenüber dem Tief im vergangenen Jahr behauptet werden. Auch das liefert jetzt Vertrauen und sorgt dafür, dass sich die bullishen Divergenzen im RSI und im Trendstärkeindikator MACD durchsetzen und möglicherweise in einen neuen Aufwärtstrend entfalten können.
Für diese These spricht außerdem, dass die Aktie ihre Abwärtstrendlinie ebenso wie die 50- und 200-Tage-Linie überwunden hat. Damit liegen neue prozyklische Kaufsignale vor. Im Bereich von 550 US-Dollar liegt zwar ein Horizontalwiderstand, der dürfte dem technischen Rückenwind aber nur wenig entgegenzusetzen haben, insbesondere wenn der dem MACD, wie angedeutet, zeitnah der Sprung über die Nulllinie gelingen sollte, womit er einen neuen Aufwärtstrend der Aktie anzeigen würde. Dieser hätte dann erstmal Platz bis 600 US-Dollar.
Fazit: Auch die Bewertung und der Auftragseingang überzeugen
Mit Blick auf die Unternehmensbewertung handelt die Aktie zu einem äußerst fairen Preis. Für 2026 steht ein KGVe von 18,3 zu Buche, das liegt um rund 13 Prozent unter dem Branchendurchschnitt sowie um knapp 4 Prozent unter dem 5-Jahres-Mittel. Das Kurs-Gewinnwachstumsverhältnis liegt unterdessen bei 1. Das gilt in der Fundamentalanalyse als günstig. Zum Vergleich: Das KGVe 2026 von Rheinmetall liegt nach der jüngsten Erholung wieder mit einem KGVe 2026 von 31 bewertet - und dass, obwohl das Unternehmen zuletzt erkennbare Mühe hatte, seine Geschäfte im vom Markt gewünschten Maß zu steigern.
Bei Lockheed Martin könnten außerdem die jüngsten Vertragsabschlüsse noch unterschätzt werden. Innerhalb von wenigen Tagen hatte das Unternehmen erst eine Vertragsaufstockung von 8,4 Milliarden US-Dollar über die Lieferung von Präzisionsraketen und anschließend einen Neuvertrag über die Lieferung von Abfangraketen im Wert von 35,33 Milliarden US-Dollar erhalten, nachdem der Iran-Krieg die Munitionsbestände der US-Streitkräfte aufgezehrt hat.
Daraus ergibt sich jetzt ein hochattraktives Gesamtpaket aus verbessertem Chartbild mit neuer Rallye-Chance, einer attraktiven Bewertung und Rückenwind durch milliardenschwere Vertragsabschlüsse. Wer will, kann auf dem aktuellen Kurs- und Bewertungsniveau bedenkenlos zugreifen.
Gastautor: Max Gross
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