Die Wall Street hat zum Wochenschluss wieder in den KI-Modus geschaltet. Der Nasdaq 100 gewann 1 %, der Halbleiterindex sogar 4 %. Auslöser waren neue Investitionssignale aus der Speicherbranche. Micron will seine Investitionen in US-Fabriken auf 250 Mrd. Dollar erhöhen. Die US-Notierung von SK Hynix war laut Bloomberg mehr als siebenfach überzeichnet. Das unterstreicht, dass institutionelle Anleger trotz der jüngsten Korrektur weiter auf den KI-Speicherboom setzen. Heute Morgen in Asien ist die Stimmung etwas verhaltener mit leichten Rücksetzern bei den Halbleiterwerten. Der DAX startet fast unverändert in den Handel.
Für zusätzlichen Gesprächsstoff sorgt Meta. Der Konzern führt erstmals eine kostenpflichtige Version seines leistungsstärksten KI-Modells für Entwickler ein und erschließt sich damit eine neue Erlösquelle. Das gilt als wichtiger Schritt, um die enormen KI-Investitionen künftig besser zu refinanzieren.
Auch im Datacenter-Sektor geht der Ausbau unvermindert weiter. TeraWulf plant eine Fremdfinanzierung über 3,5 Mrd. Dollar für einen neuen KI-Rechenzentrumscampus in Kentucky. Starbucks setzt derweil verstärkt auf eigene KI-Software und könnte damit künftig Teile der bisherigen Anwendungen von Microsoft und IBM ersetzen.
Die geopolitischen Spannungen zwischen den USA und Iran rückten dagegen in den Hintergrund. Sinkende Ölpreise halfen den Aktienmärkten, die erneuten Luftangriffe als begrenzte Eskalation einzuordnen. Der Fokus richtet sich nun klar auf die beginnende Berichtssaison.
Makroseitig sorgte Fed-Notenbanker John Williams für Aufmerksamkeit. Er warnte, dass eine anhaltend starke, KI-getriebene Nachfrage den Inflationsdruck erhöhen und im Extremfall weitere Zinserhöhungen erforderlich machen könnte.
Bei den Einzelwerten enttäuschte PepsiCo mit einem verhaltenen Ausblick. Höhere Benzinpreise belasteten zuletzt die Konsumlaune in Nordamerika und bremsten die Nachfrage nach Snacks und Getränken.
Schwächer tendierte ma wieder der Softwaresektor mit Wereten wie IBM oder Salesforce. Der Dämpfer kam durch die Ankündigung von Starbucks, künftig beim Einsatz betrieblicher Software vermehrt auf KI zu setzen. Es bleibt ausgesprochen klebrig im Sektor. Adobe ist mich der Software-Titel mit der größten Disruptionsgefahr unter den großen Namen.
In Deutschland schlägt Deutz hohe Wellen mit der Großübernahme von FFG. Damit wird Deutz mehr ein Rüstungs- und Infrastruktuwert als ein Motorenhersteller. Ich rechne mit einer Bewertungsexpansion in den nächsten Monaten.
Bayer stärkt seine Bilanz mit einer Eigenkapitalzufuhr von 3,0 Mrd. Euro. Apollo übernimmt dafür eine Minderheitsbeteiligung an einer neu gegründeten Gesellschaft für das LARC-Geschäft. Bayer behält die Mehrheitsbeteiligung sowie die vollständige operative Kontrolle. Der Abschluss der Transaktion wird im dritten Quartal 2026 erwartet. Parallel gibt es Fortschritte im US-Glyphosatkomplex: Ein Sammelvergleich über 7,25 Mrd. US-Dollar wurde vorläufig genehmigt. Die Anhörung zur endgültigen gerichtlichen Genehmigung ist für den 19. August angesetzt. Es läuft für uns somit nach Plan und Zielrichtung 60 €. (s. Chart)
Volker Schulz
Redaktionsleiter Hans A. Bernecker Börsenbriefe https://www.bernecker.info/

Für zusätzlichen Gesprächsstoff sorgt Meta. Der Konzern führt erstmals eine kostenpflichtige Version seines leistungsstärksten KI-Modells für Entwickler ein und erschließt sich damit eine neue Erlösquelle. Das gilt als wichtiger Schritt, um die enormen KI-Investitionen künftig besser zu refinanzieren.
Auch im Datacenter-Sektor geht der Ausbau unvermindert weiter. TeraWulf plant eine Fremdfinanzierung über 3,5 Mrd. Dollar für einen neuen KI-Rechenzentrumscampus in Kentucky. Starbucks setzt derweil verstärkt auf eigene KI-Software und könnte damit künftig Teile der bisherigen Anwendungen von Microsoft und IBM ersetzen.
Die geopolitischen Spannungen zwischen den USA und Iran rückten dagegen in den Hintergrund. Sinkende Ölpreise halfen den Aktienmärkten, die erneuten Luftangriffe als begrenzte Eskalation einzuordnen. Der Fokus richtet sich nun klar auf die beginnende Berichtssaison.
Makroseitig sorgte Fed-Notenbanker John Williams für Aufmerksamkeit. Er warnte, dass eine anhaltend starke, KI-getriebene Nachfrage den Inflationsdruck erhöhen und im Extremfall weitere Zinserhöhungen erforderlich machen könnte.
Bei den Einzelwerten enttäuschte PepsiCo mit einem verhaltenen Ausblick. Höhere Benzinpreise belasteten zuletzt die Konsumlaune in Nordamerika und bremsten die Nachfrage nach Snacks und Getränken.
Schwächer tendierte ma wieder der Softwaresektor mit Wereten wie IBM oder Salesforce. Der Dämpfer kam durch die Ankündigung von Starbucks, künftig beim Einsatz betrieblicher Software vermehrt auf KI zu setzen. Es bleibt ausgesprochen klebrig im Sektor. Adobe ist mich der Software-Titel mit der größten Disruptionsgefahr unter den großen Namen.
In Deutschland schlägt Deutz hohe Wellen mit der Großübernahme von FFG. Damit wird Deutz mehr ein Rüstungs- und Infrastruktuwert als ein Motorenhersteller. Ich rechne mit einer Bewertungsexpansion in den nächsten Monaten.
Bayer stärkt seine Bilanz mit einer Eigenkapitalzufuhr von 3,0 Mrd. Euro. Apollo übernimmt dafür eine Minderheitsbeteiligung an einer neu gegründeten Gesellschaft für das LARC-Geschäft. Bayer behält die Mehrheitsbeteiligung sowie die vollständige operative Kontrolle. Der Abschluss der Transaktion wird im dritten Quartal 2026 erwartet. Parallel gibt es Fortschritte im US-Glyphosatkomplex: Ein Sammelvergleich über 7,25 Mrd. US-Dollar wurde vorläufig genehmigt. Die Anhörung zur endgültigen gerichtlichen Genehmigung ist für den 19. August angesetzt. Es läuft für uns somit nach Plan und Zielrichtung 60 €. (s. Chart)
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