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MÄRKTE USA/Wenig verändert - US-Debüt von SK Hynix im Fokus

DJ MÄRKTE USA/Wenig verändert - US-Debüt von SK Hynix im Fokus

DOW JONES--Wenig verändert dürfte die Wall Street in den letzten Handelstag der Woche starten. Der Future auf den S&P-500 reduziert sich um 0,1 Prozent. Der Terminkontrakt auf den Nasdaq-100 fällt um 0,3 Prozent. Hier könnte es nach dem kräftigen Plus am Donnerstag zu leichten Gewinnmitnahmen kommen, heißt es. Marktteilnehmer sprechen allerdings insgesamt von Zurückhaltung vor dem Wochenende und bevor in der kommenden Woche die US-Berichtssaison Fahrt aufnimmt. Wichtige US-Daten stehen zum Wochenausklang nicht auf der Agenda. Keine neuen Entwicklungen gibt es auch im USA/Iran-Krieg, der damit etwas in den Hintergrund rückt.

In der kommenden Woche werden die US-Banken den Startschuss in die Berichtssaison geben. Am Dienstag legen JP Morgan, Bank of America, Goldman Sachs, Wells Fargo und Citigroup ihre Quartalszahlen vor. Im weiteren Wochenverlauf folgen dann unter anderem noch Netflix, UnitedHealth sowie Johnson & Johnson.

Im Technologie-Bereich steht die US-Notierung von SK Hynix im Blickpunkt. Der südkoreanische Chipkonzern hat mit dem Börsengang in den USA insgesamt 26,51 Milliarden US-Dollar eingenommen. Der Erlös stellt den bislang größten IPO eines ausländischen Unternehmens in den USA dar. SK Hynix hatte den Preis für seine Hinterlegungsscheine (ADR) vor dem Nasdaq-Debüt auf 149 Dollar pro Stück festgesetzt. Das Unternehmen plant, 177,9 Millionen ADR auszugeben, wobei zehn ADR eine Stammaktie verbriefen, wie es in einer Mitteilung hieß.

"Das ist genau die Art von Story, die Aktienanleger in die Berichtssaison hinein haben wollen", so Patrick Munnelly von Tickmill Group. "Keine abstrakte KI-Begeisterung, sondern Kapitalbeschaffung, Kapazitätserweiterung, Nachfrage nach Rechenzentren und Hardware-Engpässe." Die Bereitschaft, wieder in Hynix und den koreanischen Chip-Komplex zu investieren, zeige, dass Investoren den KI-Boom immer noch als eine strukturelle Story - nicht nur als einen Momentum-Trade - sähen, fügt er hinzu.

Der Dollar tritt erneut auf der Stelle. Die Märkte nehmen trotz erneuter Spannungen eine entschieden optimistische Haltung gegenüber dem Konflikt zwischen den USA und dem Iran ein, was den Dollar belastet, schreibt Francesco Pesole von ING in einer Research Note. Die Anleger scheinen sich an die Tatsache zu klammern, dass die technischen Gespräche weitergehen, ergänzt er.

Die Ölpreise zeigen sich weiter volatil. Der Preis für ein Barrel der Sorte Brent erhöht sich um 1,1 Prozent auf 77,10 Dollar. Die weltweite Ölnachfrage erhole sich nach monatelangen Störungen im Nahen Osten, teilte die Internationale Energieagentur (IEA) mit. Ein Wiederaufflammen der Kämpfe zwischen den USA und dem Iran habe jedoch die Aussichten mit Unsicherheit belegt, und das gerade, als sich die Märkte auf eine neue Angebotswelle im nächsten Jahr vorbereitet hätten.

Der Goldpreis gibt einen Teil seiner Vortagesgewinne wieder ab. Die Feinunze reduziert sich um 0,2 Prozent auf 4.112 Dollar. Gold dürfte kurzfristig durch geopolitische Spannungen und hohe Zinsen belastet werden, meint Ahmad Assiri, Research-Stratege bei Pepperstone. Die erneute Eskalation der Spannungen zwischen den USA und dem Iran habe das breitere Marktvertrauen belastet und die jüngste Erholung des Goldpreises untergraben. Die Anleger zögerten weiterhin, starke Long-Positionen in Gold aufzubauen, da die Renditen von US-Staatsanleihen hoch blieben und die Unsicherheit über den geldpolitischen Kurs der Federal Reserve andauere.

Erneut wenig Bewegung gibt es bei den Renditen am US-Anleihemarkt. Die Rendite zehnjähriger Papiere zeigt sich wenig verändert bei 4,54 Prozent.

Bei den Einzelwerten reduzieren sich die Aktien von Delta Air Lines um 2,2 Prozent. Die Fluggesellschaft übertraf dank der starken Reisenachfrage die Schätzungen für die Ergebnisse des zweiten Quartals. Die Aktien fallen jedoch aufgrund stark gestiegener Treibstoffkosten, während das Management davon ausgeht, an den hohen Ticketpreisen auf absehbare Zeit festzuhalten. Für die Aktien von American Airlines geht es um 1 Prozent nach unten und United Airlines fallen um 1,2 Prozent.

=== 
US-Treasuries      Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre           4,17 +0,01    4,18      4,15 
5 Jahre           4,27 -0,00    4,29      4,25 
10 Jahre          4,54 -0,00    4,56      4,52 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Do, 17:02 
EUR/USD          1,1433  +0,0   0,0005     1,1428   1,1431 
EUR/JPY          184,96  -0,3  -0,6200     185,58  185,6500 
EUR/CHF          0,9221  0,0   0,0000     0,9221   0,9224 
EUR/GBP          0,8514  -0,1  -0,0007     0,8521   0,8538 
USD/JPY          161,77  -0,4  -0,6000     162,37  162,3700 
GBP/USD          1,3424  +0,1   0,0019     1,3405   1,3388 
USD/CNY          6,7741  -0,3  -0,0180     6,7921   6,7927 
USD/CNH          6,7774  -0,3  -0,0174     6,7948   6,7955 
AUS/USD          0,6951  +0,2   0,0011      0,694   0,6938 
Bitcoin/USD      64.365,94  +1,7  1.100,54    63.265,40 62.954,09 
 
ROHÖL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         71,91  -0,2   -0,17      72,08 
Brent/ICE          77,1  +1,1    0,80      76,30 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.111,81  -0,2   -9,21    4.121,02 
Silber           59,74  -0,4   -0,25      59,99 
Platin         1.616,85  +0,4    6,54    1.610,32 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/ros/cln

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July 10, 2026 08:25 ET (12:25 GMT)

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