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WKN: 716460 | ISIN: DE0007164600 | Ticker-Symbol: SAP
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24.07.26 | 11:34
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Dow Jones News
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MÄRKTE EUROPA/Leichte Erholung - SAP nach Zahlen sehr fest

DJ MÄRKTE EUROPA/Leichte Erholung - SAP nach Zahlen sehr fest

DOW JONES--Nach dem deutlichen Rücksetzer am Vortag zeigen sich die europäischen Aktienmärkte zum Wochenausklang mit leichten Gewinnen. Der DAX legt um 0,5 Prozent auf 24.876 Punkte zu, was zum großen Teil dem Plus von 6,3 Prozent der SAP-Aktie nach Zahlen geschuldet ist. Der Euro-Stoxx-50 handelt ebenfalls 0,5 Prozent höher bei 6.239 Punkten. Hier legt der Sektor der Technologiewerte um 0,9 Prozent zu. Nach dem zwischenzeitlichen Sprung über die Marke von 100 Dollar kommt der Ölpreis wieder etwas zurück - Brent verliert 2,3 Prozent auf 98,40 Dollar.

Die Ölpreise zeigen sich zwar mit Abgaben, was aber wohl nur auf eine technische Korrektur zurückzuführen ist, nachdem Brent erstmals seit zwei Monaten wieder über die Marke von 100 Dollar pro Barrel geklettert war. Die Abgaben dürften aber durch wachsende Sorgen vor Lieferunterbrechungen im Nahen Osten begrenzt bleiben. US-Präsident Donald Trump erklärte zudem, die USA würden den Iran für künftige Angriffe der Houthi-Milizen verantwortlich machen, nachdem die Gruppe zwei saudi-arabische Tanker im Roten Meer beschossen hatte. "Die Feindseligkeiten im Roten Meer haben Sorgen vor weiteren Versorgungsengpässen geschürt", so die Analysten von ANZ Research. Dies sei eine alternative Route gewesen, über die Saudi-Arabien seit der Schließung der Straße von Hormus Öl exportiert habe.

Daneben gibt es die erwartete Verlängerung der US-Zölle. Die USA haben angekündigt, im Rahmen neuer Abgaben Zölle zwischen 10 und 12,5 Prozent gegenüber ihren wichtigsten Handelspartner zu erheben. Die Trump-Administration begründet dies mit dem Kampf gegen Zwangsarbeit. Die neuen Zölle sollen Trumps temporären globalen Zollsatz von 10 Prozent ersetzen, der am Freitag ausläuft.

Stimmungslage in Deutschland verbessert

Der Einkaufsmanagerindex (PMI) im Verarbeitenden Gewerbe in Deutschland hat sich im Juli über der Expansionsschwelle von 50 Punkten verbessert. Auch im Servicesektor ist es zu einem Anstieg gekommen. Als positiv werten Marktstrategen die von der Bundesregierung beschlossenen Reformen, während die Eskalation des Nahost-Konflikts tendenziell belaste. Es seien nicht nur die wieder steigenden Energiepreise, die Probleme machten, sondern auch Befürchtungen vor möglichen Lieferengpässen.

Die Eurozone-Wirtschaft ist im Juli auf den Wachstumspfad zurückgekehrt. Der Sammelindex (PMI) für die Produktion in der Privatwirtschaft - Industrie und Dienstleister zusammen - erhöhte sich auf 51,9 Zähler von 50,0 im Vormonat.

SAP wächst in der Cloud

Daneben liefert die Berichtssaison weiter Impulse. SAP hat solide Ergebnisse für das zweite Quartal 2026 vorgelegt, die dazu beitragen dürften, einige der KI-bezogenen Sorgen zu zerstreuen, heißt es von Metzler. Das Wachstum beim Current Cloud Backlog (CCB) habe sich entgegen den Befürchtungen einer weiteren Verlangsamung wieder beschleunigt, angetrieben durch die zugrunde liegende Geschäftsdynamik. Das operative Ergebnis habe dagegen 5 Prozent unter dem Konsens gelegen, wobei sich das Wachstum stark verlangsamt habe.

Volkswagen kassiert Umsatz- und Absatzziel

Die VW-Aktie holt anfängliche deutlichere Verluste wieder auf und liegt nur noch 0,1 Prozent im Minus. Von einem soliden zweiten Quartal spricht JP Morgan. Die Konzernmarge von 4,2 Prozent habe jedoch unter der Erwartung von 4,7 Prozent gelegen. Auch das Betriebsergebnis sei mit 3,5 Milliarden Euro unter dem vom Unternehmen ermittelten Konsens von 3,8 Milliarden Euro ausgefallen. Gleichwohl hat der Konzern nach einem schwierigem zweiten Quartal den Umsatzausblick für das Gesamtjahr gesenkt, die Margenprognose aber bestätigt. Zusätzlich hat VW auch die Absatzprognose für 2026 reduziert.

Adidas erholen sich ebenfalls vom frühen Schwächeanfall und notieren noch 3,6 Prozent im Minus. Auch die US-Peers handelten schwach, was belasten dürfte. Die Aktien von Puma verlieren 0,6 Prozent.

Atoss Software (+4,0%) hat im zweiten Quartal die zweistelligen Wachstumsraten bei Umsatz und Gewinnen fortgesetzt, die Marge verbessert und sieht sich auf Kurs für die Ziele im Gesamtjahr. Auch für 2027 bekräftigte der Workforce-Spezialist die Umsatzerwartung und will die Marge weiter verbessern.

Nachdem die Aktie von Arcadis bereits am Vortag von Übernahmegerüchten profitiert hatte, legte nun der kanadische Wettbewerber WSP ein zweites, unaufgefordertes, bedingtes und unverbindliches Angebot für alle Aktien vor. Das Gebot lautet über 51,5 Euro je Aktie, zahlbar in bar und WSP-Aktien. Ein erstes Angebot über 48,50 Euro je Aktie mit hohem Aktienanteil wurde von Vorstand und Aufsichtsrat einstimmig abgelehnt. Allerdings gibt es eine Übernahmehürde auf Grund des Ankeraktionärs, heßt es bei Jefferies. Die Lovinklaan Foundation kontrolliere 19 Prozent der Anteile und bremse schnelle Übernahme-Szenarien durch ihren Fokus auf Langfristigkeit ab. Arcadis notieren 8,7 Prozent höher bei 42,84 Euro.

=== 
INDEX          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50      6.238,63  +0,5   28,46    6.210,17    7,7 
Stoxx-50        5.399,38  +0,4   22,05    5.377,33    9,8 
DAX          24.876,00  +0,5   112,88    24.763,12    1,6 
MDAX          31.734,49  +0,2   60,77    27.039,42    3,6 
TecDAX         3.719,57  +0,5   18,12    3.091,28    2,7 
SDAX          18.132,17  +0,2   33,55    13.062,07    5,6 
FTSE          10.674,21  +0,3   35,04    10.639,17    7,5 
CAC           8.304,56  +0,1    5,47    8.299,09    1,9 
SMI          14.282,31  +0,5   67,36    14.214,95    7,7 
ATX           6.497,00  +0,6   37,79    6.459,21    22,0 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Do, 17:20 
EUR/USD          1,1386  +0,1   0,0010     1,1376   1,1371 
EUR/JPY          186,49  +0,1   0,1000     186,39  186,3500 
EUR/CHF          0,9295  +0,0   0,0004     0,9291   0,9289 
EUR/GBP          0,8539  -0,1  -0,0004     0,8543   0,8540 
USD/JPY          163,79  -0,0  -0,0600     163,85  163,8600 
GBP/USD          1,333  +0,1   0,0017     1,3313   1,3311 
USD/CNY          6,7746  +0,1   0,0045     6,7701   6,7701 
USD/CNH          6,7757  -0,0  -0,0019     6,7776   6,7758 
AUS/USD          0,6982  +0,2   0,0015     0,6967   0,6973 
Bitcoin/USD      65.406,44  +0,5   296,07    65.110,37 64.821,09 
 
ROHÖL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         90,68  -1,6   -1,51      92,19 
Brent/ICE          98,4  -2,3   -2,29     100,69 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.045,23  -0,0   -1,92    4.047,15 
Silber           58,05  +0,7    0,38      57,68 
Platin         1.590,44  -0,6   -9,81    1.600,25 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/thl/ros

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July 24, 2026 04:29 ET (08:29 GMT)

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Achtung, Korrektur!
Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

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