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Seit dem Erreichen seiner Rekordstände zu Beginn dieses Jahres hat Gold mehr als 1.500 US-Dollar je Unze verloren und damit eine der stärksten Korrekturen der vergangenen Jahrzehnte erlebt. Für viele Anleger stellt sich nun eine unangenehme Frage: Ist die Goldrally vorbei oder eröffnet die jüngste Schwächephase eine neue Einstiegsmöglichkeit?
Brad Dunkley, Mitgründer und Chief Investment Officer des kanadischen Vermögensverwalters Waratah Capital Advisors, gehört eindeutig zum zweiten Lager. In jüngsten Kommentaren erklärte der erfahrene Portfoliomanager, dass die strukturellen Faktoren, die Gold auf Rekordniveaus getrieben haben, weiterhin intakt seien. Gleichzeitig würden Regierungen und Zentralbanken zunehmend durch die hohe Verschuldung eingeschränkt, was längere wirtschaftliche Belastungen politisch und finanziell immer schwieriger mache.
Für Investoren im Bergbausektor könnte diese Debatte weitreichende Folgen haben - nicht nur für etablierte Produzenten, sondern auch für Entwickler wie Tesoro Gold (ISIN: AU0000077208), das sein El-Zorro-Projekt in Chile vorantreibt.
Warum manche Investoren die Korrektur nur als vorübergehend ansehen
Der außergewöhnliche Goldanstieg bis Anfang 2026 wurde durch eine Kombination aus Zentralbankkäufen, geopolitischen Spannungen und der Erwartung getragen, dass die US-Notenbank ihre Geldpolitik früher oder später lockern würde. Steigende Energiepreise und Inflationssorgen zwangen die Märkte jedoch dazu, ihre Zinserwartungen neu zu bewerten. Die realen Renditen stiegen, und der Goldpreis geriet deutlich unter Druck.
Dunkley ist der Ansicht, dass Investoren, die auf dauerhaft restriktive Geldpolitik setzen, die Realität unterschätzen, mit der politische Entscheidungsträger konfrontiert sind.
"Die Verschuldung ist zu hoch, daher können sie die Zinsen nicht dauerhaft steigen lassen", sagte er kürzlich gegenüber Kitco News. Sein Argument: Regierungen seien zunehmend auf niedrige Realzinsen und anhaltende Liquidität angewiesen, um Wirtschaftswachstum zu sichern und die wachsenden Schuldenberge zu finanzieren.
Nach Ansicht Dunkleys haben Politiker wiederholt gezeigt, dass sie lang anhaltende Rezessionen oder schwere Finanzkrisen nicht akzeptieren wollen. Stattdessen dürften sie weiterhin wirtschaftliches Wachstum priorisieren - selbst wenn dies letztlich lockerere geldpolitische Bedingungen und höhere Inflation bedeutet.
Das Ergebnis sei ein strukturelles Umfeld, das Gold langfristig weiterhin deutlich unterstütze.
Die Wall Street bleibt optimistisch
Dunkleys Optimismus ist kein Einzelfall. Zwar unterscheiden sich die Prognosen der Analysten hinsichtlich der Goldpreisentwicklung in den kommenden Quartalen erheblich, doch die meisten großen Finanzhäuser erwarten weiterhin Preise deutlich über dem historischen Durchschnitt.
Die Deutsche Bank und ING rechnen in ihren Basisszenarien mit einem Goldpreis von rund 4.300 US-Dollar je Unze. Goldman Sachs sieht Gold bis zum Jahresende bei 5.400 US-Dollar, Morgan Stanley bei 5.200 US-Dollar. Am optimistischsten zeigt sich JPMorgan mit einem Szenario, das einen Anstieg auf 6.300 US-Dollar vorsieht.
Selbst vorsichtigere Analysten erwarten keinen dramatischen Einbruch. TD Securities hält einen nachhaltigen Rückgang unter 3.900 US-Dollar für unwahrscheinlich - es sei denn, die US-Notenbank würde überraschend wieder zu einer restriktiveren Geldpolitik zurückkehren.
Die große Bandbreite der Prognosen spiegelt vor allem Unsicherheit über den Zeitpunkt künftiger Zinsschritte wider und weniger grundsätzliche Zweifel am Investmentcase für Gold. Zentralbankkäufe, geopolitische Fragmentierung und Sorgen über die Staatsverschuldung stützen die Nachfrage nach dem Edelmetall weiterhin.
Auch Evolution Mining vertritt diese Ansicht. In der jüngsten Investorenpräsentation argumentierte das australische Unternehmen, dass Gold zunehmend die strukturellen Veränderungen des globalen Finanzsystems widerspiegele und nicht lediglich einem klassischen Rohstoffzyklus folge. Als zentrale langfristige Treiber nennt das Unternehmen die steigende US-Verschuldung, geopolitische Spannungen und die Diversifizierung der Zentralbankreserven.
Zentralbanken kaufen weiterhin Gold
Eine der wichtigsten Stützen des Goldmarktes bleibt die Nachfrage des offiziellen Sektors.
Der World Gold Council schätzt, dass Zentralbanken allein im ersten Quartal 2026 insgesamt 244 Tonnen Gold gekauft haben. Gleichzeitig ergab eine aktuelle Umfrage, dass 89 Prozent der Reserveverwalter davon ausgehen, dass die weltweiten Goldreserven in den kommenden zwölf Monaten weiter steigen werden.
Für viele Länder ist Gold inzwischen weit mehr als nur ein Inflationsschutz. Das Einfrieren russischer Währungsreserven im Jahr 2022 beschleunigte die Bemühungen vieler Schwellenländer, ihre Abhängigkeit vom US-Dollar zu reduzieren und strategische Reserven auszubauen.
Dunkley bezeichnet die zunehmende geopolitische Fragmentierung als weiteren bedeutenden langfristigen Rückenwind für Gold. Das wachsende Misstrauen zwischen Staaten habe die Strategien des Reserve-Managements grundlegend verändert.
Warum Fondsmanager weiterhin auf Goldminenaktien setzen
Trotz seiner positiven Einschätzung für Gold selbst konzentriert Dunkley die Portfolios von Waratah auf Minenunternehmen statt auf physisches Gold.
Seine Begründung ist einfach: Viele Produzenten und Entwickler werden weiterhin so bewertet, als lägen die langfristigen Goldpreise deutlich unter dem aktuellen Marktniveau.
Selbst nach der jüngsten Korrektur erwirtschaften große Produzenten erhebliche Cashflows. Kinross Gold etwa rechnet mit einer jährlichen Produktion von rund zwei Millionen Unzen und erzielt dank einer soliden Bilanz weiterhin hohe Margen und starke freie Cashflows.
Dunkley argumentiert, dass institutionelle Investoren im Rohstoffsektor noch immer untergewichtet seien, da die breiten Aktienmärkte in den vergangenen Jahren attraktive Renditen geliefert hätten. Historisch gesehen hätten allgemeine Anleger häufig erst dann in Goldminen investiert, wenn traditionelle Sektoren schwächer wurden und rohstoffbezogene Unternehmen im Vergleich attraktiver erschienen.
Der Portfoliomanager erwartet zudem eine anhaltende Konsolidierung in der Branche, da große Produzenten ihre Reserven zunehmend durch Übernahmen ergänzen müssen - ein Trend, von dem fortgeschrittene Entwickler profitieren könnten.
Warum Tesoro Gold zunehmend Aufmerksamkeit erhält
Vor diesem Hintergrund rücken Unternehmen wie Tesoro Gold verstärkt in den Fokus.
Tesoro entwickelt das El-Zorro-Projekt in der chilenischen Atacama-Wüste weiter und arbeitet derzeit an einer endgültigen Machbarkeitsstudie, die noch in diesem Jahr abgeschlossen werden soll. Laut Analystenschätzungen könnte das Projekt jährlich rund 110.000 Unzen Gold produzieren. Der Produktionsstart wird derzeit für das Jahr 2029 erwartet.
Analysten verweisen auf mehrere Vorteile, darunter die Nähe zu bestehender Infrastruktur, den Zugang zu Strom und Wasser sowie die lange Bergbautradition Chiles. Argonaut bezeichnete Tesoro jüngst als im Vergleich zu ähnlichen Unternehmen unterbewerteten Entwickler und hob die Machbarkeitsstudie sowie eine mögliche endgültige Investitionsentscheidung als wichtige Kurstreiber hervor.
Auch operativ hat das Unternehmen seine Aktivitäten in den vergangenen Monaten beschleunigt. Laut einem Update vom Juli werden die Bereiche Engineering, Genehmigungen, Finanzierung und Infrastruktur inzwischen parallel vorangetrieben. Tesoro hat sein Team vor Ort erweitert, ein neues Büro in Chile eröffnet und eine strategische Partnerschaft mit dem Bauunternehmen STRACON geschlossen, um die Vorbereitungen und den späteren Betrieb zu unterstützen.
Darüber hinaus wurde BurnVoir Corporate Finance mandatiert, um die Projektfinanzierung zu strukturieren, während Umweltstudien und Explorationsprogramme weiter voranschreiten.
Ein neuer Goldzyklus?
Ob Gold bereits seinen Tiefpunkt erreicht hat, bleibt ungewiss. Viel wird von der Entwicklung der Inflation, der Zinspolitik und der Bereitschaft der Zentralbanken abhängen, angesichts eines schwächeren Wirtschaftswachstums an einer restriktiven Geldpolitik festzuhalten.
Investoren wie Brad Dunkley argumentieren jedoch, dass die Regeln früherer Zyklen möglicherweise nicht mehr gelten. Steigende Schulden, anhaltende geopolitische Spannungen und struktureller Druck auf die Geldpolitik könnten ein Umfeld schaffen, in dem politische Entscheidungsträger wirtschaftliche Stabilität weiterhin höher gewichten als fiskalische Disziplin.
Sollte sich diese These bewahrheiten, könnte die jüngste Korrektur rückblickend nicht als Ende der Goldrally, sondern als jener Zeitpunkt betrachtet werden, an dem Anleger begannen, die nächste Generation von Goldentwicklern genauer unter die Lupe zu nehmen. Tesoro Gold positioniert sich mit seinem fortschreitenden Projekt in Chile und den bevorstehenden Entwicklungsschritten zunehmend in genau diesem Umfeld.
Quellen:
https://www.equiti.com/jo-en/news/global-macro-analysis/gold-after-the-correction-recovery-or-further-downside/
https://www.reuters.com/business/jp-morgan-says-weaker-demand-may-cap-gold-gains-near-term-sees-rebound-late-2026-2026-07-03/
https://evolutionmining.com/
https://www.ubs.com/global/en/wealthmanagement/insights/chief-investment-office/house-view/daily/2026/latest-25062026.html
https://tesorogold.com.au/
https://www.kitco.com/news/article/2026-06-30/golds-correction-buying-opportunity-governments-wont-tolerate-economic-pain?utm_source=chatgpt.com
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Tesoro Gold
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