SAP hat beim wichtigsten Frühindikator statt der erwarteten Abschwächung das Wachstum beschleunigt. Dafür belastet die KI-Transformation kurzfristig die Gewinnmargen. Die Skepsis vor der Veröffentlichung der Q2-Zahlen (unseren Preview lesen Sie hier) am Donnerstagabend (23.7.) war groß. Tagsüber fiel die SAP-Aktie bis auf 127,50 Euro und damit auf den tiefsten Stand seit Oktober 2023. Am Freitag folgte das große Aufatmen und der Kurs zog wieder deutlich an. Entscheidend dafür war der Current Cloud Backlog (CCB), also der innerhalb von zwölf Monaten umsatzwirksame Cloud-Auftragsbestand. Der stieg im zweiten Quartal währungsbereinigt um 26% auf 22,9 Mrd. Euro. Nach +25% im Q1 hatte SAP für den Jahresverlauf eine leichte Abschwächung angekündigt; der Konsens rechnete im Q2 nur mit rund 24%. Da die erstmalige Einbeziehung des Zukaufs Reltio weniger als einen Prozentpunkt beisteuerte, blieb das organische Wachstum etwa auf dem starken Niveau des Auftaktquartals. Cloud-Umsatz und Konzernerlöse trafen die Erwartungen weitgehend. Die Clouderlöse legten währungsbereinigt um 24% auf 6,3 Mrd. Euro zu, der Gesamtumsatz um 11% auf 9,9 Mrd. Euro. Die Cloud ERP Suite wuchs um 27% und erwirtschaftet inzwischen 88% der Clouderlöse. Zudem waren KI und die Business Data Cloud zentrale Bestandteile von mehr als 90% der 50 größten Vertragsabschlüsse. Über 3.000 SAP-Berater arbeiten aktuell mit mehr als 2.000 Kunden an der KI-Einführung. ...Den vollständigen Artikel lesen ...
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