SEOUL/TOKIO/HONGKONG/SHANGHAI (dpa-AFX) - Sorgen vor wachsender KI-Konkurrenz aus China sowie überbordendem Finanzierungsbedarf für KI-Projekte haben die Börsen in Südkorea und Tokio am Dienstag nach unten gezogen. Zuvor hatten bereits KI-Riesen wie Nvidia an den US-Börsen Federn gelassen. Weiter fallende Ölpreise, die Inflationssorgen dämpfen, halfen nicht.
Der südkoreanische Leitindex Kospi knickte um rund 10 Prozent ein und notiert nun wieder auf dem Niveau von Mitte April. Die Aktien der Speicherchip-Hersteller SK Hynix und Samsung brachen jeweils um rund 13 Prozent ein. Nach der KI-getriebenen Kursrally der vergangenen Monate liegt aber etwa SK Hynix 2026 immer noch über 140 Prozent im Plus.
Der japanische Nikkei 225 fiel im späten Handel um fast 4 Prozent.
Für Nervosität der Investoren mit Blick auf die bekannten Speicherchip-Hersteller sorgte tags zuvor der Börsengang des chinesischen Chipherstellers CXMT in Shanghai. Der Börsengang war stark überzeichnet, entsprechend hoch war die Nachfrage am ersten Handelstag: Der Kurs schoss um 465 Prozent nach oben.
Am Dienstag gab es erst einmal nur kleinere Gewinnmitnahmen; die Papiere fielen um etwas mehr als zwei Prozent. Anleger setzen darauf, dass CXMT Flaggschiffen wie dem US-Unternehmen Micron, Samsung oder SK Hynix Konkurrenz macht.
Der CSI-300-Index mit den wichtigsten Werten der chinesischen Festlandbörsen sank zuletzt um 2,4 Prozent auf 4.588 Punkte. Der Hang-Seng-Index der Sonderverwaltungszone Hongkong hielt sich besser und war mit 25.194 Punkten kaum verändert.
In Australien legte der Leitindex S&P ASX 200 um 0,44 Prozent auf 8.933,90 Punkte zu./mis/zb
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