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Small- & Micro Cap Investment
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Plug Power, ITM Power, Blast Resources: Wie Uran und Wasserstoff um die Energieversorgung der KI-Industrie konkurrieren

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Während Kernenergie-Explorer auf Grundlastfähigkeit setzen, positionieren sich Wasserstoffunternehmen als dezentrale Alternative zu Dieselgeneratoren

Der Strombedarf von Rechenzentren für künstliche Intelligenz wächst schneller, als viele Stromnetze mithalten können. Zwei technologisch grundverschiedene Antworten auf dieses Problem stehen dabei zunehmend im selben Marktumfeld: Kernenergie beziehungsweise Uran als Primärenergieträger auf der einen Seite, Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie auf der anderen. Unternehmen wie der Uran-Explorer Blast Resources Inc. (WKN: A3EHMB, ISIN: CA09345L1085) und die Wasserstoffspezialisten Plug Power Inc. (WKN: A1JA81, ISIN: US72919P2020) sowie ITM Power plc (WKN: A0B57L, ISIN: GB00B0130H42) stehen damit für zwei unterschiedliche Wetten auf denselben Makrotrend.

Zwei Technologien, zwei Rollen im Energiesystem

Der wesentliche technische Unterschied liegt in der Funktion innerhalb des Energiesystems. Uran ist ein Primärenergieträger: Kernreaktoren erzeugen daraus kontinuierlich Grundlaststrom, unabhängig von Wetter oder Tageszeit - eine Eigenschaft, die für den permanenten Betrieb großer Rechenzentren relevant ist. Wasserstoff dagegen ist kein Primärenergieträger, sondern ein Energiespeicher- und -wandlungsmedium: Er muss zunächst mittels Elektrolyse aus Strom hergestellt werden, bevor er in Brennstoffzellen wieder in Strom zurückverwandelt werden kann. Diese Umwandlungskette macht Wasserstoff grundsätzlich abhängig vom Preis und der Verfügbarkeit des eingesetzten Ursprungsstroms.

Wasserstoff als Antwort auf Netzengpässe

Plug Power hat angekündigt, zu prüfen, bis zu 250 Megawatt wasserstoffbetriebenen Strom in das Netz der PJM Interconnection einzuspeisen, um den steigenden Strombedarf von KI-Rechenzentren über langfristige Verträge mit Hyperscalern und Rechenzentrumsbetreibern zu decken. Daneben adressiert das Unternehmen stationäre Anwendungen wie die Notstromversorgung von Rechenzentren als Alternative zu klassischen Dieselgeneratoren. ITM Power wiederum hat mit einer Partnerschaft zur Elektrolyse-Fertigung eine neue Nachfragekategorie im Verteidigungssektor erschlossen und profitiert parallel von der wachsenden Aufmerksamkeit für dezentrale Energielösungen im Kontext von Rechenzentren.

Der Reiz von Wasserstoff für diesen Anwendungsfall liegt in der Dezentralität und Modularität: Anlagen lassen sich vergleichsweise schnell errichten und direkt am Standort eines Rechenzentrums installieren, ohne auf den Anschluss an ein überlastetes Stromnetz warten zu müssen.

Kernenergie als Antwort auf permanenten Grundlastbedarf

Die Gegenposition wird von der Kernenergie eingenommen. Mehrere Technologiekonzerne, darunter Microsoft Corp. (WKN: 870747, ISIN: US5949181045), Alphabet Inc. (WKN: A14Y6H, ISIN: US02079K1079) und Amazon.com Inc. (WKN: 906866, ISIN: US0231351067), haben Vereinbarungen zur Nutzung von Kernenergie geschlossen, teils über Small Modular Reactors. Der Vorteil liegt in der hohen Energiedichte und der Fähigkeit, über Jahrzehnte hinweg konstant Grundlaststrom zu liefern - ein Vorteil, dem allerdings deutlich längere Planungs-, Genehmigungs- und Bauzeiten gegenüberstehen als bei Wasserstoffanlagen. Uranexplorer wie Blast Resources liefern in dieser Kette lediglich den Rohstoff-Baustein, weit vor der eigentlichen Stromerzeugung.

Blast Resources als Rohstoff-Baustein der Uran-Seite

Konkret zeigt sich der frühe Charakter der Rohstoffseite am Beispiel von Blast Resources: Das Unternehmen meldete im Juli 2026 den Fund eines rund 9 Kilometer langen Strukturkorridors auf seinen Claims im südwestlichen Athabasca-Becken - identifiziert über eine im Dezember 2024 durchgeführte Aeromagnetik-Vermessung, aus der zuvor bereits fünf priorisierte Zielzonen für weitere Explorationsarbeiten abgeleitet worden waren. Das Wales-Lake-Projekt liegt rund 30 Kilometer südlich der Lagerstätten Arrow und Triple R und grenzt direkt an das Typhoon-Projekt von Paladin Energy Ltd. (WKN: 890889, ISIN: AU000000PDN8) an. Im Vergleich zu den bereits kommerziell aktiven Wasserstoffunternehmen Plug Power und ITM Power befindet sich Blast Resources damit noch deutlich früher in der Wertschöpfungskette: vor der Ressourcenausweisung, vor Bohrergebnissen, vor jeder Förderentscheidung.

Einordnung: Kein Nullsummenspiel

Uran und Wasserstoff stehen im Kontext der Energieversorgung von Rechenzentren nicht zwangsläufig in direkter Konkurrenz um dieselben Anwendungsfälle. Während Kernenergie eher für die langfristige, großskalige Grundlastversorgung relevant ist, positioniert sich Wasserstoff eher als kurzfristig verfügbare, dezentrale Ergänzung oder Überbrückungslösung bei Netzengpässen. Für Anleger, die beide Sektoren beobachten, ist relevant, dass es sich um unterschiedliche Risikoprofile handelt: langwierige, kapitalintensive Bauprojekte auf der einen, technologisch noch nicht durchgehend wirtschaftliche Elektrolyse- und Brennstoffzellensysteme auf der anderen Seite.


Quellen

https://simplywall.st/de/stocks/us/capital-goods/nasdaq-plug/plug-power/news/der-bullenfall-fuer-plug-power-plug-koennte-sich-nach-seinem/amp

https://www.it-boltwise.de/plug-power-wasserstoff-als-wachstumsstrategie-fuer-ki-rechenzentren.html

https://www.boerse-express.com/news/articles/verteidigung-trifft-wasserstoff-itm-power-plug-power-und-nel-asa-im-haertetest-895783https://www.wallstreet-online.de/nachricht/20913072-aktien-bremsen-wasserstofffantasie-erreicht-rechenzentren-ceres-itm-power-stoppen

https://www.ad-hoc-news.de/boerse/news/ueberblick/die-plug-power-aktie-setzt-auf-wasserstoff-loesungen-und-bleibt-im-fokus/69768395

https://www.wallstreet-online.de/nachricht/21112117-ki-rechenzentren-atomstrom-blast-resources-uran-kanada-profitieren

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Blast Resources Inc.
Land: Kanadisch
ISIN: CA09345L1085
https://blastresources.com/

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