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Marc Möhrle (MFI Asset Management): LAIQON Research Spotlight

28.07.2026 -

Seit dem 22. Mai dieses Jahres befindet sich die US-Notenbank unter der Führung von Kevin Warsh. Allerdings haben wir es hier weniger mit einem einfachen Personalwechsel zu tun, sondern vielmehr mit dem Beginn eines neuen Fed-Regimes.

Die ersten Wochen unter Kevin Warsh zeigten bereits klar einen Kurswechsel des neuen Fed-Chefs auf. Warsh will viele Praktiken der Federal Reserve reformieren und es ist davon auszugehen, dass sich das institutionelle Selbstverständnis der US-amerikanischen Notenbank signifikant verändern wird.

Warsh galt in der Vergangenheit als Skeptiker einer langfristig ultralockeren Geldpolitik und war für seinen Fokus auf Preisstabilität und Marktintegrität bekannt. War das Inflationsziel unter Powell noch flexibler interpretiert, wird davon ausgegangen, dass Warsh der Preisstabilität gegenüber dem Beschäftigungsmandat einen höheren Stellenwert beimisst. Er kritisierte die veraltete Inflationsmodellierung und kündigt eine strengere geldpolitische Ausrichtung an. Auch der Rückzug aus der klassischen Forward Guidance zählt zu seinen Maßnahmen, da diese in der aktuellen geldpolitischen Lage aus seiner Sicht nicht mehr angemessen sei. Unter Powell war die Fed für die Märkte ein wichtiger "Anker" und vergleichsweise gut einschätzbar. Unter Warsh könnte sich das deutlich verändern und weniger vorhersehbar werden.

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© 2026 Asset Standard
Historische Öl-Krise - 5 Aktien, die davon profitieren!
Der Iran-Krieg hat den globalen Energiemarkt erschüttert. Zerstörte Förderanlagen, ausgefallene Transportwege und fehlende Raffineriekapazitäten sorgen dafür, dass nicht nur Rohöl, sondern vor allem Benzin und Diesel knapp und teuer bleiben könnten. Selbst ein Ende der Kämpfe würde das Problem nicht über Nacht lösen, der Wiederaufbau der Energieinfrastruktur dürfte Jahre dauern.

Während viele Anleger jetzt auf ExxonMobil, Chevron oder Shell setzen, könnte das größere Potenzial längst woanders liegen. Denn hohe Ölpreise machen neue Investitionen in Förderung, Transport und Verarbeitung wieder attraktiv. Davon profitieren vor allem jene Unternehmen, die Bohrtechnik, Ausrüstung und Dienstleistungen bereitstellen oder bereits über wertvolle Infrastruktur verfügen.

Hier dürfte die zweite Welle des Öl-Booms entstehen. Statt den bereits stark gelaufenen Produzenten hinterherzulaufen, können Anleger auf die Unternehmen setzen, die am milliardenschweren Wiederaufbau der globalen Energieinfrastruktur verdienen.

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