EQS-News: Thoughtworks
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CHICAGO, 7. Januar 2026 /PRNewswire/ -- Das Zeitalter des reinen Fokus auf Effizienz ist vorbei - das Wettrennen um Wachstum hat begonnen. Laut einer neuen Studie der globalen Technologieberatung Thoughtworks haben 77 Prozent der Führungskräfte in Unternehmen ihre KI-Strategien von Kosteneinsparungen zu Wachstum und Innovation verlagert. Bei großen Unternehmen sind es sogar 92 Prozent. ![]() Die Studie befragte 3.500 IT-Entscheider:innen und Führungskräfte sowie 3.500 Verbraucher:innen in den USA, Großbritannien, Deutschland, Indien, Brasilien, Singapur und Australien. Laut der Befragung befindet sich auch Deutschland in dem notwendigen Umbruch von effizienzgetriebenen Geschäftsmodellen hin zu Wachstum und digitalen Innovationen mit Hilfe von KI. Die Umsetzung ist allerdings noch herausfordernd: So stimmen zwar 75 Prozent der deutschen Unternehmen der Aussage zu, dass sie diesen Umschwung schaffen müssen, doch nur 28 Prozent erwarten in den nächsten zehn Jahren auch einen signifikanten Umsatzanstieg - das liegt deutlich unterhalb des globalen Durchschnitts von 45 Prozent. Dabei stehen Unternehmen in Deutschland vor einer besonderen Herausforderung: Sie versuchen, modernste KI auf veraltete, unflexible Legacy-Systeme aufzusetzen. Fast ein Viertel der Führungskräfte (24 Prozent) nennt veraltete Technologie-Systeme als Haupthindernis für die volle Potenzialentfaltung. Insgesamt zeichnet sich Deutschland durch seinen spezifischen Fokus auf Management und Entscheidungsfindung aus. Führungskräfte sehen KI als ein Werkzeug, das Mitarbeiter:innen hilft, bessere und schnellere Entscheidungen zu treffen. 42 Prozent der befragten Führungskräfte in deutschen Unternehmen erwarten den größten Effekt von KI bei der "Entscheidungsfindung der Mitarbeiter:innen". Das ist weltweit der Höchstwert und deutet auf den Wunsch hin, Bürokratie zu reduzieren und die Agilität innerhalb großer Organisationen zu steigern. Vom Back-Office zum Business-Treiber Die globalen Ergebnisse zeigen indes, dass KI sich schnell von einem Back-Office-Tool zu einem Business-Treiber entwickelt. 27 Prozent der Führungskräfte weltweit erwarten im nächsten Jahr bis zu 10 Prozent Umsatzwachstum durch KI. Indien und Brasilien haben dabei die höchsten Erwartungen: Jeweils 49 Prozent der Befragten erwarten hier mehr als 15 Prozent Umsatzsteigerung innerhalb von fünf Jahren. Deutschland ist in den Schätzungen konservativer und erwartet ein Plus von 29 Prozent, Australien gar nur 20 Prozent. An KI-Agenten zeigt sich zudem das Tempo der regionalen Entwicklung. Weltweit sagen 35 Prozent der Führungskräfte, dass KI-Agenten jetzt für sie eine Top-Priorität sind. Indien weist hier mit 49 Prozent die größte Entschlossenheit auf, gefolgt von Singapur mit 41 Prozent und Großbritannien mit 40 Prozent. Deutschland liegt mit 31 Prozent nahe am globalen Durchschnitt. Die Tendenz zeigt hierzulande zwar aufwärts - allerdings geht es langsamer voran als im Rest der Welt. "Das signalisiert einen strukturellen Wandel in der Art, wie Unternehmen ihr Wachstum planen," erklärt Rachel Laycock, Chief Technology Officer bei Thoughtworks. "Führungskräfte gehen über die Frage nach Effizienz hinaus. Sie wollen wissen, wie sie wachsen können. Unternehmen, die sich am schnellsten bewegen, integrieren KI in den Kern ihrer Geschäftsprozesse." Die Studie zeigt darüber hinaus eine signifikante Veränderung in den Vorstandsetagen weltweit: Über die Hälfte der befragten Unternehmen haben einen Chief AI Officer (CAIO) ernannt. In Indien (67 Prozent) ist diese Rolle am häufigsten zu finden, in Deutschland gab immerhin jedes zweite Unternehmen an, die CAIO-Rolle besetzt zu haben. Und der CAIO erhält mehr Gewicht: In 72 Prozent der Unternehmen, die einen CAIO beschäftigen, erhält dieser auch Budgetbefugnis und Investitionsverantwortung. In Deutschland sind dagegen zwar 31 Prozent der CAIOs für das Budget von KI-Initiativen zuständig, die Investitionen dagegen liegen bei nur einem Drittel im Aufgabenbereich der CAIOs. "Die CAIO-Rolle ist dem Experimentstadium entwachsen," betont Shayan Mohanty, Chief AI Officer bei Thoughtworks. "Sie ist heute ein zentraler Teil der Strategie. Diejenigen Unternehmen, die KI als einen Grundbaustein ihres Geschäfts verstehen, heben sich vom Wettbewerb ab." Verbraucher:innen bleiben skeptisch Insgesamt berichten die meisten Verbraucher:innen von positiven Erfahrungen mit KI. Global sagen 72 Prozent, dass KI einen Mehrwert für ihr Arbeits- oder Privatleben darstellt - in Deutschland allerdings nur 57 Prozent. Ein Viertel weltweit (Deutschland: 15 Prozent) gibt zudem an, dass KI ihnen geholfen hat, eine neue Fähigkeit zu erlernen. 13 Prozent sagen, sie hätten KI genutzt, um eine neue Einkommensquelle zu schaffen - hier liegt Deutschland mit 19 Prozent über dem Schnitt. KI verändert Talente und Arbeitsplatzwachstum In Indien melden etwa 57,1 Prozent der Unternehmen einen Nettoanstieg der durch Mensch-KI-Zusammenarbeit geschaffenen Rollen. Brasilien folgt mit 50 Prozent, Deutschland liegt mit 41 Prozent noch vor den USA (36 Prozent). 22 Prozent der Organisationen weltweit geben an, dass sie neue KI-getriebene Karrierewege geschaffen haben, die es vorher nicht gab. Auch hier hat KI in Deutschland einen stärkeren Eindruck hinterlassen und in 35 Prozent der Unternehmen neue Rollen oder Karrierepfade eröffnet. Die Studie zeigt: Unternehmen, die KI nutzen, um ihre Mitarbeiter:innen weiterzuentwickeln und zu unterstützen, werden dadurch größere Wettbewerbsvorteile haben. Weiterführende Ressourcen:
Zusätzliche Studienergebnisse: 1. Wie zuversichtlich sind Unternehmen, dass sie bei der Nutzung von KI für Wachstum vor der Konkurrenz liegen? 2. Wie weit verbreitet ist KI-FOMO unter Führungskräften? 3. Welche Rolle spielt eine klare KI-Strategie bei der erfolgreichen Einführung? 4. Was ist laut Unternehmen die größte Auswirkung erfolgreicher KI-Initiativen? 5. Was motiviert Unternehmen, transparent über KI-Nutzung zu informieren? 6. Welche Länder bewegen sich am schnellsten von Effizienz zu Wachstum? 7. Welche Märkte erwarten die größten Umsatzgewinne durch KI? 8. Wo ist die KI-Arbeitsplatzschaffung am stärksten? 9. Welche Länder zeigen das stärkste Engagement für agentische KI? 10. Wo fühlen sich Organisationen am stärksten durch Regulierung eingeschränkt? Über die Studie Über Thoughtworks Ansprechpartner: Logo - https://mma.prnewswire.com/media/1554341/5704678/ThoughtWorks_v1_Logo.jpg
![]() 07.01.2026 CET/CEST Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht, übermittelt durch EQS News - ein Service der EQS Group. |
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