FRANKFURT (dpa-AFX) - Aktien aus dem Stahlbereich sind nach ihrem jüngsten Rücksetzer wieder gefragt. Am Vortag waren sie schon mit den Metallpreisen angezogen, die sich von ihrem jüngsten Kurssturz erholten. Dieser Trend setzte sich am Dienstag fort. Im Blick stehen vor allem die Turbulenzen bei den Preisen für Gold und Silber, die von der Nominierung von Kevin Warsh als neuem Präsidenten der US-Notenbank Fed ausgelöst wurden.
Der gesamte Rohstoffsektor zeigte sich am Dienstag erneut erholt und damit auch die Stahlwerte. Während die Titel des Stahlkonzerns Salzgitter um 3,3 Prozent stiegen, zogen jene von Thyssenkrupp noch stärker um fünf Prozent an. Sie schraubten damit ihren Höchststand seit 2019 weiter nach oben. An der Pariser Börse bewegten sich die Anteile von ArcelorMittal zuletzt mit 1,4 Prozent im Plus.
Hinzu kommen gute Nachrichten aus China, wo laut dem Analysten Ephrem Ravi von der Citigroup die Lagerbestände Anfang Februar auf dem niedrigsten Niveau seit neun Jahren lagen. Derzeit zögen diese zwar an vor dem chinesischen Neujahrsfest, das am 17. Februar beginnt. Dies sei aber deutlich später als gewohnt. Dies lasse auf eine schwache Stahlproduktion im Dezember und Januar schließen.
Auch für europäische Stahlkonzerne lässt eine schwächere Produktion in China gewisse Rückschlüsse zu. Denn die EU-Kommission will die heimische Stahlindustrie mit deutlich höheren Zöllen vor Konkurrenz aus Fernost schützen. Citigroup-Experte Ravi selbst hatte im Dezember Maßnahmen gegen Billigimporte aus Fernost als entscheidende Sektor-Triebfeder für 2026 bezeichnet./tih/bek/jha/
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