Die Gesco SE muss ihre Ergebnisprognose für 2025 nochmals anpassen. Nachdem bereits im Herbst wegen eines schwachen Schlussquartals die Gewinnerwartung auf 9 bis 12 Mio. Euro reduziert worden war, rechnet der Vorstand nun nur noch mit 7 bis 10 Mio. Euro.
Auslöser ist die Insolvenz der Bergische Edelstahlwerke GmbH. Das Unternehmen war zum Jahreswechsel 2024/25 aus dem Verkauf der Geschäftsbereiche "Gießerei" und "Stahlwerk" der Tochter Dörrenberg Edelstahl hervorgegangen. Im Zuge der Transaktion waren Darlehen in Höhe von 6,3 Mio. Euro bei Gesco verblieben, die infolge der Zahlungsunfähigkeit voraussichtlich vollständig wertberichtigt werden müssen. Die einmalige Belastung trifft das Konzernergebnis entsprechend spürbar.
Operativ zeigt sich jedoch ein anderes Bild: Nach vorläufigen, noch ungeprüften Zahlen hätte das Ergebnis ohne diesen Sondereffekt am oberen Rand des bisherigen Zielkorridors gelegen. Damit deutet sich trotz der außerordentlichen Abschreibung eine stabile Entwicklung im Kerngeschäft an. Vor dem Hintergrund erster konjunktureller Aufhellungen spricht vieles dafür, dass sich die Ertragslage 2026 wieder deutlicher verbessern kann. Sobald der Markt die Sonderbelastung verarbeitet hat, dürfte dieser Ausblick stärker in den Fokus rücken.
(aktien-globlal.de, erstellt und veröffentlicht am 12.02.26, 13:19 Uhr; bitte beachten Sie unseren Disclaimer zu potenziellen Interessenkonflikten: https://www.aktien-global.de/impressum/).
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