Für Gesco verlief das vergangene Geschäftsjahr erneut unter schwierigen Vorzeichen. Vor allem im vierten Quartal blieb die Nachfrage hinter den Erwartungen zurück, weshalb die Gewinnprognose im Herbst deutlich gesenkt wurde. Doch selbst die damals angepasste Spanne von 9 bis 12 Mio. Euro erwies sich als zu optimistisch und wurde Anfang Februar nochmals auf 7 bis 10 Mio. Euro reduziert.
Operativ bewegte sich das Ergebnis zwar am oberen Rand der vorherigen Zielsetzung. Belastend wirkte jedoch die Insolvenz eines Unternehmens, das Anfang 2025 aus dem Verkauf zweier Doerrenberg-Sparten hervorgegangen war. Im Zuge der Transaktion hatte Gesco ein Darlehen von 6,3 Mio. Euro gewährt, das nun voraussichtlich vollständig wertberichtigt werden muss. Steuerliche Effekte federn den Ergebniseinbruch zumindest teilweise ab.
An der Börse hielt sich die Reaktion in Grenzen. Nach kurzer Irritation stabilisierte sich der Kurs, was auf eine Bodenbildung hindeutet. Unterstützung erhält diese Einschätzung durch interne Verbesserungsmaßnahmen: Mit dem "GESCO Business System" sollen Prozesse effizienter gestaltet und Strukturen weiter professionalisiert werden. Zudem mehren sich Signale einer leichten Belebung der deutschen Industriekonjunktur - bislang einer der zentralen Belastungsfaktoren.
Bewertungstechnisch erscheint die Aktie mit einem für 2026 erwarteten KGV von etwas über 10 moderat. Sollte sich das Umfeld tatsächlich aufhellen, eröffnet das Spielraum nach oben. Allerdings bleibt die Konjunktur der entscheidende Unsicherheitsfaktor.
(aktien-globlal.de, erstellt 19.02.26, 8:55 Uhr, veröffentlicht 19.02.26, 9:19 Uhr, bitte beachten Sie unseren Disclaimer zu potenziellen Interessenkonflikten: https://www.aktien-global.de/impressum/).
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