FRANKFURT (dpa-AFX) - Dem Dax droht nach der Rückeroberung der 25.000-Punkte-Marke am Donnerstag der Schwung wieder auszugehen. Die mit Spannung erwarteten Nvidia -Geschäftszahlen vom Vorabend gaben ihm keinen Auftrieb.
Eine Stunde vor Handelsbeginn signalisierte der X-Dax als außerbörslicher Indikator für den deutschen Leitindex ein Minus von 0,1 Prozent auf 25.157 Punkte. Sein tags zuvor ebenfalls festeres Eurozonen-Pendant EuroStoxx wird knapp in der Verlustzone erwartet.
Die jüngst aufgekommenen Sorgen im KI-Sektor konnten am Vorabend weder die KI-Koryphäe Nvidia noch der Softwarekonzern Salesforce zerstreuen. Aussagen von Nvidias Finanzchefin Collette Kress zu einem langfristig möglicherweise stärkeren Druck durch chinesische Konkurrenten ließen aufhorchen. Die Quartalszahlen von Nvidia waren erneut sehr stark. Sie reichten aber nicht aus, um den KI-Hype zurückzubringen, schrieb Marktexperte Thomas Altmann von QC Partners. Die Anleger blieben vorsichtig.
Am deutschen Aktienmarkt bleibt ebenfalls die Berichtssaison mit einer Flut von Jahreszahlen im Fokus. Die Geschäftsentwicklung der Allianz sieht ein Händler trotz eines Rekordgewinns bestenfalls im Rahmen der Erwartungen und den Ausblick darunter. Denn beim operativen Gewinn liege der Analystenkonsens bereits am oberen Ende der Unternehmens-Zielspanne. Dementsprechend dürfte die Aktie des Versicherers unter Druck geraten, auch wenn der Konzern traditionell konservativ plane - daran dürften auch das am Vorabend angekündigte Aktienrückkaufprogramm und die gute Solvabilitätsquote nur wenig ändern. Vorbörslich stand ein moderates Minus zu Buche.
Der Deutschen Telekom attestierte ein Börsianer auf den ersten Blick etwas durchwachsene Zahlen und Unternehmensziele. Der Ausblick auf das laufende Jahr könnte besser sein, sodass zunächst Gewinnmitnahmen drohten. Die gute heimische Geschäftsentwicklung sollte die Verluste aber begrenzen.
Der Rückversicherer Munich Re übertraf 2025 trotz der verheerenden Waldbrände in Los Angeles sein Gewinnziel, blieb aber hinter den Analystenerwartungen zurück. Im laufenden Jahr soll der Gewinn ungeachtet der gesunkenen Preise wie bisher geplant weiter zulegen.
Ein deutliches Umsatz- und Ergebnisplus berichtete der Internetportal-Betreiber Scout24 . 2026 soll es weiter bergauf gehen. RBC-Analystin Wassachon Udomsilpa sprach von wie gewohnt ermutigenden Resultaten des Unternehmens und sieht die Margen knapp über den Erwartungen. Für die Aktien von Aixtron ging es nach der Veröffentlichung des Geschäftsausblicks für 2026 vorbörslich deutlich nach unten./gl/mis
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