FRANKFURT/SEOUL (dpa-AFX) - Aktien aus dem Chipsektor leiden am Donnerstag besonders stark unter der Angst vor länger anhaltenden Störeffekten durch den Iran-Krieg. Jene von Infineon büßten 4,6 Prozent ein. Für die deutschen Ausrüsterwerte Aixtron, Suss und PVA Tepla ging es um bis zu 6,4 Prozent bergab. Auf europäischer Bühne fielen die Titel von STMicroelectronics und ASML jeweils um fast vier Prozent.
Auch am breiten Aktienmarkt stand negativ im Fokus, dass US-Präsident Donald Trump in seiner Rede zur Lage der Nation frühere Drohungen bekräftigte. Die dadurch wieder erhöhte Unsicherheit hatte zuvor auch schon die Börsen in Asien belastet. Titel von SK Hynix zum Beispiel waren an der Börse in Seoul um fast sieben Prozent abgesackt. Der Leitindex Kospi hatte dort 4,5 Prozent eingebüßt. In Südkorea sind die zuletzt eingepreisten Sorgen vor einer Energiekrise besonders stark spürbar, denn der Kospi hat binnen eines Monats viel kräftigere Verluste aufzuweisen als die Märkte in China, Japan, Europa und den USA.
Marktbeobachter Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets führt die Branchenverluste am Donnerstag darauf zurück, dass der Technologiesektor relativ zinsempfindlich ist und daher stärker auf hohe Energiepreise reagiert. Die Ölpreise sind am Donnerstag nach Trumps Rede wieder stark gestiegen, während die für den Öl- und Gastransport wichtige Straße von Hormus geschlossen bleibt. Noch wesentlicher sei die davon ausgehende Sorge vor Produktionsausfällen, Lieferkettenstörungen und Preissteigerungen bei Vorprodukten, so Lipkow./tih/edh/nas
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