DJ PRESSESPIEGEL/Unternehmen
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
CONTINENTAL - Der Autozulieferer Continental hat die Kanzlei Noerr vor dem Landgericht Frankfurt auf rund 130 Millionen Euro Schadensersatz verklagt. Das bestätigte eine Gerichtssprecherin auf Nachfrage des Handelsblatts. Die Klage ist bereits Ende 2025 bei Gericht eingereicht worden. Continental wirft der Noerr vor, den Konzern bei der Aufarbeitung des Dieselskandals unzureichend beraten zu haben. Dadurch seien hohe Folgekosten entstanden, unter anderem für zusätzliche Untersuchungen, die der Aufsichtsrat Ende 2021 veranlasste. In der Einladung zur Hauptversammlung spricht Continental von einer "mangelhaften" Aufarbeitung und unzureichender Kooperation mit den Behörden. Noerr weist die Vorwürfe zurück, Continental äußerte sich auf Anfrage nicht. (Handelsblatt)
VOSSLOH - Den großen Bedarf an Gas und Strom hat der Bahntechnikkonzern Vossloh nach den Worten von Vorstandschef Oliver Schuster für dieses Jahr bereits weitgehend abgesichert. "Die gestiegenen Energiekosten betreffen uns natürlich, denn in der Produktion verbrauchen wir Gas und Strom", sagte er im Gespräch mit der Börsen-Zeitung. "Aber wir sind hier gut aufgestellt: Für den größten Verbraucher im Konzern, das Stammwerk Werdohl, haben wir Gas und Strom für dieses Jahr zum allergrößten Teil abgesichert. Den verbleibenden Rest holen wir uns am Spotmarkt. Für die Weichenproduktion sind wir an den wesentlichen Standorten sogar noch für 2027 weitgehend abgesichert." Kurzfristig sei die Wirkung der Energieverteuerung also sehr überschaubar. (Börsen-Zeitung)
DEUTSCHE BAHN - Die Deutsche Bahn hat bei der Pünktlichkeit im Fernverkehr im März wieder die Schwelle von 60 Prozent überschritten. Das geht aus internen Daten des Staatskonzerns hervor, die der Süddeutschen Zeitung vorliegen und welche die Bahn auf Nachfrage bestätigte. Demnach erreichten im März 62,1 Prozent aller ICEs und ICs ihr Ziel pünktlich. An drei Tagen erreichte die Deutsche Bahn sogar wieder Pünktlichkeitswerte von mehr als 70 Prozent. Noch besser lief es Anfang April: Lag die Pünktlichkeit unmittelbar vor dem Osterwochenende noch bei unter 60 Prozent, sprang sie am Karfreitag auf 73,7 Prozent. Am Ostersamstag und Ostersonntag kamen sogar jeweils mehr als 75 Prozent aller Fernzüge pünktlich an, am Ostermontag knapp 70 Prozent. (Süddeutsche Zeitung)
GIESECKE + DEVRIENT - Dank des Strebens nach Sicherheit in der digitalen Welt hat Giesecke + Devrient im vergangenen Jahr den bisher höchsten Auftragseingang erzielt. Der Wert stieg verglichen mit 2024 um 8 Prozent auf 3,6 Milliarden Euro. "Die größten Treiber sind Themen wie Cybersecurity und Kryptologie", sagte Jan Thyen, der Geschäftsführer für Finanzen des Münchener Konzerns für Sicherheitstechnologie, im Gespräch mit der Börsen-Zeitung. Die Unsicherheit wegen der Geopolitik und der Kriege spiele auch eine Rolle. In fast jeder Division sei der Auftragseingang gestiegen. (Börsen-Zeitung)
PROJEKT PROMETHEUS - Ein von Jeff Bezos geführtes Unternehmen hat einen Mitbegründer von xAI aus einer Position bei OpenAI abgeworben. Das geheimnisvolle Startup des Tech-Milliardärs stellt derzeit in hohem Tempo Personal ein, um sein Ziel zu verfolgen, KI-Systeme zu entwickeln, die den Industriesektor transformieren können. Kyle Kosic hat sich dem Projekt Prometheus angeschlossen - so der Codename für das neue Unternehmen unter der Leitung von Bezos und dem ehemaligen Google-Manager Vikram Bajaj -, wie die Financial Times berichtet. Als Mitbegründer von xAI an der Seite von Elon Musk leitete Kosic das Infrastruktur-Team hinter dem Colossus-Supercomputer, bevor er 2024 zu seinem früheren Arbeitgeber OpenAI zurückkehrte. Er werde bei Prometheus weiterhin an KI-Infrastrukturprojekten arbeiten. (Financial Times)
AMAZON - Amazon befindet sich in Gesprächen über die Übernahme des Satellitenkommunikationskonzerns Globalstar - ein Geschäft, das die Bemühungen des E-Commerce-Riesen stärken würde, sein eigenes Geschäft mit Satelliten in einer niedrigen Erdumlaufbahn aufzubauen. Laut Financial Times verhandeln beide Seiten nach langwierigen Gesprächen immer noch über einige der komplexen Details des Deals. Ein erschwerender Faktor ist der Anteil von 20 Prozent, den Apple an Globalstar hält, was Verhandlungen zwischen Amazon und Apple erforderlich macht, so die Zeitung unter Berufung auf Insider. Die Übernahme der Gruppe würde Amazons Bestreben beschleunigen, mit Elon Musks SpaceX und dessen orbitalem Internetdienst Starlink zu konkurrieren. Bisher wurde kein Abschluss erzielt, und die Gespräche könnten sich noch verändern oder scheitern. (Financial Times)
- Alle Angaben ohne Gewähr.
Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com
DJG/brb/mgo/sha
(END) Dow Jones Newswires
April 08, 2026 00:48 ET (04:48 GMT)
Copyright (c) 2026 Dow Jones & Company, Inc.




