DJ PRESSESPIEGEL/Unternehmen
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
LUFTHANSA - Lufthansa-Chef Carsten Spohr schließt angesichts von Streiks ein Einknicken gegenüber den Gewerkschaften Vereinigung Cockpit und Ufo aus. "Lieber einige Tage mit einem streikbedingt reduzierten Angebot der Lufthansa-Gruppe als irgendwann dauerhaft mit einer deutlich reduzierten Kernmarke", sagte er der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ). Strukturen müssten modernisiert werden, um der margenschwachen Kernmarke Wachstumsperspektiven zu geben. Zur Flottenplanung sagte Spohr: "Wir operieren Flugzeuge ausschließlich dort, wo sie Wert generieren." (FAZ)
LUFTHANSA - Mitten im laufenden Pilotenstreik bei Lufthansa übt der frühere Tarifverantwortliche der Pilotenvereinigung Cockpit (VC) scharfe Kritik an seiner früheren Gewerkschaft. Marcel Gröls spricht im Spiegel von einem "historischen Machtverlust" der VC und einem Verhältnis zur Lufthansa, das "seit Jahren toxisch" sei. Als Beleg nennt Gröls symbolträchtige Eskalationen: "Streikaufrufe am Abend des Neujahrskonzerts der Lufthansa. Ein Streik an einem Weihnachtsfeiertag. Aktuell wieder ein Streik im zeitlichen Kontext zur Hundertjahrfeier." Der Machtverlust zeige sich auch strukturell: Die neu gegründete City Airlines tarifiere bereits mit Verdi, nachdem schon die Tochter Discover mit Verdi tarifiert wurde. Gröls warnt, Eurowings und Lufthansa Cargo könnten folgen. "Dann hätte die VC die großen Töchter verloren und nur noch die stagnierende Mutter." (Spiegel)
OPEL - Der Betriebsrat von Opel übt scharfe Kritik an der Ankündigung des Mutterkonzerns Stellantis, in Rüsselsheim 650 Ingenieurstellen abzubauen. Die Arbeitnehmervertreter seien am Freitag erst kurz vor der Benachrichtigung von Belegschaft und Medien über die Pläne informiert worden, heißt es in einem am Montag an die Opel-Mitarbeiter verteilten Schreiben, das der FAZ vorliegt. "Den avisierten Abbau werden wir nicht einfach hinnehmen", heißt es in dem Papier, das von den IG-Metall-Vertretern im Rüsselsheimer Betriebsrat verfasst wurde. "Statt Stellen zu streichen, "sollte das bestehende Know-how genutzt werden, um den aktuell existierenden Vorsprung chinesischer Hersteller schnellstmöglich aufzuholen". Nötig sei eine faire Arbeitsteilung zwischen den verschiedenen Entwicklungszentren im Stellantis-Konzern. (FAZ)
COMMERZBANK - Die Commerzbank zeigt inmitten des Abwehrkampfes gegen Unicredit in Frankfurt verstärkt Flagge. So wird an der Frankfurt School of Finance & Management das Commerzbank-Mittelstandsinstitut aufgebaut, für das nun ein Sponsoringvertrag unterzeichnet worden ist, wie die Business School mitteilte. Das ermögliche es, je eine Forschungsprofessur, Praxisprofessur sowie Postdoc-Stelle zu etablieren. Angedacht ist demnach die Verzahnung von Wissenschaft und Praxis, etwa mittels Gastvorlesungen und Fallstudien, zu Strategie-, Finanzierungs- und Zukunftsfragen des deutschen Mittelstands. (Börsen-Zeitung)
ROSSMANN - Das Drogerieunternehmen Rossmann will die von der Bundesregierung angekündigte Möglichkeit einer steuer- und abgabenfreien Prämie für die Mitarbeiter nutzen, um die Belastung durch die Spritpreise zu kompensieren, sobald sie rechtskräftig ist. Das Unternehmen plant, seinen Mitarbeitern zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Soforthilfe von 500 Euro zu zahlen, Verkaufshilfen erhalten 250 Euro, sagte Firmeninhaber Raoul Roßmann dem Handelsblatt. "Wir sind der Bundesregierung dankbar für diese kluge und weitsichtige Entscheidung", sagte Roßmann. "Die Erfahrung hat uns recht gegeben: Dieses Instrument wirkt." Rossmann hatte bereits die steuer- und abgabenfreie Inflationsausgleichsprämie während der Coronapandemie voll ausgenutzt und damals 105 Millionen Euro an die Mitarbeiter gezahlt. Auch andere vom Handelsblatt befragte Unternehmen erwägen, die Prämie zu zahlen. Doch nicht alle können sich das leisten. (Handelsblatt)
META - Meta baut eine auf Künstlicher Intelligenz basierende Version von CEO Mark Zuckerberg, die an seiner Stelle mit Mitarbeitern interagieren kann. Dies ist Teil eines umfassenderen Vorstoßes, den Big-Tech-Konzern rund um das Thema KI neu aufzustellen. Wie die Financial Times berichtet, entwickelt Meta fotorealistische, KI-gestützte 3D-Charaktere, mit denen Nutzer in Echtzeit interagieren können. Das Unternehmen hat demnach kürzlich damit begonnen, einer Zuckerberg-KI-Figur Priorität einzuräumen. Der Meta-Chef ist laut Zeitung persönlich in das Training und Testen seiner animierten KI involviert, die den Mitarbeitern Gespräche und Feedback anbieten könnte. Der Charakter werde auf die Eigenheiten, den Tonfall und die öffentlich zugänglichen Aussagen des Milliardärs sowie auf seine eigenen aktuellen Überlegungen zu Unternehmensstrategien trainiert, damit sich die Mitarbeiter durch die Interaktionen stärker mit ihm verbunden fühlen. (Financial Times)
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April 14, 2026 00:29 ET (04:29 GMT)
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