DJ PRESSESPIEGEL/Unternehmen
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
UNICREDIT/COMMERZBANK - Die Finanzaufseher bei Bafin und EZB prüfen offenbar die jüngste Kommunikation der Unicredit im Zusammenhang mit ihrem Versuch, die Commerzbank zu übernehmen. Laut SZ-Informationen geht es darum, ob Unicredit so die Commerzbank geschäftlich und kreditseitig beeinträchtigt haben könnte. In einer öffentlich zugänglichen Telefonkonferenz mit Analysten hatte Unicredit-Chef Andrea Orcel am Montagmorgen gesagt, die Commerzbank sei überbewertet und dauerhaft allein nicht überlebensfähig. Am Dienstagabend schaltete die italienische Großbank auf Facebook noch eine inzwischen gelöschte Anzeige, die der Süddeutschen Zeitung vorliegt. Darin wurde die Commerzbank in grau dargestellt, mit den in Rot gehaltenen Schlagworten "vernachlässigt", "unsicher" und "kurzfristig orientiert". Daneben die "Vision" der Unicredit für eine von ihr kontrollierte Commerzbank, die "stark" sei, "wettbewerbsfähig" und ein "führender Anbieter". Während die Äußerungen von Orcel im Call noch als zulässige Meinungsäußerung eines kritischen Großaktionärs gewertet werden dürften, soll gerade die Anzeige dem Vernehmen nach Irritation bei den Aufsehern ausgelöst haben. "Sollten aus regulatorischer Sicht Bedenken bestehen, werden wir das aufgreifen und vollständig mit den zuständigen Stellen zusammenarbeiten", sagt ein Unicredit-Sprecher. (Süddeutsche Zeitung)
HUGO BOSS - Der Metzinger Modekonzern Hugo Boss will sein Engagement im Bereich Sport-Sponsoring reduzieren: "Jedenfalls möchten wir künftig vor allem in drei Sportarten vertreten sein: Tennis, Golf und Formel 1", sagte Grieder dem Focus. Erst kürzlich hat sein Unternehmen angekündigt, ab 2027 als Ausstatter bei den Australian Open einzusteigen, einem der größten Tennisturniere der Welt. Trotz der Millionenkosten müsse das noch nicht das Ende im Bereich Tennis sein: "Mal schauen, was sich ergibt." Grieder kündigte an, sich im Gegenzug aus anderen Sportbereichen zurückzuziehen: "Wir werden unser Engagement an anderen Stellen runterfahren, ja. Weil wir verstanden haben, wo man uns erwartet - und wo nicht." (Focus)
RITTER SPORT - Ritter Sport reagiert auf Verluste im vergangenen Geschäftsjahr und baut am Stammsitz in Waldenbuch erstmals in seiner mehr als 110-jährigen Firmengeschichte Stellen ab. Das bestätigte der zweitgrößte Schokoladenhersteller Deutschlands dem Handelsblatt. In der Verwaltung soll etwa jeder zehnte Job wegfallen. Dort arbeiten rund 700 der insgesamt 1.900 Beschäftigten. Zuerst hatte die Lebensmittel Zeitung über den Stellenabbau berichtet. Die Mitarbeitenden informierte das Unternehmen am Dienstag. Es werde einen Sozialplan und eine Transfergesellschaft geben, sagte ein Unternehmenssprecher. Die Entscheidung für den Stellenabbau sei sehr schwergefallen, sagte Firmenchef Andreas Ronken dem Handelsblatt, "weil sie Menschen betrifft, die über viele Jahre Verantwortung bei Ritter übernommen haben". (Handelsblatt)
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April 24, 2026 00:51 ET (04:51 GMT)
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