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MÄRKTE EUROPA/Ruhiger Wochenausklang - SAP startet gut ins Jahr

DJ MÄRKTE EUROPA/Ruhiger Wochenausklang - SAP startet gut ins Jahr

DOW JONES--Die europäischen Aktienmärkte sind am Freitag kaum verändert in den Handelstag gestartet. Während der DAX bei 24.165 Punkten stagniert, gibt der Euro-Stoxx-50 um 0,3 Prozent nach. Das Schlagzeilenrisiko bleibt vor dem Wochenende allerdings hoch, während die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran weiterhin eine unübersichtliche Hängepartie bilden. Brent handelt mit rund 107 Dollar je Barrel am Terminmarkt weiter fest, was bei Anlegern eher zu Risikoaversion führen sollte.

Ölnotierungen über 100 Dollar bergen auf Dauer die Gefahr, die globale Wirtschaft zu belasten und die Inflation anzuheizen. So hat die Inflation in Japan im März leicht angezogen. Die Auswirkungen des Krieges im Nahen Osten trieben auch dort die Energiekosten in die Höhe. Dies schafft ein uneinheitliches Umfeld für die Zentralbank vor ihrer Sitzung in der kommenden Woche. Der Dollar zeigt eher Stärke, der Euro notiert mit 1,1681 kaum verändert zum Greenback, während Anleihen etwas schwächer tendieren.

Am Vormittag steht der Ifo-Geschäftsklimaindex für April auf der Agenda, der etwas leichter erwartet wird. Aktuell läuft die Dividendensaison, am Freitag schütten unter anderem ASML (jeweils je Aktie 2,70 EUR), Beiersdorf (1,00 EUR), Eon (0,57 EUR) und Schaeffler (0,30 EUR) an ihre Anteilseigner aus.

Positive Nachrichten gibt es derweil von der Berichtssaison. Am Vorabend überzeugten aus dem DAX bereits SAP und Siemens Energy. Das erste Quartal von SAP ist für die Analysten von Jefferies letztendlich deutlich besser ausgefallen als befürchtet. Da die Prognose für das Gesamtjahr weitgehend unverändert blieb, werden sich viele Anleger aber fragen, ob die jüngsten Pressekommentare - die KI mit dem Cloud-Übergang bei SAP verglichen - notwendig waren. Die Aktie notiert mit Plus 6 Prozent an der DAX-Spitze.

Nach einem vörbörslichen Plus von 6 Prozent notiert die Aktie von Siemens Energy nun 2.6 Prozent im Plus. Die Erwartungen an der Börse an die Geschäftsentwicklung waren im Vorfeld teils hoch, nach einem Plus von rund 50 Prozent seit Jahresbeginn ist schon vieles eingepreist. Für die Analysten der RBC liegt der Auftragseingang rund 14 Prozent über Konsens, Umsatz und Gewinn vor Sondereffekten verfehlten diesen dagegen um jeweils 5 Prozent. Der freie Cashflow vor Steuern betrug 2,0 Milliarden Euro, der Konsens hatte 1,4 Milliarden veranschlagt.

Am Morgen legte zudem Atoss Software (+7,5%) Geschäftszahlen vor und hob zudem den Ausblick für die operative Gewinnmarge für das Gesamtjahr an. Der Münchener Workforce-Spezialist konnte im ersten Quartal die zweistelligen Prozentwachstumsraten fortsetzen und dabei sowohl die Gewinne steigern als auch die Margen weiter verbessern.

Aber auch aus Europa kommen Geschäftszahlen, vor allem aus dem Bausektor - die aber nicht zu Kurssteigerungen führen. So bestätigte Vinci (-1,8%) ihre Prognosen für das Jahr nach einem leichten Umsatzrückgang im ersten Quartal und trotz der Unsicherheit über die potenziellen Auswirkungen des Krieges im Iran. Der Auftragseingang kletterte um 5 Prozent auf 17,4 Milliarden Euro, während der Auftragsbestand Ende März mit 74,9 Milliarden Euro einen neuen Rekordwert erreichte.

Holcim (-0,4%) lieferte für die Analysten der RBC im ersten Quartal eine robuste Entwicklung ab: Das wiederkehrende EBIT belief sich auf 431 Millionen Franken und lag damit 5,9 Prozent über dem vom Unternehmen zusammengestellten Konsens. Zudem bestätigte die schweizerische Gruppe die Prognose für das Gesamtjahr 2026 in vollem Umfang.

Electrolux ist in den ersten drei Monaten des Jahres in die Verlustzone gerutscht, die Aktie bricht in Folge um rund ein Viertel ein. Das Unternehmen sah sich mit einem schwierigen Preisumfeld in den USA und mit Zollkosten konfrontiert, bestätigte aber seinen Gesamtausblick.

=== 
INDEX      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50  5.875,24  -0,3   -19,49    5.894,73    1,4 
Stoxx-50    5.051,25  -0,4   -19,40    5.070,65    2,7 
DAX      24.165,46  +0,0   10,01    24.155,45    -1,3 
MDAX      30.524,06  -1,1  -327,68    27.039,42    -0,3 
TecDAX     3.674,66  +0,7   26,57    3.091,28    1,5 
SDAX      17.824,32  -0,3   -58,51    13.062,07    3,8 
CAC       8.162,68  -0,8   -64,64    8.227,32    0,2 
SMI      13.167,03  -0,6   -81,03    13.248,06    -0,8 
ATX       5.757,61  -1,0   -56,08    5.813,69    8,1 
 
DEVISEN     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Mi, 18:22 
EUR/USD      1,1692  +0,1   0,0009     1,1683   1,1711 
EUR/JPY      186,68  +0,1   0,1000     186,58  186,8000 
EUR/CHF      0,9194  +0,1   0,0010     0,9184   0,9175 
EUR/GBP      0,8673  -0,0  -0,0002     0,8675   0,8674 
USD/JPY      159,65  -0,0  -0,0600     159,71  159,5000 
GBP/USD      1,3474  +0,1   0,0007     1,3467   1,3497 
USD/CNY      6,8341  +0,1   0,0081     6,8260   6,8275 
USD/CNH      6,835  +0,0   0,0007     6,8343   6,8312 
AUS/USD      0,713  +0,0   0,0002     0,7128   0,7156 
Bitcoin/USD  77.616,27  -0,4  -304,73    77.921,00 79.167,01 
 
ROHÖL      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex     96,76  +1,0    0,91      95,85 
Brent/ICE     106,39  +1,3    1,32     105,07 
 
Metalle     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold      4.692,10  -0,0   -0,59    4.692,69 
Silber       74,85  -0,8   -0,58      75,43 
Platin     1.983,88  -1,1   -22,17    2.006,05 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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April 24, 2026 04:01 ET (08:01 GMT)

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