EQS-Ad-hoc: Rheinmetall AG / Schlagwort(e): Mergers und Acquisitions / Verkauf von Unternehmensteilen Mit dem Verkauf seiner zivilen Aktivitäten erreicht der Rheinmetall-Konzern einen Meilenstein in der strategischen Neuausrichtung. Rheinmetall und die in München ansässige Industriegruppe AEQUITA haben nun einen Kaufvertrag unterzeichnet, der der bisherigen Rheinmetall-Division Power Systems eine Zukunft unter neuer Führung eröffnet. Rheinmetall fokussiert sich seit geraumer Zeit auf das stark wachsende Geschäft mit den militärischen Kunden und den Sicherheitsbehörden und weitet gleichzeitig das technologische Portfolio auf die Domänen Air, Sea und Space aus. Seit vergangenem Jahr hat der Konzern Gespräche mit potenziellen Interessenten für das zivile Geschäft geführt, die nun mit der vertraglichen Vereinbarung zum Firmenverkauf an AEQUITA erfolgreich abgeschlossen wurden. Die Transaktion, für die ein Abschluss im vierten Quartal 2026 angestrebt wird, steht unter dem Vorbehalt der Freigabe durch die zuständigen Aufsichtsbehörden. Der vorläufige Kaufpreis für 100% der Anteile beträgt 350 MioEUR und unterliegt bis Closing marktüblichen Anpassungsmechanismen. Der tatsächliche finale Kaufpreis kann von diesem Wert daher abweichen. Bereits seit der Berichterstattung für das vierte Quartal 2025 ist die Division Power Systems, die 2025 einen Umsatz rund 2 MrdEUR erwirtschaftete, als "nicht fortgeführte Aktivität" des Konzerns klassifiziert. In diesem Zusammenhang ist für den nicht fortgeführten Geschäftsbereich eine weitere nicht zahlungswirksame Wertberichtigung in der Größenordnung von rund 200 MioEUR zu erfassen. Im Konzernabschluss 2025 war eine Wertberichtigung von 350 MioEUR erfasst worden, die in der ad-hoc-Mitteilung vom 17.12.2025 angegeben wurde. Insbesondere die weitere Verschlechterung der Geschäftslage im Automotive-Bereich hatte Auswirkungen auf die Umstände und Konditionen der finalen Einigung. Aufgrund der Zuordnung der Wertminderung zum nicht fortgeführten Geschäftsbereich sind mit dieser Wertberichtigung keine Liquiditäts- oder Ergebnisauswirkungen für die fortgeführten Aktivitäten des Konzerns verbunden. Die endgültige bilanzielle Behandlung ist abhängig von dem Wert verschiedener Bilanzpositionen zum Vollzugszeitpunkt und kann sich gegenüber dem oben genannten Betrag noch verändern. Nach dem 2023/2024 bereits erfolgten Verkauf der Aktivitäten im Bereich der Groß- und der Kleinkolben vollzieht Rheinmetall mit dem Verkauf seiner zivilen Sparte wie angekündigt den entscheidenden Schritt seiner Transformation zu einem domänenübergreifenden Systemhaus der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie, das ein breites Produkt- und Leistungsspektrum für den Einsatz zu Lande, zu Wasser, in der Luft und im Weltraum bietet. Kontakt: Dr. Philipp von Brandenstein +49 (0) 211 473 4300, philipp.vonbrandenstein@rheinmetall.com Ende der Insiderinformation 03.06.2026 CET/CEST Die EQS Distributionsservices umfassen gesetzliche Meldepflichten, Corporate News/Finanznachrichten und Pressemitteilungen. |
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