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WKN: 4008 | ISIN: EU000000EZB0 | Ticker-Symbol: -
1-Jahres-Chart  (nicht börsennotiert)
EUROPAEISCHE ZENTRALBANK Chart 1 Jahr
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Dr. Holger Schmieding (Berenberg): EZB: die falsche Antwort auf den Iran-Schock

10.06.2026 -

Die Europäische Zentralbank steht kurz davor, einen Fehler zu begehen. Die erwartete Zinserhöhung um 25 Basispunkte droht, die bereits angeschlagene Konjunktur in der Eurozone weiter zu schwächen, ohne dass dies für das Eingrenzen der Inflationsgefahren nötig wäre.

Die wirtschaftliche Lage der Eurozone hat sich verschlechtert: Das Verbrauchervertrauen ist eingebrochen, während der Einkaufsmanagerindex im Mai auf 48,5 Punkte gesunken ist und somit eine schrumpfende Konjunktur im privaten Sektor signalisiert. Der Irankrieg trifft die Eurozone hart. Da es sich um einen angebotsseitigen Energieschock handelt, kann die Geldpolitik die gestiegenen Preise für Energie und Transport nicht direkt bekämpfen. Das Risiko für ausgeprägte Zweitrundeneffekte ist nicht allzu ausgeprägt, da der stagnierende Arbeitsmarkt mit einer Arbeitslosenquote von rund 6,3 % deutliche Lohnerhöhungen erschwert und die schwache Verbrauchernachfrage die Unternehmen daran hindert, ihre Zusatzkosten voll weiterzugeben. Die Gefahr einer echten Inflationsspirale ist heute weit geringer als im Jahr 2022. Damals hatte die EZB mit einer bereits im Jahr 2021 viel zu expansiven Geldpolitik die Basis für den Inflationsschub des Jahres 2022 gelegt. Heute ist die Ausgangslage anders. Vor dem Irankrieg hatte sich die Inflation bei 2 % eingependelt. Angesichts einer drohenden Stagflation mit einem prognostizierten BIP-Wachstum von lediglich 0,1 % im dritten Quartal 2026 nach einer Stagnation im zweiten Quartal braucht die EZB nicht auf die geldpolitische Bremse treten. Die schwache Nachfrage wird die mittelfristigen Inflationsgefahren auch ohne höhere Zinsen hinreichend eingrenzen. Einen einmaligen Zinsschritt von 25 Basispunkten im Juni könnte die angeschlagene Konjunktur vielleicht noch halbwegs verkraften. Sollte sie aber im Juli oder September darüber hinaus gehen, könnte sie die Eurozone damit im schlimmsten Fall sogar in eine hausgemachte Rezession stürzen.

© 2026 Asset Standard
Software vor dem Comeback – diese 5 Aktien könnten durchstarten!
Während Halbleiter- und KI-Infrastrukturwerte von einem Hoch zum nächsten jagen, wurden viele Software-Aktien in den vergangenen Monaten regelrecht aus den Depots gedrängt. Die Angst vor Disruption hat Investoren zu einem radikalen Strategiewechsel veranlasst – mit der Folge, dass zahlreiche Qualitätsunternehmen heute auf Mehrjahrestiefs notieren.

Doch genau hier entsteht eine seltene Chance. Denn während die Bewertungen im Halbleitersektor inzwischen auf ambitionierten Niveaus liegen, ist der Bewertungsabschlag bei Software-Titeln so hoch wie seit Jahren nicht mehr. Gleichzeitig liefern viele Unternehmen weiterhin starke Wachstumszahlen und integrieren KI erfolgreich in ihre Geschäftsmodelle. Die Diskrepanz zwischen Kursentwicklung und operativer Stärke könnte sich schon bald auflösen.

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