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Erste metallurgische Untersuchungen stützen das Potenzial zur Herstellung separater hochgradiger Niob- und Seltene-Erden-Konzentrate aus einem der größten aufstrebenden Projekte für kritische Rohstoffe in Brasilien.
St George Mining (ISIN: AU000000SGQ8) hat vielversprechende metallurgische Ergebnisse aus der frühen Entwicklungsphase seines Araxá-Projekts in Brasilien veröffentlicht. Die Resultate liefern weitere Hinweise darauf, dass das Unternehmen in der Lage sein könnte, marktfähige Niob- und Seltene-Erden-Produkte aus demselben Erzstrom herzustellen. Die Ergebnisse stellen einen wichtigen Meilenstein für die Entwicklung eines Projekts dar, das bereits über eine bedeutende Mineralressource verfügt und sich in einer der weltweit etabliertesten Niob-Regionen befindet.
Der an der australischen Börse ASX notierte Explorationskonzern teilte mit, dass Aufbereitungstests mittels Flotation an rund fünf Tonnen oberflächennahen Saprolitmaterials Niobkonzentrate mit Gehalten von 39,6% beziehungsweise 40,2% Niobpentoxid (Nb2O5) hervorbrachten. Die entsprechenden Ausbringungsraten lagen bei 54,3% und 46,0%. Die Tests wurden im Rahmen von offenen Flotationskreisläufen durch die brasilianische Forschungseinrichtung CIT-SENAI durchgeführt.
Besonders bemerkenswert ist, dass die erzielten Konzentratgehalte und Rückgewinnungsraten innerhalb der Bandbreite liegen, die typischerweise von bestehenden Niobminen erreicht wird, welche vergleichbare, in Pyrochlor gebundene Mineralisierungen verarbeiten. Das Unternehmen weist darauf hin, dass künftige Tests mit geschlossenen Kreisläufen und Recyclingströmen, die kommerzielle Betriebsbedingungen besser simulieren, die Ausbringung und Produktqualität weiter verbessern könnten.
Neben den Niobergebnissen zeigte das Testprogramm auch das Potenzial zur Gewinnung Seltener Erden über einen separaten Verarbeitungsstrom. Das aus den Rückständen der Niobflotation gewonnene Seltene-Erden-Konzentrat erreichte einen Gehalt von 15,7% Gesamtgehalt an Seltene-Erden-Oxiden (TREO). Dies stellt eine deutliche Aufwertung gegenüber dem ursprünglichen Ausgangsmaterial dar. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass ein Verarbeitungsverfahren für zwei Rohstoffe wirtschaftlich umsetzbar sein könnte und St George sowohl aus den Niob- als auch aus den Seltene-Erden-Vorkommen der Lagerstätte Wert schöpfen kann.
Diese Möglichkeit der gleichzeitigen Produktion zweier kritischer Rohstoffe zählt zu den herausragenden Merkmalen des Araxá-Projekts. Während viele Projekte im Bereich kritischer Mineralien auf eine einzelne Ressource fokussiert sind, verfügt Araxá über bedeutende Vorkommen sowohl von Niob als auch von Magnet-Seltenen-Erden. Niob wird vor allem in hochfesten Stahllegierungen eingesetzt, während Seltene Erden wie Neodym und Praseodym essenzielle Bestandteile von Permanentmagneten sind, die in Elektrofahrzeugen, Windkraftanlagen und moderner Elektronik verwendet werden.
St George übernahm das Araxá-Projekt im Jahr 2025 und hat seitdem die Ressourcenbasis deutlich erweitert. Die aktuellen Schätzungen umfassen 70,91 Millionen Tonnen mit durchschnittlich 4,06% TREO und 0,62% Nb2O5 bei einem Cut-off-Gehalt von 2% TREO. Damit zählt Araxá zu den größeren Entwicklungsprojekten für Seltene Erden und Niob außerhalb Chinas. Zusätzliches niobhaltiges Material erweitert das gesamte Ressourceninventar des Projekts weiter.
Auch der Standort des Projekts könnte sich als strategischer Vorteil erweisen. Araxá liegt im Bundesstaat Minas Gerais, unmittelbar neben langjährig betriebenen Niobminen und in einer Region mit bestehender Infrastruktur, technischem Know-how und qualifizierten Fachkräften. Der Zugang zu vorhandenem Bergbauwissen könnte einige der Herausforderungen reduzieren, mit denen junge Projekte im Bereich kritischer Rohstoffe häufig konfrontiert sind.
Für Investoren dürften insbesondere die Auswirkungen der jüngsten metallurgischen Ergebnisse von Interesse sein. Im Bergbau ist der Nachweis, dass Erz wirtschaftlich zu marktfähigen Produkten verarbeitet werden kann, oft ebenso wichtig wie die Größe der Ressource selbst. Positive Aufbereitungsergebnisse können das Vertrauen in zukünftige Entwicklungsstudien stärken und den Weg in Richtung kommerzieller Produktion klarer definieren.
Das Unternehmen hat ein technisches Team mit umfangreicher Erfahrung in der Verarbeitung von Niob und Seltenen Erden zusammengestellt, darunter ehemalige Führungskräfte und Spezialisten großer brasilianischer Niobbetriebe. Die laufenden Arbeiten konzentrieren sich auf die Optimierung der Flotationsleistung, die Untersuchung nachgelagerter Raffinationsverfahren sowie die Produktion von Ferroniob, dem wichtigsten kommerziellen Niobprodukt.
Mit Blick auf die nächsten Schritte plant St George die Ausweitung seines metallurgischen Programms über mehrere Labore in Brasilien und Kanada hinweg. Tests mit geschlossenen Flotationskreisläufen laufen bereits, während CIT-SENAI im Juli eine einmonatige Pilotanlagenkampagne durchführen soll. Eine größere Pilotanlage, die derzeit in Araxá errichtet wird, soll Ende 2026 den Betrieb aufnehmen und sowohl Niobprodukte als auch verschiedene Seltene-Erden-Konzentrate und -oxide herstellen können.
Die jüngsten Ergebnisse stärken die technische Grundlage des Araxá-Projekts und unterstützen die Strategie des Unternehmens, eine Lagerstätte zu entwickeln, die zwei zunehmend wichtige Märkte für kritische Rohstoffe bedienen kann. Sollten weitere Untersuchungen die bisherigen Erkenntnisse bestätigen, könnte sich Araxá zu einer bedeutenden alternativen Quelle für Niob und Seltene Erden entwickeln - zu einer Zeit, in der Regierungen und Industrie verstärkt nach diversifizierten und resilienteren Lieferketten suchen.
Quellen
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St George Mining
Land: Australien
ISIN: AU000000SGQ8
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Enthaltene Werte: AU000000SGQ8
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