DJ PRESSESPIEGEL/Unternehmen
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
LUFTHANSA - Die Schrumpfung des Kurzstreckennetzes der Lufthansa-Gruppe wird auch nach dem Ende von Lufthansa Cityline und der Herausnahme von 20.000 Flügen im laufenden Sommerprogramm weitergehen. "Wir werden immer dann gezielt Kapazität auf der Kurzstrecke reduzieren, wenn es wirtschaftlich geboten ist", sagte Dieter Vranckx, Chief Commercial Officer im Konzernvorstand, dem Handelsblatt. Das sei ein fortlaufender Prozess, bei dem die Verbindungsqualität des Netzwerkes für die Kunden stets erhalten bleiben müsse. "Der größte Teil der Konsolidierung im Kontinentalverkehr soll spätestens 2028 abgeschlossen sein", sagte Vranckx. Wie weit das Netz noch ausgedünnt wird, wollte der Manager nicht sagen. "Es ist für die gesamte Gruppe wirtschaftlich nicht sinnvoll, jeden Flughafen von jedem unserer sechs Drehkreuze anzufliegen", verteidigte Vranckx die Maßnahmen: "Wir haben das Ziel einer bereinigten Ergebnismarge von 8 bis 10 Prozent ausgegeben. Davon sind wir noch weit entfernt." (Handelsblatt)
DEUTSCHE BÖRSE - Deutschland hat bei den Gesprächen zwischen den größten Volkswirtschaften der EU über die Verlagerung der Aufsicht über große Börsen von den nationalen Regulierungsbehörden auf die in Paris ansässige Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) eine Ausnahmeregelung für die Deutsche Börse durchgesetzt. Demnach würde die Deutsche Börse im Rahmen der kürzlich zwischen Berlin, Frankreich, Italien, Polen, Spanien und den Niederlanden vereinbarten Pläne zur Neugestaltung der Finanzmarktaufsicht die Option behalten, unter der Aufsicht ihrer nationalen Regulierungsbehörde zu bleiben. (Financial Times)
V-BANK - Hacker haben einen IT-Dienstleister der Münchener V-Bank erfolgreich angegriffen. Dies erklärte eine Sprecherin der auf Vermögensverwalter spezialisierten Depotbank. Es seien einzelne personenbezogene Daten von Kunden und Geschäftspartnern entwendet worden. Ihr zufolge zählt die VBank mehr als 70.000 Depots und gut 500 Vermögensverwalter. Es ist nicht bekannt, wie viele Kunden betroffen sind. Es könnten auch kontobezogene Informationen kompromittiert sein. Die Täter hätten zu keinem Zeitpunkt Zugriff auf Konten gehabt, erklärte das Institut in einer Mitteilung: "Dies gilt auch für sämtliche Kontozugangs- und Legitimationsdaten (Benutzernamen und Passwörter) sowie die Steuerdaten." Ein Abfluss von Geldern habe nicht stattgefunden. Hinweise auf einen Missbrauch der betroffenen Daten lägen derzeit nicht vor. (Börsen-Zeitung)
ARX ROBOTICS - Das Rüstungs-Startup Arx Robotics zieht das Interesse von potenziellen Käufern auf sich. Mehreren mit den Verhandlungen vertrauten Personen zufolge soll Arx Robotics in den vergangenen Wochen ergebnisoffen mit Kaufanwärtern gesprochen haben. Das hat das Handelsblatt exklusiv erfahren. "Wir wachsen enorm und expandieren stark. Das sorgt für ein großes Marktinteresse von anderen Rüstungsfirmen, aber auch Finanzinvestoren", sagt Firmenchef Marc Wietfeld dem Handelsblatt. Er macht aber auch klar, dass bisher nur Gespräche stattfanden: "Es gibt keine Verkaufsverhandlungen." Wietfeld sagt: "Unsere Strategie ist auf Wachstum angelegt." (Handelsblatt)
OPENAI - OpenAI hat im vergangenen Jahr 34 Milliarden US-Dollar ausgegeben. Wie von mit der Angelegenheit vertrauten Personen bestätigte und geprüfte Finanzkennzahlen zeigen, hat der ChatGPT-Entwickler 2025 rund 19 Milliarden Dollar für Forschung und Entwicklung sowie fast 6 Milliarden Dollar für Vertrieb und Marketing und sonstige Kosten ausgegeben. Die Ausgaben, die gegenüber dem Vorjahr stark gestiegen sind, bieten einen seltenen Einblick in die wirtschaftlichen Hintergründe des KI-Booms, insbesondere in die großzügigen Investitionen von OpenAI in die Entwicklung von Modellen, die Finanzierung von Rechenzentren und die Anwerbung von Spitzenforschern. (Financial Times)
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June 16, 2026 00:33 ET (04:33 GMT)
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