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MÄRKTE EUROPA/DAX von BMW gebremst - Börsen blicken zum Fed-Chef

DJ MÄRKTE EUROPA/DAX von BMW gebremst - Börsen blicken zum Fed-Chef

DOW JONES--Mit leichten Zuschlägen zeigen sich Europas Börsen am Mittwochmittag. Der DAX wird von anderen Länderbörsen abgehängt, da der schwache Automobilsektor nach der heftigen Gewinnwarnung von BMW belastet. Das Interesse der Anleger ist aber klar auf das Ergebnis der Sitzung der US-Notenbank am Abend gerichtet. Diese findet erstmals unter dem frischgebackenen Fed-Chef Kevin Warsh statt. Marktteilnehmer sind vor allem gespannt auf die Art und Weise, wie er das Thema Inflation behandelt.

Denn schließlich wurde er von US-Präsident Trump eingesetzt, um rasch Zinssenkungen durchzusetzen. Bei einer US-Inflation die mit 4,2 Prozent doppelt so hoch liegt wie von der Fed mit 2 Prozent gewünscht, dürfte dies Probleme bereiten. Vor allem eine laxe Einstellung Warshs zu diesem Thema könnte die Bond-Märkte kräftig unter Druck bringen, fürchten Anleihehändler. Auch die Ölpreise steigen bereits wieder und spiegeln die Unsicherheit. Der DAX stagniert bei 24.902 Punkten, der Euro-Stoxx-50 legt um 0,4 Prozent auf 6.282 Zähler zu.

Am Freitag soll das Rahmenabkommen zwischen dem Iran und den USA zur Beilegung des Konflikts unterschrieben werden. Auch danach bleiben die Unsicherheiten hoch, vor allem der Konflikt zwischen Israel und Hisbollah könnte immer wieder für Unruhe sorgen. Das Rahmenabkommen selbst wird wohl knapp ausfallen, wichtige Details wie etwa die Zukunft des iranischen Atomprogramms sollen erst in künftigen Verhandlungen geklärt werden.

Die heftige Gewinnwarnung von BMW zieht größere Kreise, die Aktien fallen 6,6 Prozent. Wegen des schwierigen China-Geschäfts wird die EBIT-Marge im Segment Automobile nun bei 1 bis 3 Prozent statt 4 bis 6 Prozent gesehen. Die Rendite auf das eingesetzte Kapital (RoCE) des Segments dürfte 1 bis 5 Prozent statt 6 bis 10 Prozent erreichen.

Die schwache Entwicklung in China sei vor allem marktbedingt und könne deshalb auch als negatives Signal für andere europäische Autobauer wie Mercedes-Benz und Volkswagen gewertet werden, die ebenfalls mit Gewinnwarnungen reagieren könnten, warnt RBC. Im Gefolge geben VW 1,5 Prozent ab und Mercedes 3 Prozent nach. Auch Titel wie Stellantis und Ferrari fallen bis zu 2 Prozent.

Während der Autosektor insgesamt kriselt, läuft es für die Automobilplattform Auto1 rund. Wie das Unternehmen anlässlich seines Kapitalmarkttags mitteilte, strebt es im Privatkundengeschäft ein langfristiges Absatzwachstum von 20 bis 40 Prozent pro Jahr an, im Unternehmenskundengeschäft (Merchant) von 10 bis 15 Prozent. Die Prognose für das laufende Jahr wurde bestätigt. An der Börse kommen die Ziele gut an - für die Aktie geht es 8,6 Prozent nach oben.

Mit Aufschlägen von 4,6 Prozent führen Zalando die Gewinnerliste im DAX an. Das Sentiment für das Papier hat sich in den vergangenen Wochen klar verbessert, so heißt es in der aktuellen Studie von RBC, man ziehe Zalando Wettbewerbern wie H&M und Primark vor.

Für Straumann Holding in der Schweiz geht es nach der erhöhten Prognose um 11 Prozent höher. Von Jefferies heißt es dazu, der Implantat-Hersteller habe reichlich Spielraum, um auf dem wachsenden Markt Anteile zu gewinnen. Der Anteil von Straumann am Implantatmarkt im Wert von 6 Milliarden Franken liege bei 35 Prozent.

=== 
INDEX          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50      6.282,42  +0,4   25,00    6.257,42    8,5 
Stoxx-50        5.346,38  +0,5   25,71    5.320,67    8,7 
DAX          24.902,20  -0,0   -8,21    24.910,41    1,7 
MDAX          32.686,37  +0,3   99,83    27.039,42    6,8 
TecDAX         3.965,99  -0,0   -0,55    3.091,28    9,5 
SDAX          18.432,31  +0,1    9,19    13.062,07    7,3 
FTSE          10.492,02  -0,0   -2,19    10.494,21    5,6 
CAC           8.460,16  +0,2   12,89    8.447,27    3,8 
SMI          13.798,31  +0,3   36,78    13.761,53    4,0 
ATX           6.513,19  +1,1   68,15    6.445,04    22,3 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Di, 22:13 
EUR/USD          1,1587  -0,2  -0,0020     1,1607   1,1606 
EUR/JPY          185,74  -0,3  -0,5000     186,24  186,2600 
EUR/CHF          0,9187  -0,2  -0,0020     0,9207   0,9207 
EUR/GBP          0,8645  +0,0   0,0002     0,8643   0,8645 
USD/JPY          160,29  -0,1  -0,1600     160,45  160,4600 
GBP/USD          1,3397  -0,2  -0,0029     1,3426   1,3422 
USD/CNY          6,7581  +0,0   0,0019     6,7562   6,7562 
USD/CNH          6,7604  +0,1   0,0043     6,7561   6,7573 
AUS/USD          0,7056  -0,1  -0,0010     0,7066   0,7063 
Bitcoin/USD      64.660,21  -1,7 -1.120,42    65.780,63 65.677,97 
 
ROHÖL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         76,67  +0,8    0,62      76,05 
Brent/ICE         79,28  +0,4    0,32      78,96 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.325,30  -0,1   -4,83    4.330,13 
Silber           69,74  -0,6   -0,43      70,17 
Platin         1.788,06  -0,9   -16,08    1.804,14 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mod/cln

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June 17, 2026 07:40 ET (11:40 GMT)

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© 2026 Dow Jones News
Software vor dem Comeback – diese 5 Aktien könnten durchstarten!
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