ROUNDUP 2: Bafin prüft Zalando-Abschluss wegen möglicher Verstöße - Kursrutsch
BONN/FRANKFURT - Die Finanzaufsichtsbehörde Bafin hat bei Zalando eine Prüfung des Konzernabschlusses und des zugehörigen Lageberichts eingeleitet. Es liegen konkrete Anhaltspunkte dafür vor, dass der Dax -Konzern gegen Rechnungslegungsvorschriften verstoßen hat, wie die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) am Freitag in Bonn und Frankfurt mitteilte. Bei der Aktie sorgte dies am Morgen für einen deutlichen Kursrutsch.
'MM': VW will weitere 50.000 Stellen streichen
WOLFSBURG - Der VW -Konzern will einem Medienbericht zufolge seinen Sparkurs deutlich verschärfen. Bis zu 100.000 Stellen könnten weltweit wegfallen, doppelt so viele wie bisher geplant, berichtete das "Manager Magazin" (MM) unter Berufung auf Insider. Vier Werken in Deutschland drohe die Schließung. Der Kurs der Aktie legte in einem schwachen Gesamtmarkt leicht zu.
VW bestätigt: Arbeiten an Zukunftsplan für Neuaufstellung
WOLFSBURG - VW will sich vorerst nicht im Detail zu Berichten über verschärfte Sparpläne äußern. "Die zu Grunde liegenden Sachverhalte werden in den zuständigen Gremien besprochen und verabschiedet. Diesem Prozess werden wir nicht vorgreifen", teilte ein Sprecher auf Anfrage mit.
IG Metall und VW-Betriebsrat kritisieren neue Sparpläne
WOLFSBURG - IG Metall und VW -Betriebsrat üben scharfe Kritik an Berichten über mögliche verschärfte Sparpläne bei VW. "Sollten solche Pläne vorangetrieben werden, würden wir sie mit aller Macht verhindern", heißt es in einer gemeinsamen Stellungnahme von IG-Metall-Chefin Christiane Benner, Bezirksleiter Thorsten Gröger und Betriebsratschefin Daniela Cavallo.
Kretschmer warnt: VW-Krise wäre fatal für Deutschland
DRESDEN - Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer zeigt sich besorgt über mögliche verschärfte Sparpläne bei VW . "Das darf sich so nicht realisieren. Deutschland darf sich nicht herunterfahren", sagte der CDU-Politiker. Deutschland müsse den internationalen Wettbewerb gewinnen wollen. Dafür müssten Kosten gesenkt und die Produktivität gesteigert werden.
ROUNDUP: Bosch-Chef Stefan Hartung geht vorzeitig
GERLINGEN - Überraschender Chefwechsel bei Bosch: Stefan Hartung tritt ab. Der 60-Jährige lege zum 30. Juni auf eigenen Wunsch sein Mandat als Vorsitzender der Geschäftsführung nieder, teilte der Technologiekonzern in Gerlingen bei Stuttgart mit. Hartung wolle sich künftig neuen gesellschaftlichen und unternehmerischen Aufgaben außerhalb der Bosch-Gruppe widmen. Sein Nachfolger soll der bisherige Vize-Chef Christian Fischer werden.
ROUNDUP: Evonik steigert operatives Ergebnis und hebt Jahresausblick an
ESSEN - Der Spezialchemiekonzern Evonik hat seine Prognose für das Geschäftsjahr 2026 nach einer guten Geschäftsentwicklung im zweiten Quartal angehoben. Das Management rechnet nun mit einem bereinigten Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) zwischen 2,0 und 2,2 Milliarden Euro, wie das MDax-Unternehmen am Freitag in Essen mitteilte. Bisher standen hier 1,7 bis 2,0 Milliarden Euro auf dem Zettel. 2025 hatte Evonik ein bereinigtes operatives Ergebnis von rund 1,9 Milliarden Euro verbucht. Für den freien Barmittelfluss wird unverändert eine Umwandlungsrate von etwa 40 Prozent angestrebt. An der Börse kamen die Nachrichten gut an.
Flatexdegiro hebt Jahresprognose nach gutem ersten Halbjahr an
FRANKFURT - Der Onlinebroker Flatexdegiro zeigt sich nach einer starken Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr 2026 optimistischer für das Gesamtjahr. Die ursprünglich für 2027 gesteckten Ziele sollen nun schon ein Jahr früher erreicht werden, wie das MDax -Unternehmen am Freitag in Frankfurt mitteilte.
EU-Kommission leitet Kartelluntersuchung gegen Sanofi ein
BRÜSSEL - Die Europäische Kommission prüft, ob der Pharmakonzern Sanofi mit einer Kampagne gegen einen Impfstoff der Konkurrenz gegen europäisches Kartellrecht verstoßen hat. Die Wettbewerbshüter gehen der Frage nach, ob das französische Unternehmen den eigenen Grippeimpfstoff mit falschen oder irreführenden Behauptungen als der Konkurrenz überlegen dargestellt und dabei seine Marktmacht ausgenutzt hat. Sanofi weist die Vorwürfe zurück.
EZB vereinfacht Regeln für Großbanken im Euroraum
FRANKFURT - Die Bankenaufseher der Europäische Zentralbank vereinfachen ihre Vorgaben für große Geldhäuser im Euroraum. Die EZB-Bankenaufsicht habe mehr als aufsichtsrechtliche 130 Veröffentlichungen überprüft, rund 40 veraltete davon würden aufgehoben oder überarbeitet, erklärte EZB-Direktoriumsmitglied Frank Elderson in einem Blogeintrag der Notenbank.
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ROUNDUP: Sie lesen im Unternehmens-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst. /jha
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