Die Marine-Ambitionen von Rheinmetall geraten ins Wanken. Gerade erst wurde der Schiffbauer NVL übernommen, in der Hoffnung, ein milliardenschweres Fregatten-Programm der Bundeswehr übernehmen zu können. Dieses geht nun wohl an TKMS. Mitte 2028 sollte die erste Fregatte des Typs F126 an das Verteidigungsministerium geliefert werden. Infolge von Verzögerungen und ausufernden Kosten wurde der Auftrag dem ursprünglichen Auftragnehmer DSNS entzogen und eine Übergabe an das inzwischen von Rheinmetall kontrollierte NVL geprüft. Nun fällt die Wahl wohl auf ein komplett neues Beschaffungsvorhaben. Was ist passiert? Das Verteidigungsministerium kam zu dem Schluss, dass ein Wechsel zu NVL das F126-Projekt nicht ausreichend gerettet hätte. Inklusive der bereits angefallenen Kosten bei DSNS sowie weiterer notwendiger Leistungen hätten sich die Gesamtkosten auf mehr als 18 Mrd. Euro erhöht, gegenüber ursprünglich rund 10 Mrd. Euro. Stattdessen sollen nun acht Fregatten vom Typ MEKO A-200 bei TKMS bestellt werden. Ausschlaggebend waren neben finanziellen Aspekten vor allem geringere technische und vertragliche Risiken sowie die Aussicht auf eine schnellere Verfügbarkeit der Schiffe. Was bedeutet das für TKMS? Bereits Anfang 2026 erhielt TKMS einen Vorvertrag zur Beschaffung von zunächst vier MEKO A-200 als Ergänzung zu den geplanten F126. Jetzt soll MEKO das F126-Projekt vollständig ersetzen und zum zentralen Fregattenprogramm der Deutschen Marine werden. Das Gesamtvolumen beläuft sich auf rund 11,6 Mrd. Euro, 6,3 Mrd. Euro für die ersten vier Schiffe und weitere 5,3 Mrd. Euro, wenn die Option auf die anderen vier Schiffe endgültig gezogen wird. Laut CEO Oliver Burkhard beabsichtigt TKMS die erste Fregatte 2029 auszuliefern. Der Auftragsbestand von zuletzt 20,6 Mrd. Euro dürfte, je nach endgültiger Vertragsgestaltung, bis zum Jahresende auf mehr als 32 Mrd. Euro anwachsen. TKMS befindet sich außerdem im Endauswahlprozess eines ...Den vollständigen Artikel lesen ...
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