DJ PRESSESPIEGEL/Unternehmen
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
PORSCHE - Im Zuge seines Sanierungskurses baut der Sportwagenhersteller Porsche seinen Vertrieb um. So sollen nach Informationen des Handelsblatt aus Unternehmenskreisen die Vertriebsregionen Deutschland und Europa zusammengelegt werden. Die neue Einheit soll vom bisherigen Deutschland-Chef Robert Ader geführt werden. Europachefin Iryna Kauk verliert demnach ihre bisherige Funktion. Auch die Vertriebsregion "Übersee und Wachstumsmärkte" soll ihre Eigenständigkeit verlieren. Betroffen wäre deren Leiterin Christiane Zorn, die erst vor gut einem Jahr von Audi zu Porsche gewechselt war. Zudem soll die Hauptabteilung für Luxus- und Exklusivitätsprogramme neu organisiert werden. Deren Chefin Maryam Djavadi soll das Unternehmen verlassen. (Handelsblatt)
COMMERZBANK - Die Aktionäre der Commerzbank müssen bei einer Übernahme durch Unicredit mit deutlich niedrigeren Ausschüttungen rechnen. Ein Sprecher der italienischen Großbank sagte auf Anfrage, Restrukturierungskosten, IT-Investitionen und anstehende Sanierungen würden die Ausschüttungsquote des deutschen Instituts von derzeit 100 Prozent wohl drücken. Gerüchte, Unicredit-CEO Andrea Orcel habe in einem Panel den kompletten Ausfall der Ausschüttungen verkündet und eine außerordentliche Hauptversammlung verlangt, hatten für Aufsehen gesorgt. Den Hintergrund dafür lieferte eine Mediobanca-Investorenkonferenz in London. Nach Ansicht der Analysten kontrolliert die HVB-Mutter nach Ablauf des Übernahmeangebots am 3. Juli mit 42 bis 45 Prozent de facto die Commerzbank. Voraussichtlich am 8. Juli steht fest, wie hoch die Unicredit-Beteiligung ist. (Börsen-Zeitung)
RHEINMETALL - Nach dem Aus für das Fregatten-Projekt F126 hat sich erstmals Armin Papperger zu Wort gemeldet, Chef des Rheinmetall-Konzerns, dem mit der Entscheidung ein milliardenschwerer Auftrag entgangen ist. "Das Aus für das F126-Projekt war ein Rückschlag für uns, von dem wir kalt erwischt wurden", sagte Papperger dem Spiegel. Zugleich verteidigte er Rheinmetalls Entscheidung zur Übernahme der Werftengruppe Naval Vessels Lürssen (NVL), die den Auftrag übernehmen sollte: "Dass Rheinmetall in den maritimen Bereich geht, war eine richtige Entscheidung, denn der Bedarf ist groß, nicht nur für die Bundeswehr", sagte er. Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius hatte vergangene Woche angekündigt, den Bau der F126 zu stoppen, nachdem bereits 2,3 Milliarden Euro in das Projekt geflossen waren. (Spiegel)
KNORR-BREMSE - Die Knorr-Bremse Gruppe hat zum Halbjahreswechsel eine konzerninterne Umstrukturierung der Rail-Division umgesetzt. Dies geht aus einer Mitteilung der Kanzlei Hengeler Mueller hervor, die das Unternehmen beraten hat. Im Zuge der Umstrukturierung hat Knorr-Bremse den operativen Geschäftsbetrieb der Knorr-Bremse Systeme für Schienenfahrzeuge GmbH mit den Business Units Brakes und Couplers und knapp 2.000 Beschäftigten auf eine einhundertprozentige Tochtergesellschaft übertragen. Die übertragende Gesellschaft wurde in Knorr-Bremse Global Rail Holding umbenannt und soll künftig mit neuer Führungsstruktur als globale Führungsholding der Rail-Division der Knorr-Bremse Gruppe fungieren. Die Ausgliederung wurde zum Halbjahreswechsel vollzogen. Knorr-Bremse reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage zu den Hintergründen der Umstrukturierung. (Börsen-Zeitung)
UBER - Der Fahrdienstleister Uber hat den Großteil seiner geplanten Expansion im Bereich der Essenslieferungen in Europa nur wenige Monate nach der Ankündigung ausgesetzt. Der US-Konzern konzentriert sich zunächst auf die geplante Übernahme des deutschen Konkurrenten Delivery Hero. Uber plane nicht mehr, den Betrieb in fünf der für die Expansion ins Visier genommenen Länder aufzunehmen, darunter Österreich, Norwegen und Griechenland, sagten zwei informierte Personen der Financial Times. Uber teilte der Zeitung mit, man werte den Markteinstieg in Finnland und Dänemark als "großen Erfolg" und wolle sich nun darauf zu konzentrieren, "die Dynamik in den bestehenden Märkten aufrechtzuerhalten". (Financial Times)
CONDOR - Die Ferienfluggesellschaft Condor verzeichnet wegen der Verunsicherung durch den Iran-Krieg späte Flugbuchungen von Familien. "Wir sehen, dass viele Familien erst im Juni den Sommerurlaub gebucht haben, sagte Peter Gerber, der Chef der zweitgrößten deutschen Fluggesellschaft Condor, dem Magazin Stern. Viele Kunden hatten Sorgen, dass ihre Flüge wegen des knappen und teuren Kerosins gestrichen werden. Für den Sommer gibt Gerber Entwarnung: "Wir wissen von den Mineralölkonzernen, dass die Kerosinversorgung in den nächsten zwei Monaten gesichert ist." Es werde zwar noch viele Monate dauern, bis sich die Preise für Kerosin nach einem Ende des Krieges normalisieren werden. "Aber es gibt genug Treibstoff für die nächste Zeit. Der Sommerurlaub für Condor-Kunden ist sicher." (Stern)
SIEMENS HEALTHINEERS - Siemens Healthineers will innerhalb von zwei Jahren die Voraussetzung geschaffen haben, sich von der Sparte Diagnostics zu trennen. "Wir bereiten aktuell den Carve-out vor, der gesamte Carve-out-Prozess dauert - über den Daumen gepeilt - rund 24 Monate. Dies ist also der früheste Zeitpunkt für eine Trennung", sagte Finanzvorstand Jochen Schmitz der Börsen-Zeitung. Einen Verkauf an strategische Investoren erwartet er nicht. Klassische Wettbewerber könnten aus kartellrechtlichen Gesichtspunkten nicht zuschlagen. "Für Life-Science-Spieler könnte es natürlich grundsätzlich interessant sein, in das klinische Segment zu expandieren. Allerdings dürfte das Finanzprofil von Diagnostics nicht so gut in das Konzept dieser Unternehmen hineinpassen", sagte er. "Als dritte strategische Gruppe gibt es Spezialanbieter in der Diagnostik, die an Produkten im Zentrallabor interessiert sind. Aber dafür ist Diagnostics wahrscheinlich zu groß." Auch Private-Equity-Gesellschaften seien ein möglicher Käufer. Gespräche führen das Unternehmen aktuell nicht. (Börsen-Zeitung)
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July 06, 2026 01:27 ET (05:27 GMT)
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