DJ PRESSESPIEGEL/Unternehmen
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
AUDI - Bei Volkswagens Premiumtochter Audi werden Pläne geprüft, um den von einer Schließung bedrohten Standort Neckarsulm zu retten. Im Gespräch ist eine erneute Senkung der jährlichen Produktionskapazität von derzeit 225.000 auf 150.000 Einheiten, wie das Handelsblatt von Personen aus dem Umfeld des Unternehmens erfahren hat. Im Rahmen eines Sparprogramms Ende 2019 wurde der Standort bereits verkleinert. Damals lag das jährliche Produktionsvolumen noch bei rund 300.000 Pkw. Weitere Sparmaßnahmen zum Erhalt des Werks könnten die Doppelstrukturen zwischen Neckarsulm und Ingolstadt betreffen. So verfügen beide Standorte jeweils über eine Buchhaltung, eine Personalabteilung sowie eine technische Entwicklung. Mit dem Abbau dieser Doppelstrukturen könnten bis zu 1.000 Arbeitsplätze eingespart werden, schätzen Insider. (Handelsblatt)
TKMS - Der Chef des Marineschiffbauers TKMS, Oliver Burkhard, spricht sich für eine stärkere Konsolidierung der europäischen Werftenindustrie aus. "Wir müssen unsere Kräfte bündeln und schneller werden - auch mit Blick auf neue Technologien", sagte der Manager dem Handelsblatt. Er wünsche sich, dass europäische Werftenkonzerne nicht nur bei einzelnen Aufträgen zusammenarbeiten, sondern dass das stärker institutionalisiert werde. "Wir sollten über einen Airbus zur See nachdenken - also eine Art 'Seabus'", sagte Burkhard. Mit dem spanischen Unternehmen Navantia ist die börsennotierte Thyssenkrupp-Tochter TKMS bereits eine strategische Partnerschaft für den U-Boot-Bau eingegangen. Man sei in Gesprächen, für künftige Aufträge Teile von U-Booten in Spanien bauen zu lassen, wenn der Kunde das erlaube, sagte Burkhard, der seit Mai 2022 Chef von TKMS ist. "Vielleicht machen wir mit Navantia den Anfang, und irgendwann schließen sich weitere Partner unserem Bündnis an." (Handelsblatt)
COMMERZBANK/UNICREDIT - Im Übernahmekampf um die Commerzbank hat Aufsichtsratschef Jens Weidmann die italienische Großbank Unicredit zu Gesprächen mit dem Management der Commerzbank aufgefordert. "Auch wenn wir es uns anders gewünscht hätten, die Mehrheitsverhältnisse auf der nächsten Hauptversammlung sind klar", sagte Weidmann dem Handelsblatt. Seine Aussage ist das erste öffentliche Signal der Commerzbank-Führung, dass sie die neuen Machtverhältnisse in ihrem Eigentümerkreis anerkennt und den Kampf um die Eigenständigkeit aufgibt. (Handelsblatt)
HILTON - Der amerikanische Hilton-Konzern bereitet nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) eine Auflösung der Verträge mit zwei Frankfurter Luxushotels vor, nachdem deren iranischer Eigentümer vom US-Finanzministerium unter Sanktionen gestellt wurde. Betroffen sind das Hilton Frankfurt City Centre und das Hilton Frankfurt Gravenbruch. Zuvor hatte der Finanzdienst Bloomberg darüber berichtet. Eigentümer der beiden Häuser ist der iranische Bauunternehmer und Bankier Ali Ansari, der sich hinter mehreren Holdings verbirgt. Washington wirft Ansari vor, er sei ein "Schlüsselfinanzier" für Irans Obersten Führer Modschtaba Khamenei, andere Führungsfiguren des Regimes und der Islamischen Revolutionsgarden. (FAZ)
- Alle Angaben ohne Gewähr.
Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com
DJG/mgo/sha
(END) Dow Jones Newswires
July 27, 2026 00:27 ET (04:27 GMT)
Copyright (c) 2026 Dow Jones & Company, Inc.




