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13.02.26 | 14:52
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MÄRKTE EUROPA/DAX steigt erstmalig über 25.000 - Thyssenkrupp fest

DJ MÄRKTE EUROPA/DAX steigt erstmalig über 25.000 - Thyssenkrupp fest

DOW JONES--Die europäischen Börsen sind mit kleinen Aufschlägen in den Handel am Mittwoch gestartet. Neue Rekordstände der Wall Street stützen leicht, der DAX schafft erstmalig den Sprung über die Marke von 25.000 Punkten. Die geopolitische Situation vor allem in Europa durch die USA ist weiterhin von großer Unsicherheit geprägt. US-Präsident Donald Trump ließ am Vorabend wissen, auch über einen Militäreinsatz zur Erlangung der Kontrolle über Grönland nachzudenken. Außenminister Marco Rubio spielte die Aussagen später aber herunter und betonte, dass Hauptziel sei natürlich ein Kauf Grönlands. Nachdem die US-Intervention in Venezuela ohne die notwendige Zustimmung des US-Kongresses erfolgt ist, sind die Börsen hier aber auf alles gefasst.

Der DAX gewinnt 0,4 Prozent auf 24.994 Punkte, bei 25.031 markierte er sein jüngstes Allzeithoch. Der Euro-Stoxx-50 verliert dagegen 0,3 Prozent. Am Devisenmarkt gibt der Euro auf 1,1682 Dollar nach, nachdem er am Vortag von überraschend niedrigen Inflationsdaten aus Staaten der Eurozone unter Druck geraten war. Die Daten hatten EZB-Zinssenkungsfantasien neu belebt. An den Anleihemärkten geben die Renditen am Morgen leicht nach. Für Gold und Silber geht es deutlicher nach unten.

Ansonsten steht den Börsen ein echter "Tag der Arbeit" bevor: In den USA werden die Jolts-Daten, der ADP-Index und vor allem der ISM-Service-Index mit seiner wichtigen Job-Komponente veröffentlicht. Vor dem offiziellen US-Arbeitsmarktbericht am Freitag dürften gleich drei solcher Vorläuferberichte den Trend an Wall Street bestimmen.

In Europa blickt man auf die Verbraucherpreise (CPI) aus der Eurozone im Dezember. Nach den deutlich schwächeren Daten aus Deutschland vom Vortag setzt man auch hier auf tiefere Werte unter der Prognose - zuletzt meldeten die Niederlande niedrige Inflationsdaten. Dies ermöglichte der EZB weitere Zinssenkungen, so die Hoffnung.

Thyssenkrupp gewinnen im frühen Handel 4,5 Prozent. Der Stahlkonzern könnte seine Stahlsparte nach Informationen von Reuters in mehreren Schritten an Jindal Steel International verkaufen. In einem ersten Schritt könnte Jindal 60 Prozent an Thyssenkrupp Steel Europe (TKSE) übernehmen, heißt es in dem Bericht. Später könnten abhängig vom Sanierungsfortschritt weitere Tranchen folgen. Thyssenkrupp erlaube ein solches Vorgehen, die Absicherung von Pensionslasten von 2,5 Milliarden Euro zu strecken, zitiert Reuters einen der Informanten. Im Handel wird gerade dieser Umstand positiv herausgestrichen. Diese Lasten seien bei früheren Verkaufsversuchen ein großes Hindernis gewesen. Die Buchprüfung laufe allerdings noch, heißt es in dem Bericht weiter. Die Details einer möglichen Vereinbarung könnten sich noch ändern.

Überrascht äußern sich Händler über das langsamere Umsatzwachstum von Redcare Pharmacy im vierten Quartal. "Gerade jetzt, da jeder Grippe hat, scheint immer mehr Geschäft an die Konkurrenz zu gehen", sagt ein Händler. Zwar liege das verschreibungspflichtige Geschäft im Rahmen der Erwartungen, anders aber der nicht-verschreibungspflichtige Teil. Insgesamt hat die Gesellschaft den Umsatz im vierten Quartal zwar auf 794 nach 675 Millionen Euro im Vorjahr gesteigert, die Erwartungen lagen jedoch schon im Bereich um 820 Millionen Euro. Im Frühhandel stürzt der Kurs 8,6 Prozent.

Siemens hat eine Erweiterung der Partnerschaft mit Nvidia angekündigt. Ziel der intensivierten Zusammenarbeit ist es, Künstliche Intelligenz (KI) zum Betriebssystem der Industrie zu machen. Der Kurs legt um 1,8 Prozent zu.

Evotec bauen ihre Gewinne vom Vortag weiter aus und legen weitere 5 Prozent zu. Analysten hatten im Rahmen des Dark-Blue-Kaufs durch Amgen gelobt, dass Evotec davon profitiere. Denn die Gesellschaft sei mit rund 21 Prozent an Dark Blue beteiligt, so die Schätzung der RBC. Dies sei aber nicht in den Bewertungsmodellen für Evotec eingepreist.

Umstufungen sorgen wieder für Kursbewegungen. Bernstein hat Danone (+1,2%) auf "Outperform" hochgestuft. In Deutschland wird auf eine doppelte Hochstufung von Lufthansa (+3,1) durch Morgan Stanley von "Under-" auf "Overweight" verwiesen. Bayer gewinnen 1,3 Prozent - hier soll Barclays den Titel hochgenommen haben.

=== 
INDEX           zuletzt    +/- %  absolut +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50      5.915,36    -0,3%   -16,43   +2,4% 
Stoxx-50         5.020,66    -0,4%   -18,90   +2,5% 
DAX           24.994,30    +0,4%   102,10   +1,6% 
MDAX          31.749,81    +0,3%   79,39   +3,4% 
TecDAX          3.766,58    +0,4%   15,29   +3,6% 
SDAX          17.773,20    +0,3%   50,48   +3,2% 
CAC           8.218,23    -0,2%   -19,20   +1,1% 
SMI           13.356,27    +0,3%   34,12   +0,4% 
ATX           5.387,85    -0,5%   -27,54   +1,7% 
 
DEVISEN          zuletzt    +/- %    0:00 Di, 17:05  % YTD 
EUR/USD          1,1682    -0,1%   1,1689   1,1692  -0,5% 
EUR/JPY          182,88    -0,1%   183,08   183,15  -0,6% 
EUR/CHF          0,9299    +0,0%   0,9298   0,9297  -0,1% 
EUR/GBP          0,8662    +0,1%   0,8657   0,8659  -0,7% 
USD/JPY          156,54    -0,1%   156,63   156,66  -0,1% 
GBP/USD          1,3487    -0,1%   1,3501   1,3503  +0,2% 
USD/CNY          7,0255    +0,0%   7,0245   7,0278  -0,0% 
USD/CNH          6,9910    +0,1%   6,9808   6,9815  +0,0% 
AUS/USD          0,6735    -0,1%   0,6740   0,6727  +1,0% 
Bitcoin/USD       92.256,85    -1,1% 93.266,50 93.691,30  +5,2% 
 
ROHÖL           zuletzt VT-Settlem.   +/- %  +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex          56,46    57,13   -1,2%   -0,67  -0,9% 
Brent/ICE          60,20    60,70   -0,8%   -0,50  -0,6% 
 
METALLE          zuletzt    Vortag   +/- %  +/- USD 
Gold           4.464,71   4.494,70   -0,7%   -30,00 
Silber           79,39    81,30   -2,3%   -1,91 
Platin          1.986,18   2.097,09   -5,3%  -110,91 
Kupfer            5,94     6,01   -1,2%   -0,07 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt/flf

(END) Dow Jones Newswires

January 07, 2026 04:18 ET (09:18 GMT)

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