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Vom volatilen Versprechen zur praktischen Anwendung: Die Branche rückt näher an den realen Einsatz heran
Nach Jahren, die von ambitionierten Prognosen und starken Kursschwankungen geprägt waren, tritt das Quantencomputing in eine entscheidendere Phase ein. Bis 2026 könnte der Sektor beginnen, sein lange angekündigtes Potenzial einzulösen - nicht durch abstrakte Durchbrüche, sondern durch Anwendungen in der Verteidigung, den Einsatz in der Unternehmenssicherheit und klarere Wege zur Kommerzialisierung. Jüngste Entwicklungen bei D-Wave, IonQ und SuperQ deuten darauf hin, dass sich die Branche von der Theorie hin zur Nutzung bewegt, auch wenn Investoren weiterhin vorsichtig bleiben, was Zeitpläne und Bewertungen betrifft.
Eine Branche zwischen Erwartung und Realität
Quantencomputing-Aktien zählen zu den volatilsten Titeln an der Wall Street. Wie Reuters Ende vergangenen Jahres berichtete, tun sich Investoren schwer damit, Unternehmen zu bewerten, deren Technologie eines Tages klassische Rechner weit übertreffen könnte, heute jedoch noch begrenzte Umsätze erzielt. Die Aktien reiner Quantenanbieter sind aus Optimismus stark gestiegen, nur um wieder nachzugeben, sobald Fragen zur Skalierbarkeit und Nachfrage aufkamen.
Unter der Oberfläche der Volatilität baut sich jedoch Dynamik auf. Regierungen, Rüstungsunternehmen und große Konzerne gehen über reine Experimente hinaus. Sie beginnen, Verträge abzuschließen, Plattformen einzusetzen und sich auf eine Zukunft vorzubereiten, in der Quantenfähigkeiten - und Quantenrisiken - unvermeidbar werden.
D-Wave zeigt, wie Quantencomputing heute funktionieren kann
Die jüngsten Ankündigungen von D-Wave (ISIN: US26740W1099) unterstreichen den Fokus der Branche auf kurzfristig nutzbare Anwendungen. Das Unternehmen meldete den ersten eigenständigen Verkauf seines Advantage2-Quantensystems sowie einen mehrjährigen "Quantum Computing as a Service"-Vertrag mit einem Fortune-100-Konzern und eine verteidigungsorientierte Zusammenarbeit mit Anduril Industries und Davidson Technologies.
In Simulationen zur Raketenabwehr berichteten die Partner über deutlich schnellere Lösungszeiten und eine verbesserte Bedrohungsabwehr im Vergleich zu klassischen Ansätzen. Zwar adressieren die auf Annealing basierenden Systeme von D-Wave einen engeren Problemkreis als gate-basierte Rechner, sie sind jedoch darauf ausgelegt, Optimierungsprobleme bereits heute zu lösen. Für Kunden in Logistik, Planung und nationaler Sicherheit zählt diese unmittelbare Einsetzbarkeit mehr als theoretische Universalität.
IonQ setzt auf Größe, Kontrolle und Souveränität
IonQ (ISIN: US46222L1089) verfolgt einen längeren und kapitalintensiveren Weg. Die geplante Übernahme von SkyWater Technology würde das erste vertikal integrierte Full-Stack-Quantenplattformunternehmen schaffen und IonQ die Kontrolle über Chipdesign, Fertigung und Verpackung im eigenen Land sichern. Das Management argumentiert, dass diese Integration Entwicklungszeiten verkürzen und zugleich die Glaubwürdigkeit bei US-Regierungs- und Verteidigungskunden stärken könnte.
Die Strategie spiegelt einen breiteren Trend im Quantencomputing wider, bei dem Lieferkettensicherheit und technologische Souveränität an Bedeutung gewinnen. Auch wenn IonQs fortschrittlichste Systeme noch mehrere Jahre entfernt sind, positioniert sich das Unternehmen durch die vertikale Integration für sensible staatliche Aufträge und großvolumige Unternehmenseinsätze, sobald fehlertolerantes Quantencomputing näher rückt.
SuperQ setzt auf Quantensicherheit und Nutzbarkeit
SuperQ Quantum (ISIN: CA86848C1086) verfolgt einen anderen Ansatz: Quantenfähigkeiten nutzbar zu machen, noch bevor großskalige Hardware verfügbar ist. Die jüngste Partnerschaft mit 01 Quantum integriert Post-Quanten-Kryptografie in die Super-Plattform und geht damit über reine Schwachstellenanalyse hinaus hin zu aktiver Absicherung. Angesichts wachsender Sorgen über "Harvest-now, decrypt-later"-Angriffe stehen Unternehmen unter Druck, Daten bereits heute gegen künftige Quantenbedrohungen zu schützen.
Zugleich betont das Unternehmen die Zugänglichkeit. Auf der CES 2026 stellte SuperQ ChatQLM vor, das als weltweit erste quantenbetriebene Consumer-Anwendung beschrieben wird. Das Tool nutzt eine hybride Quanten-Klassik-Orchestrierung hinter einer dialogorientierten Benutzeroberfläche und ermöglicht den Zugriff auf fortgeschrittene Optimierungsfunktionen ohne technisches Spezialwissen. Das starke Interesse von Unternehmen und Investoren deutet auf eine Nachfrage nach praktischen, abstrahierten Quantentools hin.
Von der Diagnose zur Verteidigung - und zur Umsetzung
Der Ansatz von SuperQ spiegelt eine wachsende Erkenntnis in der Branche wider: Die erste breite Akzeptanz dürfte eher über Software, Sicherheit und Orchestrierung erfolgen als über reine Qubit-Zahlen. Durch die Kombination von Audits, Post-Quanten-Schutz und KI-gestützter Implementierung in einer Plattform richtet sich das Unternehmen auf compliance-getriebene Ausgaben und operative Anwendungsfälle aus.
Diese Positionierung ist auch für Verteidigungs- und Regierungsstellen relevant, für die Quanten-Readiness zunehmend ebenso wichtig wird wie reine Rechenleistung. Plattformen, die Komplexität reduzieren und messbare Ergebnisse liefern, könnten hier früher zum Einsatz kommen.
Bewertungsunterschiede
Die Bewertungsschere innerhalb der Quantencomputing-Branche wird zunehmend deutlicher. D-Wave Quantum, das an der NYSE gelistet ist, erreicht derzeit eine Marktbewertung im Bereich von 7 bis 8 Milliarden US-Dollar und unterstreicht damit das starke Vertrauen der Investoren in die technologische Hardware-Führungsrolle des Unternehmens sowie in das langfristige Adoptionspotenzial von Quantensystemen.
Gleichzeitig hat Quantum eMotion (ISIN: CA74767K1030), das sich auf quantenbasierte Cybersicherheits- und Verschlüsselungslösungen konzentriert, eine Bewertung von rund 1 Milliarde kanadischen Dollar erreicht. Diese wird maßgeblich durch das Portfolio an geistigem Eigentum sowie durch Erwartungen an eine steigende Nachfrage nach Sicherheitslösungen der nächsten Generation gestützt.
SuperQ Quantum wird derzeit mit rund 30 Millionen kanadischen Dollar bewertet - lediglich ein Bruchteil der Bewertungsniveaus vergleichbarer Unternehmen im Sektor. Dies ist besonders bemerkenswert, da SuperQ im selben strukturellen Wachstumssegment tätig ist und bereits erste kommerzielle Fortschritte durch strategische Partnerschaften sowie praxisnahe Anwendungsfälle erzielt hat.
2026 als Wendepunkt
All dies beseitigt die Unsicherheiten nicht. Die Umsätze im Quantenbereich sind weiterhin gering, die Entwicklungszyklen lang, und Erwartungen können der Realität noch vorauslaufen. Dennoch wird die Struktur der Branche klarer. Unterschiedliche Modelle - Annealing-Systeme, vertikal integrierte Hardwareplattformen und quantensichere Software - beginnen, konkrete Probleme zahlender Kunden zu adressieren.
Bis 2026 könnte sich die Diskussion daher von der Frage, ob Quantencomputing relevant wird, hin zu der Frage verschieben, welche Ansätze in tragfähige Geschäftsmodelle münden. In diesem Umfeld dürften Unternehmen, die heutigen Nutzen mit einer glaubwürdigen langfristigen Vision verbinden, am besten positioniert sein, wenn Spekulationen einer nachhaltigen Einführung weichen.
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Quellen:
https://www.superq.co/_files/ugd/2c4a54_28895135f1274d7787fee865378f310c.pdf
https://www.superq.co/news/debuts-worlds-first-quantum-powered-consumer-app-chatqlm-
Lassen Sie sich in den Verteiler für SuperQ Quantum Computing Inc. oder Nebenwerte eintragen. Einfach eine E-Mail an Eva Reuter: e.reuter@dr-reuter.eu mit dem Hinweis: "Verteiler SuperQ Quantum Computing Inc." oder Nebenwerte".
SuperQ Quantum Computing Inc.
Land: Kanadisch / ISIN: CA86848C1086
https://www.superq.co
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