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inv3st
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Bis zu 6,79% Antimon: Zündet jetzt der Explorations-Turbo?

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Die globale Rohstoffwelt steht Kopf. Chinas radikale Exportbremse bei Antimon hat Anfang 2026 einen beispiellosen Versorgungsnotstand ausgelöst und die Preise für das strategische Metall explodieren lassen.

Während westliche Industrien um ihre Produktionsketten bangen, zeichnet sich eine Neuordnung der Versorgungswege ab. Das bietet enorme Chancen für jene, die jetzt handeln. In diesem Spannungsfeld rücken drei Unternehmen ins Rampenlicht, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Antimony Resources als Hoffnungsträger für neue Förderkapazitäten, Rheinmetall als Großabnehmer für Rüstungstechnik und thyssenkrupp als verarbeitender Industrieriese.

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Antimony Resources - vielversprechende Entdeckungen auf Bald Hill

Das Explorationsunternehmen Antimony Resources kommt auf seinem Bald Hill Projekt in New Brunswick gut voran. Wie das Unternehmen heute mitteilte, gelang es dem Team, die neu entdeckte Marcus (West) Zone durch weitere Schürfgräben deutlich zu erweitern und die Mineralisierung auf 25 m Länge im anstehenden Gestein freizulegen. Die Zone befindet sich in unmittelbarer Nähe zu geplanten Bohransatzpunkten. Das technische Team geht davon aus, dass es sich um einen eigenständigen, parallel zur Hauptzone verlaufenden Bereich handelt. Die Bedeutung dieses Fundes liegt in der Einfachheit der weiteren Erkundung. Die Bohrlöcher, die für das Hauptprogramm vorgesehen sind, können durch flache Bohrungen mit einer Tiefe von 30-50 m getestet werden. Das spart Zeit und Kosten. Gleichzeitig bestätigen die Arbeiten, dass das mineralisierte System auf Bald Hill größer ist als bislang angenommen.

Die Ende Januar vorgelegten endgültigen Analyseergebnisse der Bohrungen BH-25-22 bis BH-25-31 untermauern den Charakter der Lagerstätte. In 5 der 9 Bohrlöcher traf man auf mehrere Zonen mit massiver Antimonvererzung. Die Mächtigkeiten und Gehalte können sich sehen lassen. 9,6 m mit 2,38% Antimon oder 2,3 m mit 6,79% Antimon sind Werte, die in Nordamerika ihresgleichen suchen. In 75-80% der insgesamt 31 Bohrungen aus dem Jahr 2025 fand sich hochgradiges Material. Damit bestätigt sich das Bild einer außergewöhnlich hochgradigen Struktur. Die Hauptzone erstreckt sich mittlerweile über 700 m Länge und wurde bis in eine Tiefe von mindestens 400 m verfolgt. Das Potenzial für eine wirtschaftlich interessante Lagerstätte wird damit immer greifbarer.

Das Unternehmen hat die Weichen für das laufende Jahr gestellt. Das Programm umfasst drei zentrale Punkte. Erstens läuft die 10.000 m umfassende Definitionsbohrung auf der Hauptzone mit drei Geräten. Ziel ist eine ausreichende Bohrdichte für die erste offizielle Ressourcenschätzung nach NI 43-101. Zweitens werden die beiden neu entdeckten Zonen im Süden und Westen des Projekts durch Schürfungen und Bohrungen weiter erkundet. Drittens laufen bereits die vorbereitenden Arbeiten für die Umweltprüfung und das Genehmigungsverfahren. Das Unternehmen ist durch die jüngste Finanzierung über 9,4 Mio. CAD gut aufgestellt, um dieses Programm entschlossen umzusetzen. Aktuell notiert die Aktie bei 0,78 CAD.

Rheinmetall - zwischen Rekordaufträgen und verhaltener Prognose

Die ersten Wochen des Jahres 2026 zeigen bei Rheinmetall ein gemischtes Bild. Während die öffentliche Wahrnehmung von immer neuen Großaufträgen geprägt ist sorgt der Blick auf die offiziellen Zahlen des laufenden Geschäftsjahres für Ernüchterung an der Börse. Die jüngsten Auftragsmeldungen untermauern die starke Position des Konzerns. So erteilte die schwedische Marine einen Auftrag über acht "Seasnake 30"-Fernwaffenstationen im Wert von rund 63 Mio. EUR. Zudem tätigte die NATO-Agentur NSPA erste Abrufe für 120-mm-Panzermunition aus einem Rahmenvertrag im Wert von rund 200 Mio. EUR. Auch Dänemark bindet sich mit einem siebenjährigen Rahmenvertrag zur Munitionsversorgung an den Düsseldorfer Konzern. Die Niederlande wiederum verlängerten die Zusammenarbeit mit einem Auftrag über Handgranaten im zweistelligen Millionenbereich.

Trotz dieser Erfolge geriet die Aktie Anfang Februar unter Druck. Auslöser war der erste Ausblick des Managements auf das Geschäftsjahr 2026. Laut Analystenberichten stellte Rheinmetall einen Umsatz in Aussicht, der rund 12% unter den damaligen Konsensschätzungen liegt. Auch die Prognose für die operative Marge von 18-20% traf auf Vorbehalte. Allerdings beruht die verhaltene Erwartung weniger auf Nachfrageproblemen, sondern auf Produktmix- und Timing Effekten sowie Sondereffekten aus Akquisitionen. Analysten betonen, dass das Jahr 2026 durch den bestehenden Auftragsbestand nun weitgehend planbar sei.

Parallel treibt der Konzern seine strategische Neuausrichtung voran. Die Einigung mit der IG Metall über einen Überleitungstarifvertrag für die Beschäftigten der Automotive-Sparte ebnet den Weg für den geplanten Verkauf dieses Bereichs. Ziel ist es, sich künftig voll auf das stark wachsende Rüstungsgeschäft zu konzentrieren. Für Aktionäre bedeutet dies eine klarere Ausrichtung, allerdings auch eine höhere Abhängigkeit von politischen Entscheidungen. Die Bewährungsprobe folgt im Mai mit den Quartalszahlen. Dann zeigt sich, ob die vorsichtige Prognose nur konservativ war oder ob Anlaufschwierigkeiten bei Großprojekten die Dynamik tatsächlich bremsen. Derzeit ist die Aktie für 1.635,00 EUR zu haben.

Thyssenkrupp - Fortschritte beim Umbau

Der Industriekonzern ist solide ins Geschäftsjahr gestartet. Trotz eines Umsatzrückgangs um 8% auf 7,2 Mrd. EUR stieg das operative Ergebnis um 10% auf 211 Mio. EUR. Die internen Effizienzprogramme zeigen Wirkung, besonders in der Auto- und Werkstoffsparte. Ausschlaggebend waren niedrigere Rohstoffkosten und erste Erfolge des hauseigenen APEX-Programms. Unter dem Strich stand allerdings ein Nettoverlust von 334 Mio. EUR, verursacht durch Rückstellungen für den geplanten Stellenabbau im Stahl, für den der Konzern 400 Mio. EUR zurücklegte. Die Jahresprognose bestätigte der Vorstand dennoch. Beim operativen Ergebnis rechnet man weiterhin mit 500-900 Mio. EUR.

Die Transformation zur Finanzholding kommt voran. Die Abspaltung der Marinesparte TKMS im Herbst war erfolgreich, der U-Boot-Bauer ist inzwischen im MDAX notiert und kommt auf Rekordaufträge von 18,7 Mrd. EUR. Parallel wurde der Verkauf der Automation Engineering an Agile Robots eingeleitet. Ein wichtiger Schritt gelang zudem bei den Hüttenwerken Krupp Mannesmann. Salzgitter wird das Gemeinschaftsunternehmen ab Juni 2026 allein führen. Auch die Gespräche mit dem indischen Jindal-Konzern über einen Einstieg bei der Stahlsparte schreiten voran, die Due Diligence läuft.

Doch die Baustellen bleiben. Zwar verbesserte sich das operative Ergebnis bei Steel Europe dank niedrigerer Rohstoffkosten deutlich auf 216 Mio. EUR, doch die strukturellen Probleme sind ungelöst. Die Sparte Decarbon Technologies, eigentlich das Zukunftshoffnungsfeld mit Wasserstoff-Elektrolyseuren, rutschte mit minus 16 Mio. EUR in die roten Zahlen. Für das Gesamtjahr erwartet das Management einen Fehlbetrag von bis zu 800 Mio. EUR. Die Kosten der Sanierung sind hoch. thyssenkrupp macht Fortschritte, aber von einer nachhaltigen Trendwende ist man noch weit entfernt. Momentan kostet eine Aktie 10,96 EUR.


Chinas Antimon-Embargo verschiebt die Machtverhältnisse in der Rohstoffwelt grundlegend. Wer jetzt über Vorkommen verfügt, diktiert die Preise, und die Nachfrage bleibt enorm. Während Antimony Resources mit seinem Bald-Hill-Projekt zum Hoffnungsträger für westliche Versorgungssicherheit aufsteigt, zeigt sich bei Rheinmetall das Paradox eines Rüstungskonzerns zwischen Rekordaufträgen und verhaltener Prognose. Der Industrieriese thyssenkrupp wiederum treibt seine Transformation zur Finanzholding voran. Die Neuordnung der Lieferketten hat gerade erst begonnen.


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