DJ PRESSESPIEGEL/Unternehmen
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
ORACLE/OPENAI - Oracle und OpenAI haben ihre Pläne zur Erweiterung ihres Rechenzentrums in Texas aufgegeben und sich damit von einem milliardenschweren Deal zurückgezogen, obwohl der KI-Entwickler dringend mehr Rechenkapazität benötigt. Der in Austin ansässige Datenbankriese und der ChatGPT-Hersteller hatte mit dem Entwickler Crusoe über eine 600-Megawatt-Erweiterung des 1,2-GW-Rechenzentrums in Abilene verhandelt, das für OpenAI gebaut wird. Diese Erweiterung, die die Eröffnung von mindestens zwei neuen Gebäuden für OpenAI beinhalten würde, ist laut mit der Angelegenheit vertrauten Personen gescheitert. (Financial Times)
DEUTSCHE BAHN - Angesichts zunehmender Aggression in Zügen und Bussen droht der Deutschen Bahn eine massive Personalflucht. Laut einer EVG-Umfrage unter ihren Mitgliedern denkt fast jeder dritte Bahnmitarbeiter über eine Kündigung nach. Als Grund nannte ein Drittel der mehr als 4.000 Befragten den Anstieg von Unsicherheit und Gewalt. Die Umfrage, die die Eisenbahnergewerkschaft alle zwei Jahre fortschreibt, lag dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vorab vor. (RND)
MERCEDES/FORD/PEUGEOT/RENAULT/NISSAN - Vor dem High Court in London haben die Abschlussverhandlungen im Prozess um angeblich gefälschte Emissionstests bei Dieselfahrzeugen begonnen. Fünf große Automobilhersteller müssen sich gegen den Vorwurf wehren, sie hätten Kunden durch Manipulationen getäuscht und gesetzliche Regeln gebrochen. Vor Gericht stehen derzeit Mercedes, Ford, Peugeot/Citroën, Renault und Nissan. Sie bestreiten, verbotene Abschalteinrichtungen in ihren Motoren verwendet zu haben. Bis zum 20. März haben die Richter noch Zeit, sich ein abschließendes Bild von den Argumenten beider Seiten zu machen und dann eine Entscheidung zu treffen. Erst im Anschluss würde dann über die Höhe einer möglichen Entschädigung geurteilt werden. Die Klägervertreter sprechen von einem potentiellen Schadenersatz von bis zu sechs Milliarden Pfund und Kosten für die Hersteller. Gemessen am Volumen ist es eine der größten Gruppenklagen, die jemals vor einem britischen Gericht verhandelt wurden. (Frankfurter Allgemeine Zeitung)
BAKER TILLY - Bei Baker Tilly in Deutschland bahnt sich ein Eigentümerwechsel an. Der Bieterwettbewerb um den Wirtschaftsprüfer ist in vollem Gange. Nach Informationen der Börsen-Zeitung von zwei mit der Sache vertrauten Personen greift derzeit der börsennotierte britische Finanzinvestor ICG (Intermediate Capital Group) nach der Mehrheit der Anteile. Auch die in Amsterdam gelistete britische Private-Equity-Firma CVC schaut mit Interesse auf Baker Tilly, und der in der Schweiz ansässige Finanzinvestor Bregal tat dies ebenfalls. In Deutschland ist Baker Tilly mit 251 Millionen Euro Umsatz und 1.700 Beschäftigten die Nummer neun unter den hiesigen Wirtschaftsprüfern. (Börsen-Zeitung)
KKR - Der US-Finanzinvestor KKR will mit dem Verkauf eines jahrzehntealten Unternehmens, das Kühlgeräte für Rechenzentren herstellt, die zehnfache Rendite an. KKR arbeitet mit Beratern an einem Verkauf von CoolIT Systems, das sich von der Herstellung von Flüssigkeitskühlsystemen für Gaming-Computer hin zur Nutzung seiner Technologie zur Unterstützung der KI-Infrastruktur gewandelt hat, wie aus Kreisen bekannt wurde, die mit der Angelegenheit vertraut sind. Die in New York ansässige Private-Equity-Gruppe hoffte, dass CoolIT einen Preis von über 3 Milliarden US-Dollar erzielen könnte, was einen massiven Sprung gegenüber der Bewertung von 270 Millionen US-Dollar darstellt, als KKR 2023 eine Mehrheitsbeteiligung erwarb. Der staatliche Investor Mubadala aus Abu Dhabi hält eine Minderheitsbeteiligung. (Financial Times)
GOOGLE - Google hat die potenzielle Vergütung von CEO Sundar Pichai für die nächsten drei Jahre auf 692 Millionen Dollar erhöht, womit er zu einem der bestbezahlten CEOs der Welt aufsteigt. Der Großteil von Pichais Vergütung besteht aus leistungsabhängigen Aktienoptionen mit einem Zielwert von 126 Millionen Dollar, die gleichmäßig auf zwei Tranchen aufgeteilt sind, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Sie werden anhand der Gesamtaktionärsrendite der Muttergesellschaft Alphabet im Vergleich zum Rest des S&P 100 bewertet und könnten bis zum Doppelten des Zielwerts, also 252 Millionen Dollar, ausgezahlt werden, wenn sie deutlich besser abschneiden - oder gar nichts, wenn sie hinterherhinken. (Financial Times)
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March 09, 2026 01:32 ET (05:32 GMT)
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