NEW YORK (dpa-AFX) - Starke Reaktionen von Analysten auf die Geschäftszahlen von Snowflake haben die Anleger am Donnerstag euphorisiert. Im vorbörslichen Handel schossen die Aktien des Cloudsoftware-Spezialisten um 39 Prozent nach oben auf das höchste Niveau seit Dezember. Da kamen die Papiere des Branchenkollegen Salesforce nach ihrem Zwischenbericht nicht mit. Sie fanden keinen klaren Trend, schafften es zuletzt aber immerhin ins Plus.
Brent Thill, Analyst der Investmentbank Jefferies, spricht mit Blick auf die beiden Softwareunternehmen von der "Geschichte der zwei großen S: Snowflake nimmt Fahrt auf und Salesforce bleibt stabil". Die Bilanzen bestätigten, dass sich die Monetarisierung von KI zuerst und am deutlichsten im Bereich Daten-Infrastruktur zeige.
Seine Kollegin Gabriela Borges von Goldman Sachs hält Snowflake für gut positioniert, um sich ein großes Stück vom Kuchen der KI-bedingten Nachfrage nach Cloud-Diensten abzuschneiden.
Die Softwarebranche erlebt insgesamt eher eine schwierige Zeit. Die Anleger schwanken zwischen der Sorge vor Verdrängungseffekten durch KI und den Chancen, die dieser Megatrend bietet. Salesforce versuchen sich ähnlich wie die Aktien des deutschen Konkurrenten SAP auf dem tiefsten Niveau seit 2023 an einer Bodenbildung. Snowflake erholten sich zuletzt bereits deutlicher vom Tief seit 2024.
Bei SAP konnten die Anleger am Donnerstag keine richtigen Schlüsse aus den Nachrichten der US-Softwarefirmen ziehen. Die Titel der Walldorfer bewegten sich zwar am Vormittag eine Zeit lang im Plus, doch zuletzt gelang es ihnen nicht, die Gewinne zu halten./ag/tih/jha/
US79466L3024, DE0007164600, US8334451098




