FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Aktien von Bayer sind am Dienstag mit 32,96 Euro auf das tiefste Niveau seit Anfang Dezember gesackt. Dabei verloren sie gut 6 Prozent. Für das laufende Jahr liegen sie nun gegen den leicht positiven Dax -Trend elf Prozent im Minus.
Am Markt nehmen die Sorgen um den Glyphosat-Vergleich in den USA laut Börsianern zu, nachdem die Zuständigkeit für den Widerstand dagegen vom Bundesgericht in Missouri zu einem anderen Bundesgericht im Staat Kalifornien gewandert sei. Dort liege der Fall beim Bundesrichter Vince Chhabria - einem ausgesprochenen Kritiker der Vergleichsstrategie der Leverkusener, wie es von mehreren Brokern hieß. Er habe einen ersten Vergleichsvorstoß 2020 schon einmal abgewiesen.
Die Nervosität am Markt nimmt ohnehin zu, da im Juni auch eine Grundsatzentscheidung des Supreme Court als oberstem US-Gericht im Fall "Durnell" ansteht, die Glyphosat-Klagen die Grundlage entziehen könnte. Der Fall beim Supreme Court bleibt von der Vergleichsvereinbarung unberührt. Ursprünglich wurde am Markt auf eine für Bayer günstige Entscheidung gesetzt. Zuletzt wurde das Meinungsbild auch diesbezüglich wieder differenzierter./ag/jha/




