DJ XETRA-SCHLUSS/Rheinmetall-Kurseinbruch belastet DAX
DOW JONES--Ein Kurseinbruch der Rheinmetall-Aktie hat zur Wochenmitte den DAX unter Druck gesetzt. Der deutsche Leitindex reduzierte sich um 0,6 Prozent auf 24.740 Punkte. Die Rheinmetall-Aktie rutschte um 18,7 Prozent auf 949 Euro ab und damit wieder deutlich unter der 1.000er Marke. Sie hat seit dem Hoch über 50 Prozent an Wert verloren. Grund für den Kurseinbruch war, dass Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius laut übereinstimmenden Medienberichten das Marine-Projekt zum Bau von F126-Fregatten beendet hat. Wie zuerst der Spiegel berichtete, sollen statt der sechs geplanten Kriegsschiffe nun acht kleinere Fregatten des Typs "Meko-200" des deutschen Herstellers TKMS angeschafft werden. TKMS stiegen daraufhin um 16,1 Prozent.
Die Analysten von JP Morgan sehen nun diverse Ziele von Rheinmetall für das laufende Jahr als gefährdet oder kaum mehr erreichbar an. MWB sieht in der Streichung des F126-Fregattenprogramms einen deutlichen Rückschlag für Rheinmetall, da der Auftrag als zentrales Argument für die Übernahme der NVL-Werft und die langfristigen Wachstumsziele im Marinegeschäft gegolten habe. Im Fahrwasser verloren Hensoldt 3,3 Prozent und Renk 7,2 Prozent.
Die Ölpreise fielen weiter, der Preis für ein Barrel der Sorte Brent reduzierte sich um 4,6 Prozent auf 73,54 Dollar. US-Präsident Donald Trump hatte in einem Social-Media-Beitrag mitgeteilt, der Iran habe den USA erklärt, er verlange oder kassiere keine Gebühren von Schiffen, die die Straße von Hormus befahren.
Den Anstieg des Ifo-Geschäftsklimaindex im Juni wertete Michael Herzum, Leiter Volkswirtschaft bei Union Investment, als ein Hoffnungssignal. Er liefere aber noch keinen konjunkturellen Befreiungsschlag. Die Aussicht auf eine Entspannung im Iran-Konflikt mit einer raschen Normalisierung des Verkehrs durch die Straße von Hormus dürfte zur besseren Stimmung beigetragen haben.
Für JP Morgan lieferten die Zahlen für das vierte Geschäftsquartal von Fedex eine leicht positive Indikation für DHL (+0,2%). Die Analysten sehen die International-Priority-Entwicklung von Fedex kurzfristig als unterstützenden Indikator für DHL Express. Das internationale Express-Geschäft von Fedex liefere insbesondere einen Vergleichswert für DHL Express, das rund 50 Prozent zum EBIT 2025 der DHL Group beigetragen haben.
Im SDAX gaben Init Innovation um 4,4 Prozent nach. Das Unternehmen hat eine Kapitalerhöhung im Schnellverfahren angekündigt. Die Berenberg-Analysten gehen davon aus, dass diese vor allem der Finanzierung eines kürzlich gewonnenen Großauftrags in Australien dienen soll.
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Index zuletzt* +/- % +/- % YTD
DAX 24.740 -0,6 0,9
DAX-Future 24.913 -0,6 1,7
XDAX 24.746 -0,7 0,7
MDAX 31.919 -0,7 4,3
TecDAX 3.883 -0,5 7,2
SDAX 17.963 -1,1 4,7
zuletzt +/- Ticks
Bund-Future 127,27 +46,0
*gerundet
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June 24, 2026 11:44 ET (15:44 GMT)
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