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WKN: A2ABY7 | ISIN: AU000000FGR3 | Ticker-Symbol: M11
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Small- & Micro Cap Investment
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Vom Labor in die Industrie: Warum First Graphene auf 35 Kunden statt Zukunftsversprechen setzt

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Graphen wird seit Jahren als eines der vielversprechendsten Materialien der Welt bezeichnet. Seine außergewöhnlichen physikalischen Eigenschaften sind wissenschaftlich längst belegt. Dennoch blieb der große kommerzielle Durchbruch bislang aus. Während zahlreiche Unternehmen den Fokus auf Forschung und Pilotprojekte legten, verfolgt First Graphene (ISIN: AU000000FGR3) nach eigenen Angaben inzwischen einen anderen Ansatz: industrielle Produktion, bestehende Kundenbeziehungen und konkrete Anwendungen.

Im Gespräch mit Dr. Reuter Investor Relations erläutert CEO Michael Bell, warum die Kommerzialisierung von Graphen aus seiner Sicht inzwischen eine neue Phase erreicht.

Ein Material mit außergewöhnlichen Eigenschaften

Graphen besteht aus extrem dünnen Kohlenstoffschichten von weniger als zehn Atomlagen. Genau diese Struktur verleiht dem Material Eigenschaften, die seit Jahren das Interesse zahlreicher Industrien wecken.

Wie Bell erklärt, ist Graphen elektrisch und thermisch leitfähig, besonders verschleißfest, besitzt natürliche flammhemmende Eigenschaften und weist eine Festigkeit auf, die rund 200-mal höher ist als die von Stahl.

Entscheidend sei jedoch nicht das Material selbst, sondern seine Funktion als Additiv. Bereits geringe Beimischungen können bestehende Werkstoffe gezielt verbessern. So lässt sich beispielsweise die Haltbarkeit von Elastomeren erhöhen, Kunststoffe können leichter und zugleich stabiler werden, während im Betonbereich höhere Festigkeiten dazu beitragen können, den Klinkeranteil und damit die CO2-Emissionen der Zementproduktion zu reduzieren.

Der schwierige Weg von der Forschung zur Industrie

Obwohl Graphen bereits vor mehr als zwei Jahrzehnten entdeckt wurde, verlief die wirtschaftliche Nutzung langsamer als viele Experten erwartet hatten. Aus Sicht von Bell liegt dies vor allem daran, dass zahlreiche Unternehmen zunächst aus dem akademischen Umfeld entstanden und sich lange auf Forschung konzentrierten.

First Graphene habe diesen Schritt inzwischen bewusst hinter sich gelassen. Nach Angaben des Unternehmens wurde die Produktionsbasis im australischen Henderson bei Perth aufgebaut, wo heute Graphenpulver für industrielle Anwendungen hergestellt wird.

Die bestehende Anlage verfügt laut Bell über eine Produktionskapazität von rund 100 Tonnen Graphen pro Jahr. Innerhalb der noch jungen Graphenindustrie sei dies bereits eine bedeutende Größenordnung. Da Graphen in den meisten Anwendungen nur in sehr kleinen Dosierungen eingesetzt werde, könnten bereits vergleichsweise geringe Produktionsmengen große Materialvolumina aufwerten. Gleichzeitig sei die bestehende Anlage so ausgelegt, dass sie bei steigender Nachfrage erweitert werden könne.

35 Kunden statt einzelner Pilotprojekte

Für Bell liegt der wichtigste Unterschied gegenüber vielen Wettbewerbern jedoch weniger in der Produktionskapazität als in der bereits erreichten Marktposition.

Nach Unternehmensangaben arbeitet First Graphene inzwischen mit rund 35 Kunden zusammen, die das Material in etwa ebenso vielen unterschiedlichen Anwendungen einsetzen oder testen. Gemeinsam mit diesen Partnern begleitet das Unternehmen den gesamten Entwicklungsprozess - von der Auswahl der geeigneten Graphenspezifikation über umfangreiche Testreihen bis hin zur Integration in bestehende Produkte.

Dabei versteht sich First Graphene nicht als Hersteller der Endprodukte. Vielmehr liefert das Unternehmen das passende Graphenmaterial, das den Kunden hilft, ihre eigenen Produkte leistungsfähiger zu machen. Dieser beratungsorientierte Ansatz soll langfristige Kundenbeziehungen schaffen und gleichzeitig den Markteintritt neuer Anwendungen beschleunigen.

Anwendungen reichen vom Bau bis zur Spezialtechnik

Wie breit die Einsatzmöglichkeiten inzwischen sind, zeigt sich an den laufenden Projekten.

Im Baustoffbereich arbeitet First Graphene gemeinsam mit der Breedon Group (ISIN: GB0002869419) an graphenverstärktem Zement. Ziel ist es, die Materialfestigkeit zu erhöhen und gleichzeitig den CO2-Ausstoß der Zementproduktion zu reduzieren. Nach Angaben des Unternehmens kamen entsprechende Materialien bereits bei Infrastrukturprojekten in Großbritannien zum Einsatz, unter anderem an Bahnhöfen, Fundamenten, Betonrohren und Dachziegeln.

Parallel entwickelt das Unternehmen Lösungen für Verbundwerkstoffe, Kohlefaseranwendungen, Druckbehälter und Pulverbeschichtungen.

Ein weiteres Projekt betrifft leitfähige Spezialtinten für militärische Anwendungen in den USA. Darüber hinaus arbeitet First Graphene an Korrosionsschutzlösungen, bei denen laut Bell bereits eine zwei- bis dreifache Verbesserung der Korrosionsbeständigkeit gegenüber herkömmlichen verzinkten Beschichtungen erzielt worden sei.

Fokus statt Beliebigkeit

Gerade die enorme Bandbreite möglicher Anwendungen sieht Bell sowohl als Chance als auch als Herausforderung. Immer wieder kämen Unternehmen mit neuen Ideen auf First Graphene zu.

Deshalb müsse das Unternehmen konsequent priorisieren und sich auf jene Anwendungen konzentrieren, die den größten wirtschaftlichen Beitrag leisten können. Gleichzeitig verfolgt First Graphene bewusst eine breite Produktstrategie. Unterschiedliche Industrien benötigen unterschiedliche Graphenspezifikationen, weshalb das Unternehmen sein Portfolio möglichst vielseitig aufgestellt habe.

Der Markt könnte in eine neue Phase eintreten

Die Entwicklung der Graphenbranche scheint sich zunehmend zu verändern. Während lange Zeit wissenschaftliche Eigenschaften und Forschungsergebnisse dominierten, rücken heute industrielle Fertigung, bestehende Kundenbeziehungen und konkrete Serienanwendungen stärker in den Mittelpunkt.

First Graphene positioniert sich nach eigenen Angaben genau an dieser Schnittstelle. Mit einer Produktionskapazität von rund 100 Tonnen jährlich, etwa 35 aktiven Industriekunden und Anwendungen, die vom CO2-ärmeren Beton über Hochleistungsverbundstoffe bis hin zu leitfähigen Spezialtinten reichen, verfolgt das Unternehmen das Ziel, den Übergang von der Forschung in den industriellen Alltag zu vollziehen.

Ob Graphen tatsächlich den seit Jahren erwarteten kommerziellen Durchbruch schafft, wird sich erst in den kommenden Jahren zeigen. Das Interview mit CEO Michael Bell macht jedoch deutlich, dass sich der Wettbewerb zunehmend weniger um wissenschaftliche Möglichkeiten dreht als um die Frage, welche Unternehmen daraus dauerhaft skalierbare Industrieanwendungen und wiederkehrende Umsätze entwickeln können.

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Quellen:

35 Kunden, 100 Tonnen und ein klarer Plan: CEO Michael Bell erklärt, warum First?Graphene?anders arbeitet? | wallstreetONLINE - 02.07.2026

Lassen Sie sich in den Verteiler für First Graphene oder Nebenwerte eintragen. Einfach eine E-Mail an Eva Reuter: e-reuter@dr-reuter.eu mit dem Hinweis: "Verteiler First Graphene" oder "Nebenwerte".

First Graphene Limited
Land: Australien
ISIN: AU000000FGR3
First Graphene - First Graphene

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Verantwortlich & Kontakt für Rückfragen
Dr. Reuter Investor Relations
Dr. Eva Reuter
Friedrich Ebert Anlage 35-37
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+49 (0) 69 1532 5857
www.dr-reuter.eu
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Für Fragen bitte Nachricht an e-reuter@dr-reuter.eu

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Enthaltene Werte: GB0002869419,AU000000FGR3

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