DJ PRESSESPIEGEL/Unternehmen
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
MUNICH RE - Die Munich Re hält sich angesichts niedriger Preise in der Cyberversicherung aktuell mit der Zeichnung von Risiken zurück. "Vermutlich werden wir im laufenden Jahr Prämien in etwa auf dem Niveau des Vorjahrs im Buch haben", sagt Jürgen Reinhart, Chief Underwriter Cyber, im Gespräch mit der Börsen-Zeitung. Dies sei aber nur eine Art Pause, betont er: "Das Potenzial ist gigantisch." Zudem sei das Geschäft auch aktuell attraktiv, wenn man die richtigen Risiken aussuche. Das Marktvolumen für Cyberversicherungen in Deutschland werde in den nächsten Jahren um 15 Prozent per annum steigen, schätzt Reinhart: "Der Markt wird sich alle fünf Jahre verdoppeln, das halte ich für sehr realistisch." (Börsen-Zeitung)
RHEINMETALL - Rheinmetall zieht Konsequenzen aus der Absage für die Fregatte F126. Der Rüstungskonzern hat den geplanten Personalaufbau von 1 .000 Stellen bei seiner Militärschiffbausparte Naval Systems nun gestoppt. "Ohne den Auftrag der Bundeswehr können wir keinen weiteren Mitarbeiter einstellen", erfuhr das Wirtschaftsmagazin Capital aus Unternehmenskreisen. Im März hatte Rheinmetall die Militärmarinesparte Naval Vessels Lürssen (NVL) von der Bremer Lürssen Werft übernommen. In der Hoffnung auf den Auftrag für das F126-Projekt der Bundeswehr hatte Rheinmetall in den vergangenen Monaten bereits 100 neue Mitarbeiter eingestellt. Der weitere Stellenaufbau um 900 Mitarbeiter liegt nun auf Eis. (Capital)
VARTA - Noch immer gibt es keine Verhandlungen zwischen den Gläubigern des angeschlagenen Batterieherstellers Varta und dem Schweizer Investor Pino Sergio, der mit seiner Allswiss-Gruppe die Darlehensgeber auszahlen und das Technologieunternehmen retten will, um eine Natrium-Ionen-Fertigung aufzubauen. "Direkte Gespräche zwischen uns, der Deutschen Bank und Blantyre finden derzeit nicht statt", sagte Sergio der FAZ. "Ein solches Gespräch wurde uns zu keinem Zeitpunkt angeboten." Die Allswiss-Gruppe hat ihr Angebot am 11. Juni als Erstes an die Deutsche Bank und die britische Investmentgesellschaft Blantyre gerichtet, weil diese beiden Gläubiger die Verwertung ihrer Sicherheiten durch eine Meldung an das Bundeskartellamt Anfang Juni vorbereitet haben. (FAZ)
PROXIMA FUSION - Es ist die größte Summe, die ein Start-up für Fusionsenergie in Europa jemals eingesammelt hat: Proxima Fusion aus München verkündet am Dienstag eine neue Finanzierungsrunde über 411 Millionen Euro. Die Firma wird dadurch zum Einhorn, einem Start-up mit Milliardenbewertung: Künftig wird Proxima mit knapp 2,5 Milliarden Euro bewertet. Die Technologie des Unternehmens könnte die Energiebranche revolutionieren. Mitgründer und Chef Francesco Sciortino sagt dem Handelsblatt über die Finanzierungsrunde: "Damit ist klar: Für große Zukunftsprojekte lässt sich Kapital längst nicht mehr nur in den USA mobilisieren - auch Europa kann das." Die Investoren hätten ein starkes Signal gesetzt und gezeigt, dass sie nicht nur an die starke Forschung Europas glauben, "sondern auch an unsere Fähigkeit, daraus weltweit wettbewerbsfähige Industrieunternehmen aufzubauen". (Handelsblatt)
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July 08, 2026 00:27 ET (04:27 GMT)
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